
Temu verliert den unsichtbaren Preisvorteil
Die Zollpauschale verteuert kleine Warenkörbe bei Temu, Shein und AliExpress. Händler sollten jetzt nicht billiger, sondern klarer verkaufen.

Veränderung kündigt sich nicht immer mit einem lauten Knall an. Manchmal beginnt sie leise: mit einem neuen Kundenverhalten, einer neuen Schnittstelle oder einem zusätzlichen Kanal. Erst nach und nach wird sichtbar, dass sich nicht nur einzelne Prozesse verändern, sondern die Spielregeln eines ganzen Marktes.

Die Zollpauschale verteuert kleine Warenkörbe bei Temu, Shein und AliExpress. Händler sollten jetzt nicht billiger, sondern klarer verkaufen.

Eigene Schiffe versprechen Kontrolle über Lieferzeiten. Doch vertikale Logistik lohnt nur, wenn Volumen, Risiko und Führungskraft zusammenpassen.

Tiktok Shop verkürzt in Malaysia den Abstand zu Marktführer Shopee, zitiert Malaymail.com eine Ipsos-Studie. 62 Prozent der Online-Käufer nutzten die Plattform, nach 43 Prozent im Jahr 2024, während Shopee mit 71 Prozent leicht nachgegeben habe. Der Markt reife insgesamt: Statt sporadischer Einkäufe wanderten mittlerweile auch Lebensmittel, Kosmetik und Gesundheitsprodukte in die Warenkörbe.

Tiktok testet in den USA ein „Managed-Services-Programm“, das dem Konzern nahezu die komplette Kontrolle über das Geschäft ausgewählter Shop-Händler gibt, berichtet Businessinsider.com. Übernommen würden Marketing, automatisierte Werbung, Produktlistings, Influencer-Anwerbung und Content, inklusive hunderter von KI-Videos. Händler zahlten dafür 10.000 Dollar plus 10 bis 20 Prozent Provision. Damit übernehme Tiktok die Strategie seiner Schwester-App Douyin und konkurriere direkt mit den eigenen Agenturpartnern.

53 Prozent der Verbraucher halten Treueprogramme wichtig für ihre künftige Markenbindung, aber nur 15 Prozent hielten die damit verbundenen Werbebotschaften für „sehr relevant“, so eine Dotdigital-Studie laut Pressemitteilung. Punktebasierte Modelle seien mit 62 Prozent am beliebtesten. Auf der Wunschliste stünden kostenloser Versand (53 Prozent), Cashback (52 Prozent) und Gratisproben (45 Prozent). 43 Prozent würden sich aber auch über Prämien zum Geburtstag freuen.

Fitnessketten dürfen auf der Bestätigungsseite einer Onlinekündigung nicht mehr für das Pausieren des Vertrags werben, berichtet Spiegel.de. Der Bundesgerichtshof gab dem Verbraucherzentrale Bundesverband recht, der gegen den Essener Anbieter FitX geklagt hatte. Die Seite habe allein der Kündigungserklärung zu dienen, so der erste Senat, und müsse leicht zugänglich bleiben. Der zweitgrößte deutsche Fitnessanbieter habe die Kündigungsseite bereits angepasst.

Bei Youtube Shorts gewinnt Kürze in fast jeder Kategorie, zitiert Channelx.world eine Adobe-Express-Umfrage. Die 507 befragten Youtuber berichteten, Clips unter 30 Sekunden würden am häufigsten gesehen (53 Prozent), lockten Zuschauer am ehesten zu längeren Formaten (49 Prozent) und würden am meisten geteilt (49 Prozent). Nur beim Abonnentenwachstum schlügen sich 30- bis 60-Sekünder mit 34 Prozent gleich gut. 70 Prozent der Creator hätten bereits einen viralen Short gelandet, 40 Prozent mit Clips unter 30 Sekunden.

Die EU-Kommission verpflichtet Google zu mehr Wettbewerb bei KI und Suche, wie Zeit.de meldet. Zwei verbindliche Maßnahmen unter dem Digital Markets Act sollen konkurrierenden KI-Assistenten ab Juli 2027 dieselben Systemrechte auf Android-Geräten verschaffen, die bislang dem hauseigenen, vorinstallierten Gemini vorbehalten sind – vom Aufruf per Sprachbefehl bis zum Ausführen von Aufgaben innerhalb fremder Apps. Ab Januar 2027 müsse Google außerdem Drittanbieter-Suchmaschinen anonymisierten Zugriff auf seine Suchdaten gewähren. Der Konzern warne vor Risiken für die Gerätesicherheit und die Privatsphäre der Nutzer.

Die Live-Commerce-Plattform Whatnot übernimmt den Machine-Learning-Spezialisten Shaped, meldet Retail-News.de. Das von Ex-Meta-Ingenieuren gegründete Shaped bringe Erfahrung mit Echtzeit-Ranking-Systemen mit – nützlich für eine Plattform, die wöchentlich Hunderttausende Stunden Livestreams verarbeite. Im Zentrum stehe die Verbesserung des Empfehlungsalgorithmus, um den Einkauf deutlicher als spontanes Entdecken zu gestalten.

12 Prozent der Nutzer nennen die Emojis rund um Lachen und Freude als ihre beliebtesten Motive, meldet Bitkom.org. Darauf folgten Herzen (11 Prozent) und Handgesten (neun Prozent). Insgesamt griffen 89 Prozent zu Emojis, ein Viertel sogar in jeder Nachricht, obwohl 43 Prozent einzelne Symbole gar nicht verstünden . Außerdem hielten sie 39 Prozent im Berufsleben für fehl am Platz.
© Black Forest Labs / FluxFitnessketten dürfen auf der Bestätigungsseite einer Onlinekündigung nicht mehr für das Pausieren des Vertrags werben, berichtet Spiegel.de. Der Bundesgerichtshof gab dem Verbraucherzentrale Bundesverband recht, der gegen den Essener Anbieter FitX geklagt hatte. Die Seite habe allein der Kündigungserklärung zu dienen, so der erste Senat, und müsse leicht zugänglich bleiben. Der zweitgrößte deutsche Fitnessanbieter habe die Kündigungsseite bereits angepasst.

Bei Youtube Shorts gewinnt Kürze in fast jeder Kategorie, zitiert Channelx.world eine Adobe-Express-Umfrage. Die 507 befragten Youtuber berichteten, Clips unter 30 Sekunden würden am häufigsten gesehen (53 Prozent), lockten Zuschauer am ehesten zu längeren Formaten (49 Prozent) und würden am meisten geteilt (49 Prozent). Nur beim Abonnentenwachstum schlügen sich 30- bis 60-Sekünder mit 34 Prozent gleich gut. 70 Prozent der Creator hätten bereits einen viralen Short gelandet, 40 Prozent mit Clips unter 30 Sekunden.

Die EU-Kommission verpflichtet Google zu mehr Wettbewerb bei KI und Suche, wie Zeit.de meldet. Zwei verbindliche Maßnahmen unter dem Digital Markets Act sollen konkurrierenden KI-Assistenten ab Juli 2027 dieselben Systemrechte auf Android-Geräten verschaffen, die bislang dem hauseigenen, vorinstallierten Gemini vorbehalten sind – vom Aufruf per Sprachbefehl bis zum Ausführen von Aufgaben innerhalb fremder Apps. Ab Januar 2027 müsse Google außerdem Drittanbieter-Suchmaschinen anonymisierten Zugriff auf seine Suchdaten gewähren. Der Konzern warne vor Risiken für die Gerätesicherheit und die Privatsphäre der Nutzer.

Die Live-Commerce-Plattform Whatnot übernimmt den Machine-Learning-Spezialisten Shaped, meldet Retail-News.de. Das von Ex-Meta-Ingenieuren gegründete Shaped bringe Erfahrung mit Echtzeit-Ranking-Systemen mit – nützlich für eine Plattform, die wöchentlich Hunderttausende Stunden Livestreams verarbeite. Im Zentrum stehe die Verbesserung des Empfehlungsalgorithmus, um den Einkauf deutlicher als spontanes Entdecken zu gestalten.

12 Prozent der Nutzer nennen die Emojis rund um Lachen und Freude als ihre beliebtesten Motive, meldet Bitkom.org. Darauf folgten Herzen (11 Prozent) und Handgesten (neun Prozent). Insgesamt griffen 89 Prozent zu Emojis, ein Viertel sogar in jeder Nachricht, obwohl 43 Prozent einzelne Symbole gar nicht verstünden . Außerdem hielten sie 39 Prozent im Berufsleben für fehl am Platz.

Loyalty-Programme werden für Händler und Marken zunehmend zum strategischen Vermögenswert. Sie bündeln Kundendaten, schaffen direkte Zugänge, ermöglichen personalisierte Angebote und öffnen neue Erlösquellen. Doch je stärker Kundenbindung monetarisiert wird, desto deutlicher tritt ein Konflikt zutage: Wie lässt sich daraus ein wirtschaftlicher Wert schöpfen, ohne genau das Vertrauen zu beschädigen, auf dem diese Loyalität beruht?
Wer künftig kauft, vergleicht und bestellt, ist zunehmend kein Mensch mehr, sondern ein Agent, der im Auftrag handelt. Wer dabei nicht auffindbar ist, findet im Kaufmoment schlicht nicht mehr statt, schreibt Stefan Hamann in seinem Expertenbeitrag.

Agentic Commerce stellt die traditionellen Programme zur Kundenbindung auf eine ernste Probe: Was nützt die mühsam aufgebaute Loyalität zu Brand und Produkt, wenn ein Konsument der KI Suche, Vergleich, Priorisierung und am Ende auch den Kauf überlässt? Doch Experten sind sich uneins, ob der letzte Schritt wirklich so leicht getan wird. Denn blind vertrauen wollen die Menschen der maschinellen Intelligenz offenbar noch nicht.

KI-Agenten handeln Preise aus, schließen Lieferverträge, steuern Beschaffung: autonom, rund um die Uhr. Was nach Zukunftsszenario klingt, ist technisch längst möglich. Warum gerade der B2B-Handel jetzt handeln sollte, welche Hürden noch bremsen und wie der Einstieg gelingt, erklärt Markus Rohmeyer, CPO bei novomind, in seinem Gastbeitrag.

Der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Kaufentscheidungen wächst. Online-Händler profitieren, die in KI-Summaries oder Large Language Models (LLMs) sichtbar sind. Markus Rohmeyer von novomind erklärt, wie das Product Information Management dabei hilft.

KI-Assistenten filtern Produkte nach Budgetvorgaben – was nicht ins Preisfenster passt, wird Kunden gar nicht erst angezeigt. Felix Hoffmann, CEO des Berliner Pricing-Softwareanbieters 7Learnings, erklärt in seinem Gastbeitrag, warum Preisstrategien im Zeitalter von Agentic Commerce zum Sichtbarkeitsfaktor werden – und welche Fragen sich Händler jetzt stellen sollten.

Wer im E-Grocery operative Performance vergleicht, vergleicht oft Äpfel mit Birnen – ein einheitlicher Standard fehlt. Matthias Schu aus dem Expertenrat nennt das Kennzahlen-Kosmetik und skizziert am Beispiel des norwegischen Anbieters Oda, wie eine integrierte Fulfillment-Steuerung aussehen könnte.
Autonome KI-Agenten verändern den Checkout und werfen Fragen zur Fraud-Prevention auf. Gleichzeitig geraten Mandat, Kontrolle und Haftung im Zahlungsprozess neu in den Fokus.

KI-Assistenten filtern Produkte nach Budgetvorgaben – was nicht ins Preisfenster passt, wird Kunden gar nicht erst angezeigt. Felix Hoffmann, CEO des Berliner Pricing-Softwareanbieters 7Learnings, erklärt in seinem Gastbeitrag, warum Preisstrategien im Zeitalter von Agentic Commerce zum Sichtbarkeitsfaktor werden – und welche Fragen sich Händler jetzt stellen sollten.

Wer im E-Grocery operative Performance vergleicht, vergleicht oft Äpfel mit Birnen – ein einheitlicher Standard fehlt. Matthias Schu aus dem Expertenrat nennt das Kennzahlen-Kosmetik und skizziert am Beispiel des norwegischen Anbieters Oda, wie eine integrierte Fulfillment-Steuerung aussehen könnte.
Autonome KI-Agenten verändern den Checkout und werfen Fragen zur Fraud-Prevention auf. Gleichzeitig geraten Mandat, Kontrolle und Haftung im Zahlungsprozess neu in den Fokus.

Die Deutsche Post hat ihr Einwurf-Einschreiben nach einer juristischen Schlappe umgestellt, meldet Haendlerbund.de. Das Bundesarbeitsgericht hatte dem Verfahren den Status als sicherer Zustellnachweis aberkannt, weil Zustellkräfte die Unterschrift schon vor dem eigentlichen Einwurf leisteten. Laut Neuer Juristischer Wochenschrift verlange die Post nun eine zweite digitale Bestätigung des tatsächlichen Einwurfs per Unterschrift. Ob das reparierte Verfahren nun gerichtsfest sei, müssten künftige Urteile zeigen.

Temu hat sein System zum Schutz geistigen Eigentums ausgebaut und überwacht inzwischen laut eigenem Bericht über 15.000 Marken, das sind dreimal so viele wie im Vorjahr, meldet Haendlerbund.de. Das Verhältnis proaktiver zu reaktiver Entfernungen sei von 200:1 auf 331:1 gestiegen, man habe über 16.000 Shops wegen Marken- oder Urheberrechtsverstößen geschlossen. Der Zeitpunkt des Berichts spreche Bände: Ende Mai habe die EU-Kommission 200 Mio. Euro Bußgeld wegen mangelhafter Risikobewertung verhängt; bis Ende August müsse Temu einen akzeptablen Aktionsplan liefern.

Chinas Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal nur um 4,3 Prozent und verfehlte damit die Erwartungen, meldet Tagesschau.de. Es sei das schwächste Quartal seit Ende 2022. Zwar hätten Industrie und Exporte (plus 27 Prozent) robust zugelegt, doch würde die Binnennachfrage kränkeln: Der Einzelhandel wuchs im Halbjahr magere 1,3 Prozent, die Immobilieninvestitionen sackten um 18 Prozent ab.

Die Wagner eCommerce Group, Betreiberin mehrerer spezialisierter Online-Shops und digitaler Marken, beauftragt Element Logic mit der Automatisierung ihrer Intralogistik, meldet Technische-Logistik.net. Kern der neuen Anlage sei ein Autostore-System mit 50.000 Behälterstellplätzen, in dem 48 Roboter die Lagerbewegungen übernähmen. Kommissioniert werde an acht Stationen, zwei davon als vollautomatische Roboterzellen. Die modular erweiterbare Anlage soll im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein.

Amerikanische Ladenbetreiber, die bereits Shopify nutzen, können ihr Sortiment über einen neuen Verkaufskanal im „Shopify App Store“ auf dem Doordash-Marktplatz anbieten – ohne separates Onboarding, manuelle Uploads oder Betriebsunterbrechung, so das Unternehmen. Kundschaft aus der Nachbarschaft bekäme die Ware dann auf Bestellung geliefert. Die Einrichtung dauere Tage statt Wochen, Bestände glichen sich in Echtzeit ab. Eine internationale Expansion sei in den kommenden Monaten geplant.

Amerikanische Ladenbetreiber, die bereits Shopify nutzen, können ihr Sortiment über einen neuen Verkaufskanal im „Shopify App Store“ auf dem Doordash-Marktplatz anbieten – ohne separates Onboarding, manuelle Uploads oder Betriebsunterbrechung, so das Unternehmen. Kundschaft aus der Nachbarschaft bekäme die Ware dann auf Bestellung geliefert. Die Einrichtung dauere Tage statt Wochen, Bestände glichen sich in Echtzeit ab. Eine internationale Expansion sei in den kommenden Monaten geplant.
© Black Forest Labs / FluxDie Wagner eCommerce Group, Betreiberin mehrerer spezialisierter Online-Shops und digitaler Marken, beauftragt Element Logic mit der Automatisierung ihrer Intralogistik, meldet Technische-Logistik.net. Kern der neuen Anlage sei ein Autostore-System mit 50.000 Behälterstellplätzen, in dem 48 Roboter die Lagerbewegungen übernähmen. Kommissioniert werde an acht Stationen, zwei davon als vollautomatische Roboterzellen. Die modular erweiterbare Anlage soll im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein.
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