
eBay: Warum die neuen Kollektionen zum Must have werden
eBay hat inzwischen seine Kollektionen in Deutschland für alle Nutzer freigeschaltet. Grund genug noch einmal einen Blick auf das neue Feature zu werfen. Denn das Gesamtpaket hat das Zeug dazu, ein Must have im E-Commerce zu werden.
„Folge deiner Leidenschaft“ nennt das ja eBay und dann hat man schnell eine Kollektion angelegt, die ansatzweise zum E-Commerce passt und sich an kleine Kaufleute richtet oder eine Sammlung an Dingen, die daheim einen Ehrenplatz verdient hätte.
Das Einrichten der Kollektionen ist extremst umstandsfrei. Der Button sehr prägnant unter dem Knopf zum Kaufen platziert. Nach dem Klick kann man dann die passende Kollektion per Drop Down-Menu wählen oder auf die Schnelle eine neue Kollektion erstellen. Das ist natürlich alles ein wenig wie bei Pinterest, aber doch deutlich klarer auf den Shopping-Effekt ausgerichtet - und damit vermutlich für Händler und Marken eine weitaus attraktivere Option. Die dürfen nämlich auch sammeln.
eBay spricht im Zusammenhang mit den Kollektionen von Personalisierung, Kauferlebnis und Inspiration. Doch das ist erst der zweite Schritt. Zunächst einmal funtionieren solche Kollektionen nämlich, weil sie einen Art öffentlichen Wunschzetrtel darstellen können, ein Stück weit die eigene Lifestyle-Welt repräsentieren oder schlicht irgendetwas über den Nutzer aussagen: consum ergo sum, gewissermaßen. Das will und kann dann auch geteilt werden - im Netzwerk ihres Vertrauens.
Richtig interessant aber, wir leben schließlich in einer "Folge mir"-Gesellschaft, wird es, wenn man einigen der Kuratoren und Kollektionen dann auch bei eBay folgt und deren Funde bei eBay im eigenen Feed verfolgen kann. Da beginnt dann die Inspiration.
Und das macht sogar dann richtig Laune, wenn als Mann eher zur Kategorie der "Suchen-Finden-Zack kaufen"-Typen gehört. Die große Stunde des Feed schlägt nämlich, wenn man sich zum trutschigen TV-Programm beispielsweise mit dem Laptop entspannt durch die bunte Warenwelt klicken kann. Das gute (oder je nach Kontostand das schlimme) daran ist, dass man mit wenigen Klick verkünden kann "Einpacken bitte".
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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