3D-Illustration zu KI-Suche, digitalem Euro, Rechnungskauf und E-Commerce-Trends

Händler setzen auf KI-Agenten – ihre Kunden aber nicht

Neun von zehn befragten Händlern messen Agentic Commerce in zehn Jahren eine hohe Relevanz bei. Im Einsatz sind KI-Agenten bislang selten, es fehlt an Personal und Daten. Eine EHI-Befragung zeigt zudem eine Lücke bei der Frage, wer künftig den Kundenzugang kontrolliert.

David Wöllenstein4 Min.

Aktuelle Beiträge

Freitag, 11. September 2026
Dopamin-Shops simulieren das Shoppen
© Black Forest Labs / Flux

Dopamin-Shops simulieren das Shoppen

„Dopamin-Shops“ simulieren das komplette Online-Einkaufserlebnis vom Stöbern über den Warenkorb bis hin zur Sendungsverfolgung, ohne dass am Ende ein Paket ankommt oder der Kontostand belastet wird, berichtet LZ.de. Der Trend käme aus Südkorea und simuliere den Spaß am Online-Shopping, der über das Besitzen eines neuen Produkts hinaus reiche. Allerdings sei dies keine Therapie für Kaufsüchtige, weil die professionellen Produktbilder und Shop-Oberflächen die Sucht sogar anheizen könnten: Ein Klick und schon sei man beim kostenpflichtigen Original.

Redaktion11.09.262 Min.
Mann tankt sein Auto an einer Tankstelle, Symbolbild für steigende Energiepreise
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Inflation bei 2,9 Prozent

Die Inflationsrate kletterte im August auf 2,9 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Treiber bleibe die Energie mit 10,5 Prozent Aufschlag: Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 27,7 Prozent, leichtes Heizöl sogar um 49,6 Prozent. Für den Online-Handel zählt eher das Kleingedruckte: Gebrauchsgüter legten nur um ein Prozent zu, Haushaltsgeräte kosteten 1,9 Prozent weniger, Unterhaltungselektronik 2,8 Prozent.

Redaktion11.09.263 Min.
Illustration: vernetztes Objekt mit Sicherheitslücke, Countdown-Ring und noch dunkle Meldeplattform
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Cyber Resilience Act startet im Dunkeln

Ab heute greift der Cyber Resilience Act, doch nur 29 Prozent der Unternehmen in Deutschland wissen, was das für sie bedeutet, so eine Bitkom-Umfrage. 38 Prozent hätten vom Gesetz gehört, aber ohne die Folgen einschätzen zu können, 28 Prozent kennen es gar nicht. Hersteller von Software und vernetzten Geräten müssen aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken und schwere Vorfälle binnen 24 Stunden auf einer zentralen EU-Plattform melden, nach 72 Stunden nachlegen und einen Abschlussbericht liefern. Allerdings starte auch die zentrale EU-Meldeplattform erst heute, Probeläufe würden also ausfallen.

Redaktion11.09.262 Min.
Zusteller lässt sich digitale Identität per EUDI-Wallet an der Wohnungstür zeigen
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Deutsche EUDI-Wallet im Zeitplan

Die deutsche EUDI-Wallet „d-you“ soll nach aktuellem Plan im Januar 2027 starten, meldet BEVH.org. Deutschland liege im Zeitplan. Die einfachere Verifizierung von Identitäten drücke Abbruchraten und Betrugsrisiken rund um den Checkout. Die Akzeptanzpflicht für Händler sehe der Verband zwar durchaus kritisch, erwarte aber langfristig Vorteile: Sicherer Zahlungsverkehr, schlankere Kundenprüfung. Nun müssten vor allem Logistiker die Wallet auf der letzten Meile nutzen, damit beispielsweise Medikamente oder teure Waren sicherer beim Empfänger ankommen könnten.

Redaktion11.09.262 Min.
Verkäuferin berät Kundin persönlich im Laden, während KI im Hintergrund Bestände verwaltet
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KI darf rechnen, beraten soll weiter der Mensch

Kunden akzeptieren Künstliche Intelligenz im Handel vor allem im Maschinenraum, zitiert Retail-News.de eine Studie IFH Förderer. Für den Einsatz in Bestandsmanagement, Logistik und Absatzprognosen votieren je 84 Prozent der befragten Verbraucher, für KI in Beratung und Kundenservice aber nur 45 Prozent. Chatbots würden inzwischen mehr als die Hälfte nutzen, bei den 16- bis 29-jährigen sogar drei Viertel; trotzdem wünschten sich 58 Prozent mehr echte, zwischenmenschliche Begegnungen.

Redaktion11.09.262 Min.
Kurier packt Lebensmittel, Tierfutter und Elektronik in Lieferrucksack im Laden
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Wolt füllt seine Warenkörbe aus dem Einzelhandel

Wolt wandelt sich vom Restaurantlieferdienst zum Einkaufskanal des stationären Handels, berichtet Retail-News.de. Mehr als ein Viertel des weltweiten Umsatzes stamme inzwischen aus dem Einzelhandel. So sei der Wert georderter Lebensmittel 2025 um 46 Prozent gestiegen, fast die Hälfte der Körbe fasse mindestens zehn Artikel. Elektronik, Tierbedarf sowie Gesundheit und Beauty hätten ihren Umsatzanteil seit 2022 mehr als verdreifacht.

Redaktion11.09.262 Min.
Mitarbeiterin übergibt Paket an Kunden am Ladencounter eines Paketshops in Irland
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drop2shop deckt jetzt ganz Irland ab

drop2shop betreibt inzwischen mehr als 1.000 Paketshops in Irland und deckt damit jede Grafschaft der Republik ab, berichtet Channelx.world. Zuletzt kamen Galway und Limerick dazu, bis Monatsende peilt der Dienstleister 1.200 Standorte an. Entscheidend seit ein neues Logistikzentrum am Dubliner Airport Business Park: 15 Mio. Euro Investition, rund 9.300 Quadratmeter, 30 Ladetore. Dort wolle das Unternehmen 150 Stellen schaffen.

Redaktion11.09.262 Min.
Illustration: Firma über wenige dicke Kabel mit Schloss an große Servertürme gekoppelt, ein Kabel lose
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Deutschland hängt am stärksten an fremder Technik

Kein Land hängt so stark an wenigen Technologieanbietern wie Deutschland: 94 Prozent der Unternehmen stecken in Abhängigkeiten von ausländisch oder extern kontrollierten Lieferketten; der weltweite Durchschnitt liege bei 86 Prozent, berichtet Haendlerbund.de. Nur 14 Prozent hätten vollen Überblick über ihre technischen Verflechtungen. Ein Anbieterwechsel bei kritischen Systemen dauere bei mehr als einem Drittel länger als zwölf Monate, aber jedes zehnte Unternehmen sehe sowieso keine Alternative.

Redaktion11.09.263 Min.
Illustration: KI-Agent wartet vor halb geöffneter Ladentür, Sanduhr symbolisiert Zögern des Handels
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Agentic Commerce: Der Handel vertagt sich

Beim Thema Agentic Commerce steckt der Handel noch in der Orientierungsphase, zeigt eine Studie des EHI. Rund sechs von zehn Handelsunternehmen befassten sich mit weitgehend autonomen Kaufsystemen, gut elf Prozent nutzten bereits konkrete Anwendungen, aber 40 Prozent würden für sich keinen sinnvollen Einsatz sehen. Wer einen eigenen Agenten plane, ziele vor allem auf Konversionen und Personalisierung. Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen hielten Investitionen gegenwärtig für wahrscheinlich, doch drei Viertel rechneten damit erst in den nächsten zehn Jahren.

Redaktion11.09.263 Min.
Frau scannt an der Supermarktkasse eine Treuekarte, im Hintergrund Regale
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Neun von zehn Briten sammeln Punkte

Neun von zehn Briten gehören mindestens einem Treueprogramm an, berichtet Channelx.world. Im vergangenen Jahr hätten sie Prämien im geschätzten Wert von 4,43 Mrd. Pfund eingelöst. Im Schnitt sammle jeder in zwölf Programmen, meist bei Supermärkten (87 Prozent) und Filialisten (66 Prozent). 40 Prozent wollten so die Alltagskosten senken, 21 Prozent behandelten ihre Punkte als Rücklage. Wer seine Treue einlöse, spare dadurch durchschnittlich 132,30 Pfund im Jahr.

Redaktion11.09.263 Min.
Illustration: leeres Fotostudio-Equipment neben schwebender Glasfläche mit generiertem Modebild
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Scayle spart About You acht Mio. Euro

Rund 90 Prozent seiner E-Commerce-Bildproduktion wickelt About You inzwischen über die virtuellen Fotoshootings von Scayle ab, berichtet Fashionunited.de. Die Produktionskosten seien dadurch um etwa 90 Prozent gesunken, die jährliche Ersparnis liege bei mehr als acht Mio. Euro. Ein A/B-Test habe für die KI-Bilder 9,2 Prozent mehr Bruttowarenvolumen und 5,1 Prozent mehr Warenkorb-Klicks ergeben. Zur Kundschaft der About-You-Tochter Scayle zählten mehr als 100 Marken, darunter s.Oliver Group, Betty Barclay Group und Goldner Fashion.

Redaktion10.09.263 Min.

Gerade angesagt

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Frau verschließt ein Paket mit Klebeband an einem Packtisch zwischen Regalen mit Versandkartons.
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Verpackungsverordnung PPWR: Für kleine Onlinehändler endet das Cross-Border-Geschäft

Seit dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Sie soll Verpackungsmüll senken und die bislang zersplitterten nationalen Vorschriften durch ein einheitliches Regelwerk ersetzen. In der Praxis berichten Händlerverbände und einzelne Shopbetreiber jedoch von neuen Dokumentations- und Registrierungspflichten – mit der Folge, dass manche kleine Händler den Versand ins EU-Ausland einstellen.

David Wöllenstein12.08.267 Min.

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Kundin vergleicht im US-Geschäft Weihnachtsgeschenke am Regal mit ihrem Smartphone
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Weihnachten in den USA: Eine Bio. Dollar Umsatz

Dieses Jahr überschreitet der amerikanische Handel im November und Dezember, Holiday Season, wohl die Marke von einer Bio. Dollar, zitiert Retaildive.com eine Umfrage von Bain & Company. Das erwartete Plus dürfte somit bei 4,5 Prozent liegen, auch wenn es zur Hälfte der Inflation geschuldet sei. Der stationäre Handel könne 2,5 Prozent zulegen, der Online-Handel hingegen neun Prozent. Diesen Winter hätte sich jeder vierte Befragte vorgenommen, seine Geschenksuche auf KI-Plattformen zu starten.

Redaktion10.09.262 Min.
Mitarbeiterin verpackt Online-Bestellung im Versandraum eines britischen Luxuskaufhauses
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Harvey Nichols verkauft wieder online

Weniger als einen Monat nach der Übernahme durch die Frasers Group verkauft Harvey Nichols wieder online, berichtet Retail-News.de. Nach der Transaktion vom 13. August sei der Online-Shop des britischen Luxuskaufhauses bisher offline gewesen. Vor der Insolvenz habe Harvey Nichols im Geschäftsjahr bis März 2025 rund 105 Mio. Pfund Verlust nach Steuern geschrieben. Wie eng die Einbindung in den neuen Mutterkonzern ausfalle, zeige das beworbene Zahlungsmodell „Frasers Plus“: Einkäufe ließen sich damit auf drei zinsfreie Raten verteilen.

Redaktion10.09.263 Min.
Frau untersucht zuhause einen bestellten Haarstyler auf Echtheit nach Fälschungsverdacht
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Wish haftet als Täter für chinesische Fake-Produkte

Das OLG Hamburg verurteilt den Marktplatz Wish wegen gefälschter GHD-Produkte als Täter, meldet Haendlerbund.de. Die gefälschten Angebote pseudonymer Anbieter hätten, im normalen Wish-Seitenlayout, Markennamen von GHD getragen, doch für Käufer sei unklar geblieben, wer der Verkäufer war. Dadurch stelle Wish selber eine Echtheitsbehauptung auf, obwohl die Fälschung offensichtlich gewesen sei: Ware im Wert von 200 bis 300 Euro sei für rund 35 Euro angeboten worden. Die Hairstyling-Marke GHD bekomme Schadensersatz sowie Auskunft über Anbieter und Umsätze.

Redaktion10.09.263 Min.
Illustration: gestapelte Projekt-Würfel stauen sich vor einem Glastor, nur einer schafft den Durchbruch
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85 Prozent der KI-Projekte im Marketing floppen

KI steht bei Marketingentscheidern im DACH-Raum ganz oben auf der Prioritätenliste, doch bis zu 85 Prozent der Projekte scheitern, zitiert T3N.de den „Marketing Tech Monitor 2026“. Hauptgründe seien lückenhaftes fachliches Verständnis (56 Prozent) und zu viele parallele Projekte. Allein 2026 summierten sich die so sinnlos investierten IT-Ausgaben im DACH-Raum auf über 21 Mrd. Euro. 45 Prozent der Unternehmen kämen nie über die Pilotphase hinaus.

Redaktion10.09.263 Min.
Frau verpackt Paket im Versandlager – Schweizer Online-Shops verlangen wieder öfter Versandkosten
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Schweizer E-Commerce liefert kaum mehr gratis

Nur noch gut jeder achte große Schweizer Online-Shop liefert unabhängig vom Bestellwert kostenlos, berichtet ITMagazine.ch. Bei sechs von 49 untersuchten Anbietern entfalle die Gebühr komplett, bei 32 erst ab einem Schwellenwert, elf verlangten sie immer. Der Versandkosten lägen stabil bei durchschnittlich 6,45 Franken. Statt Gratisversand wolle man mit Tempo locken: 24 Shops würden am nächsten Tag liefern, 2023 waren es nur elf.

Redaktion10.09.262 Min.

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