Investitionserwartung, Verbraucherstimmung, Cadomaestro, Shein, Pets At Home, Marienfeiertag, Spotify, Produkttexte, Request-to-Pay

Investitionserwartung, Verbraucherstimmung, Cadomaestro, Shein, Pets At Home, Marienfeiertag, Spotify, Produkttexte, Request-to-Pay

6 Min.Aktualisiert am
Teilen

Aktuelle E-Commerce-News: Investitionserwartung, Verbraucherstimmung, Cadomaestro, Shein, Pets At Home, Marienfeiertag und weitere Themen im Überblick.

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Investitionserwartungen sinken deutlich
Laut Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts sind die Investitionserwartungen der deutschen Unternehmen im November auf 2,2 Punkte gesunken, nachdem sie im März noch bei 14,7 Punkten gelegen hatten. Für das neue Jahr sind die Aussichten noch trüber, der Saldo liegt mit 1,2 Punkten unter dem Vorjahreswert. Die negative Entwicklung wird vor allem vom Handel getragen, der für 2024 einen Wert von minus 14,6 Punkten erreicht, während die Industrie optimistischer in die Zukunft blickt und insbesondere die Automobilhersteller ihre Investitionen weiter ausbauen wollen.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

Mitarbeitende in Handel, Dienstleistung und Logistik mit Geldsorgen
34 Prozent der operativ tätigen Mitarbeitenden in Handel, Dienstleistung, Gastronomie und Logistik mussten dieses Jahr Freunde oder Verwandte um finanzielle Unterstützung bitten, weil ihr Gehalt die Lebenshaltungskosten nicht mehr deckt. Wie eine Umfrage von Quinyx zeigt, muss mehr als ein Drittel der Befragten einen Kredit in Anspruch nehmen, um sich Weihnachten leisten zu können, und 28 Prozent fühlen sich unter Druck gesetzt, zum Fest mehr Geld auszugeben, als sie haben. 24 Prozent mussten einen Zweitjob annehmen und ein Viertel hat bereits eine der 960 Tafeln oder andere Lebensmittel-Sharing-Angebote in Anspruch genommen.

Verbraucherstimmung erhellt sich zu Weihnachten
Nach einem tristen November erreicht der aktuelle Wert des HDE-Konsumbarometers den höchsten Stand seit November 2021. Zu Weihnachten steigt die Anschaffungsneigung und die Sparneigung sinkt. Insgesamt scheinen die Verbraucher wieder optimistischer in die Zukunft zu blicken und es besteht laut HDE die Chance, dass sich der Konsum im letzten Monat des Jahres doch noch stabilisiert – trotz der Unsicherheiten um den Bundeshaushalt, der Spannungen im Nahen Osten und der Inflation.

Cadomaestro startet in Deutschland
Die französische Geschenke-Plattform Cadomaestro erweitert ihr Angebot laut Pressemitteilung nun auch auf den deutschen Markt. Das Unternehmen, dass 2009 in einer kleinen Wohnung in St. Etienne als „Cadeau Maestro“ gegründet wurde, ist spezialisiert auf originelle und personalisierbare Geschenkideen, sortierbar nach Geschlecht, Alter, Vorlieben, Hobbies oder Budget. Mittlerweile konzentriert sich das Gründerpaar zu 100 Prozent auf den Onlinehandel und wird in der Rue Adrienne Bolland in Veauche von 15 Mitarbeitern und drei Hunden dabei unterstützt.


HANDEL INTERNATIONAL

Shein überholt Zara
Nach Informationen der Financial Times aus einer Investorenpräsentation hat der chinesische E-Commerce-Modehändler Shein im ersten Halbjahr einen Umsatz von 14,7 Mrd. Dollar erzielt und damit Zara mit 13,8 Mrd. Dollar bereits überholt. Wie Konsider.ch schreibt, strebt Shein für den Börsengang eine Bewertung von 90 Mrd. Dollar an und verfügt über keine nennenswerte stationäre Präsenz außer 40 Shops, die aber meist Pop-ups sind. Der europäische Fast-Fashion-Konzern Inditex, zu dem neben Zara und Zara Home sechs weitere Marken gehören, wird derzeit mit 130 Mrd. Dollar bewertet, betreibt aber weltweit 5.800 Verkaufsstätten.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

Pets At Home freut sich auf das Weihnachtsgeschäft
Der britische Tierbedarfshändler Pets At Home verzeichnete zu Halloween einen Umsatzanstieg von 18 Prozent, weil Tierbesitzer ihren Hunden und Katzen vermehrt Kostüme kaufen, und hat in der Vorweihnachtszeit bereits eine halbe Mio. Weihnachtsspielzeuge für Hunde verkauft, berichtet Reuters.com. Auch der Adventskalender für 30 britische Pfund, gefüllt mit Leckereien für Hunde, war innerhalb von drei Tagen ausverkauft. 53 Prozent der erwachsenen Briten haben ein Haustier, bei einem Drittel liegt die Anschaffung weniger als drei Jahre zurück. Das börsennotierte Unternehmen hat in diesem Jahr verstärkt in sein digitales Angebot investiert.

Nur jeder vierte Österreicher will am Marienfeiertag shoppen
In Österreich dürfen die Geschäfte seit fast 30 Jahren am 8. Dezember, dem katholischen Feiertag „Mariä Empfängnis“, öffnen. Zwar lehnen heuer nur noch 57 Prozent diese Regelung ab (2022: 74 Prozent), aber nur 24 Prozent wollen die Gelegenheit für Weihnachtseinkäufe nutzen. Die erwarteten Ausgaben der Österreicher im stationären Handel werden laut Heute.at auf 200 Mio. Euro geschätzt, was einem normalen Wochentag in der Vorweihnachtszeit entspricht.

Spotify entlässt 17 Prozent seiner Mitarbeiter
Spotify hat angekündigt, 1.500 Stellen zu streichen, was 17 Prozent der gesamten Belegschaft entspricht, berichtet Nytimes.com. Bereits im Januar wurden 600 Mitarbeiter entlassen, im Juni folgten weitere 200. In den ersten neun Monaten 2023 verlor das Unternehmen 462 Mio. Dollar, nachdem es mehrere große Investitionen getätigt hatte, um Podcasts und Hörbücher einzuführen. Derzeit hat Spotify 226 Millionen zahlende Abonnenten und 360 Millionen aktive Nutzer, die Werbeeinnahmen generieren. Die Aktien stiegen nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel und der Kurs des Unternehmens hat sich im Jahr 2023 mehr als verdoppelt.


Produkttexte: Warum deutsche Händler mehr Gefühl zeigen sollten
Emotionen sind ein wesentlicher Verkaufshebel – gerade im Vorweihnachtsgeschäft. Doch ausgerechnet bei Produktbeschreibungen kommen sie in Deutschland nur selten zum Einsatz. Warum deutsche Nüchternheit zu Umsatzeinbußen führt und warum Onlineshops dringend etwas daran ändern sollten, erklärt Michael Witzenleiter von Conversion Maker in einem Etailment-Expertenbeitrag.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

Acht Genossenschaftsbanken testen „Request-to-Pay“
Wie Finanzbusiness.de berichtet, hat die DZ Bank gemeinsam mit der R+V Versicherung, dem IT-Dienstleister Atruvia, der Volksbank Mittelhessen und dem Plattformbetreiber Paycy eine erste Request-to-Pay-Transaktion durchgeführt. Bei diesem neuen, offenen Zahlungsprotokoll sendet der Rechnungssteller eine Zahlungsaufforderung direkt an die Bank des Kunden, der diese per Klick begleichen, ablehnen oder später bezahlen kann. Die Rechnung ist dann digital als Nachricht im Postfach des Kunden verfügbar. Im Juli 2021 ist das Sepa-Verfahren gestartet, seit Oktober 2022 will die Europäische Kommission es zum Standard machen. Die Pilotphase der acht Genossenschaftsbanken läuft noch bis Mitte 2024.


NACHHALTIGKEIT

Mehr nachhaltige Lieferungen durch Checkout-Gestaltung
In einem Feldversuch hat das IT-Beratungsunternehmen Valantic untersucht, welche Gestaltung des Checkouts in Online-Shops am ehesten dazu führt, dass sich Nutzer für nachhaltige Versandoptionen entscheiden. Getestet wurden zehn verschiedene Kombinationen aus Blatt-Logo, Erklärungstext, sozialer Bestätigung wie „häufig gewählt“ und der Voreinstellung (Default) der Option auf der Checkout-Seite, berichtet Onlinehaendler-News.de. In einer Kontrollgruppe mit unverändertem Erscheinungsbild der Webseite entschieden sich nur 7,1 Prozent der 500.000 Nutzer für die nachhaltige Versandoption. Bei der Kombination aus Nachhaltigkeit als Default und Textinformation waren es 15,2 Prozent. Default und soziale Bestätigung brachten 13,4 Prozent zum Nachdenken, Default und Blattsymbol 13 Prozent. Die Ergebnisse unterschieden sich zwischen den vier verschiedenen Shops, aber die Kombination einer voreingestellten nachhaltigen Lieferoption mit einer anderen Intervention führte bei allen zu mehr als doppelt so vielen nachhaltigen Lieferentscheidungen.

Teilen
Björn Böer
RedaktionBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

10.800+ Entscheider lesen das Morning Briefing · ≈ 50 % Öffnungsrate

  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.