Reddit & AI Visibility und die aktuelle Bedeutung für Marken & Händler

Reddit & AI Visibility und die aktuelle Bedeutung für Marken & Händler

Reddit galt als sicherste Karte für Sichtbarkeit in KI-Antworten – bis ChatGPT die Plattform im August fast aus seinen Zitaten strich. Markus Caspari, Managing Partner bei Dentsu und Mitglied des Etailment.de-Expertenrats, ordnet ein, was an dem Bedeutungsverlust dran ist und warum Händler ihre GEO-Strategie nicht an einer einzelnen Plattform ausrichten sollten.

Markus Caspari9 Min.

Aktuelle Beiträge

Donnerstag, 10. September 2026
Illustration: leeres Fotostudio-Equipment neben schwebender Glasfläche mit generiertem Modebild
© Black Forest Labs / Flux

Scayle spart About You acht Mio. Euro

Rund 90 Prozent seiner E-Commerce-Bildproduktion wickelt About You inzwischen über die virtuellen Fotoshootings von Scayle ab, berichtet Fashionunited.de. Die Produktionskosten seien dadurch um etwa 90 Prozent gesunken, die jährliche Ersparnis liege bei mehr als acht Mio. Euro. Ein A/B-Test habe für die KI-Bilder 9,2 Prozent mehr Bruttowarenvolumen und 5,1 Prozent mehr Warenkorb-Klicks ergeben. Zur Kundschaft der About-You-Tochter Scayle zählten mehr als 100 Marken, darunter s.Oliver Group, Betty Barclay Group und Goldner Fashion.

Redaktion10.09.263 Min.
Kundin vergleicht im US-Geschäft Weihnachtsgeschenke am Regal mit ihrem Smartphone
© Black Forest Labs / Flux

Weihnachten in den USA: Eine Bio. Dollar Umsatz

Dieses Jahr überschreitet der amerikanische Handel im November und Dezember, Holiday Season, wohl die Marke von einer Bio. Dollar, zitiert Retaildive.com eine Umfrage von Bain & Company. Das erwartete Plus dürfte somit bei 4,5 Prozent liegen, auch wenn es zur Hälfte der Inflation geschuldet sei. Der stationäre Handel könne 2,5 Prozent zulegen, der Online-Handel hingegen neun Prozent. Diesen Winter hätte sich jeder vierte Befragte vorgenommen, seine Geschenksuche auf KI-Plattformen zu starten.

Redaktion10.09.262 Min.
Mitarbeiterin verpackt Online-Bestellung im Versandraum eines britischen Luxuskaufhauses
© Black Forest Labs / Flux

Harvey Nichols verkauft wieder online

Weniger als einen Monat nach der Übernahme durch die Frasers Group verkauft Harvey Nichols wieder online, berichtet Retail-News.de. Nach der Transaktion vom 13. August sei der Online-Shop des britischen Luxuskaufhauses bisher offline gewesen. Vor der Insolvenz habe Harvey Nichols im Geschäftsjahr bis März 2025 rund 105 Mio. Pfund Verlust nach Steuern geschrieben. Wie eng die Einbindung in den neuen Mutterkonzern ausfalle, zeige das beworbene Zahlungsmodell „Frasers Plus“: Einkäufe ließen sich damit auf drei zinsfreie Raten verteilen.

Redaktion10.09.263 Min.
Frau untersucht zuhause einen bestellten Haarstyler auf Echtheit nach Fälschungsverdacht
© Black Forest Labs / Flux

Wish haftet als Täter für chinesische Fake-Produkte

Das OLG Hamburg verurteilt den Marktplatz Wish wegen gefälschter GHD-Produkte als Täter, meldet Haendlerbund.de. Die gefälschten Angebote pseudonymer Anbieter hätten, im normalen Wish-Seitenlayout, Markennamen von GHD getragen, doch für Käufer sei unklar geblieben, wer der Verkäufer war. Dadurch stelle Wish selber eine Echtheitsbehauptung auf, obwohl die Fälschung offensichtlich gewesen sei: Ware im Wert von 200 bis 300 Euro sei für rund 35 Euro angeboten worden. Die Hairstyling-Marke GHD bekomme Schadensersatz sowie Auskunft über Anbieter und Umsätze.

Redaktion10.09.263 Min.
Illustration: gestapelte Projekt-Würfel stauen sich vor einem Glastor, nur einer schafft den Durchbruch
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85 Prozent der KI-Projekte im Marketing floppen

KI steht bei Marketingentscheidern im DACH-Raum ganz oben auf der Prioritätenliste, doch bis zu 85 Prozent der Projekte scheitern, zitiert T3N.de den „Marketing Tech Monitor 2026“. Hauptgründe seien lückenhaftes fachliches Verständnis (56 Prozent) und zu viele parallele Projekte. Allein 2026 summierten sich die so sinnlos investierten IT-Ausgaben im DACH-Raum auf über 21 Mrd. Euro. 45 Prozent der Unternehmen kämen nie über die Pilotphase hinaus.

Redaktion10.09.263 Min.
Frau verpackt Paket im Versandlager – Schweizer Online-Shops verlangen wieder öfter Versandkosten
© Black Forest Labs / Flux

Schweizer E-Commerce liefert kaum mehr gratis

Nur noch gut jeder achte große Schweizer Online-Shop liefert unabhängig vom Bestellwert kostenlos, berichtet ITMagazine.ch. Bei sechs von 49 untersuchten Anbietern entfalle die Gebühr komplett, bei 32 erst ab einem Schwellenwert, elf verlangten sie immer. Der Versandkosten lägen stabil bei durchschnittlich 6,45 Franken. Statt Gratisversand wolle man mit Tempo locken: 24 Shops würden am nächsten Tag liefern, 2023 waren es nur elf.

Redaktion10.09.262 Min.
Illustration: Original-Onlineshop wird als Fake-Shop geklont, Kreditkarten­daten fließen zu Server ab
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Größtes Fakeshop-Netzwerk aufgedeckt

Das „Doppelcart“ getaufte kriminelle Netzwerk betreibt 119.000 Fakeshops, zitiert Golem.de Erkenntnisse des Münchner Start-ups Nebty. Die Online-Shops kopierten die Produktkataloge echter Händler samt Bildern und würden Rabatte um bis zu 65 Prozent anbieten. Geliefert werde nie, Supportanfragen landeten beim Original. 2,7 Prozent aller Shops unter der Domain „.shop“ gehörten zu Doppelcart. Händler könnten in der Datenbank von Netbty prüfen, ob sie betroffen sind. Betrugsfälle sollten der Polizei angezeigt werden.

Redaktion10.09.262 Min.
Technikerin kontrolliert Meerwasser-Kühlleitungen in Rechenzentrum-Pumpenhalle in Finnland
© Black Forest Labs / Flux

Google investiert 15 Mrd. Dollar in Finnland

Google steckt rund 15,1 Mrd. Dollar in Finnlands KI- und Digitalinfrastruktur, die bislang größte Einzelinvestition des Konzerns in Europa, berichtet Techradar.com. Das Geld fließe über zwei Jahre nicht nur in Rechenzentren, sondern auch in Netzausbau, Ökostromprojekte und Batteriespeicher. Kühles Klima und kohlenstoffarmer Strom machten Finnland für Hyperscaler attraktiv. In Hamina beispielsweise kühle Meerwasser die Server, die Abwärme heize die Nachbargebäude.

Redaktion10.09.262 Min.
Illustration: KI-Agent zahlt mit Einmalkarte, während Daten am Sicherheits-Check vorbeigleiten
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Metas KI-Agent „Muse“ kauft jetzt auch ein

Meta hat den KI-Agenten „Muse“ vorgestellt, der eigenständig einkaufen, Reisen buchen und verhandeln können soll, berichtet Golem.de. Für Zahlungen nutze er Stripes System „Link“ mit Einmal-Kreditkarten; Anbindungen an Shopifys „Shop Pay“ und 1Password seien in Vorbereitung. Der Agent laufe in einer virtuellen Maschine in Metas Cloud, vorerst nur in den USA. Ein separates Programm namens „Sentinel“ prüfe alle ausgehenden Aktivitäten. Testversionen luden laut Reuters dennoch vertrauliche Daten ohne Erlaubnis hoch.

Redaktion10.09.262 Min.
Illustration: Bitcoin-Münze mit abgetrenntem Viertel als Symbol für neue 25-Prozent-Steuer
© Black Forest Labs / Flux

Kryptogewinne verlieren ihre Steuerfreiheit

Kryptogewinne verlieren ihr Steuerprivileg: Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf vorbereitet, der Gewinne aus Bitcoin, Ether und anderen digitalen Assets ab 2028 mit 25 Prozent Abgeltungsteuer belegt, berichtet Golem.de. Betroffen seien alle Bestände, die Anleger nach dem 1. Januar 2027 kaufen, die Freigrenze von 1.000 Euro bleibe aber bestehen. Das Ministerium rechne mit 350 Mio. Euro Mehreinnahmen.

Redaktion10.09.262 Min.
Mitarbeiter scannt Pakete an Förderband in niederländischem Fulfillment-Lager
© Black Forest Labs / Flux

Bol erhöht den Vorsprung auf Amazon

Bol hat seinen Vorsprung auf Amazon.nl im vergangenen Jahr ausgebaut, berichtet Ecommercenews.eu unter Berufung auf ein ECDB-Ranking. Der niederländische Marktführer sei um 12,0 Prozent auf 5,81 Mrd. Euro Bruttowarenwert gewachsen, Amazon.nl hingegen nur um 2,7 Prozent auf 3,31 Mrd. Euro. Der Abstand weite sich damit von knapp 61 auf über 75 Prozent aus. Aliexpress erreiche mit 1,81 Mrd. Euro erstmals Rang drei und gewinne weiter Anteile, mit Coolblue.nl und AH.nl folgten in den Top 5 noch zwei niederländische Anbieter.

Redaktion10.09.263 Min.

Gerade angesagt

Alle ansehen
Frau verschließt ein Paket mit Klebeband an einem Packtisch zwischen Regalen mit Versandkartons.
© Black Forest Labs / Flux

Verpackungsverordnung PPWR: Für kleine Onlinehändler endet das Cross-Border-Geschäft

Seit dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Sie soll Verpackungsmüll senken und die bislang zersplitterten nationalen Vorschriften durch ein einheitliches Regelwerk ersetzen. In der Praxis berichten Händlerverbände und einzelne Shopbetreiber jedoch von neuen Dokumentations- und Registrierungspflichten – mit der Folge, dass manche kleine Händler den Versand ins EU-Ausland einstellen.

David Wöllenstein12.08.267 Min.

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Weitere Beiträge

Elektrikerin prüft Verteilerschrank auf einer Rechenzentrum-Baustelle in den USA
© Black Forest Labs / Flux

KI entlässt Verwalter und stellt Elektriker ein

Künstliche Intelligenz kostet in den USA weniger Jobs, als sie schafft, berichtet ITMagazine.ch mit Verweis auf den „Economist“. Im Kundenservice sei die Beschäftigung seit Januar 2023 um 10 Prozent gesunken, in Sekretariat und Verwaltung sogar um rund 15 Prozent. Der Bau von Rechenzentren habe seit 2023 aber rund 320.000 gut bezahlte Stellen geschaffen für Elektriker, Klimatechniker und Netzwerkspezialisten. Die Arbeitslosenquote in den USA habe im August bei 4,1 Prozent gelegen, was für die Staaten vergleichsweise niedrig sei.

Redaktion10.09.262 Min.
Lehrer zeigt einem Schüler eine Stelle im aufgeschlagenen Buch an einem Tisch im Klassenzimmer.
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PISA-Werte sinken weiter

Die PISA-Leistungen sind auf einen historischen Tiefstand gesunken, meldet das Ifo-Institut. Wer heute schlechter lese und rechne, verdiene im Erwerbsleben drei bis vier Prozent weniger als der Jahrgang von 2022; gegenüber 2018 sogar neun bis zehn Prozent. Gesamtwirtschaftlich summiere sich das auf Beträge in Billionenhöhe. Schwächere Basiskompetenzen senkten die Produktivität, führten in Berufe mit geringer Wertschöpfung und bremsten die Innovationskraft.

Redaktion09.09.262 Min.
Mann sitzt am Steuer eines Autos und blickt auf ein Smartphone; im Hintergrund ist eine belebte Straße.
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Uber verlässt Nigeria und Uganda

Uber hat den Betrieb in Nigeria und Uganda mit sofortiger Wirkung eingestellt, berichtet Heise.de. Nigerias Wettbewerbsbehörde FCCPC prüfe nun, ob der Konzern Kunden mit unerfüllten Leistungen und offenen Verpflichtungen zurücklasse. Eine Begründung für den Abgang liefere Uber nicht. In Ägypten, Ghana, Kenia und Südafrika liefe der Betrieb weiter. Zeitgleich streiche der Konzern weltweit rund zehn Prozent der Stellen und schiebe sein Robotaxi-Geschäft an.

Redaktion09.09.263 Min.
Glasillustration: Ein Kontrollbogen prüft ein Software-Symbol; dahinter steht eine schemenhafte Person.
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Signiert ist nicht verifiziert: Lücke im Agentenhandel

Die neuen Signaturverfahren für Einkaufsagenten von Visa, Mastercard und Stripe weisen die Software aus, nicht den Menschen dahinter, berichtet Retaildive.com. Wer nur den Boten prüfe, kenne den Absender nicht. Auf Marktplätzen betreffe die Lücke beide Seiten: Auch Verkäufer-, Host- und Fahrerkonten ließen sich automatisiert betreiben. Händler sollten deshalb ihren unverifizierten Bestand durchzählen, Agentenaktivität an geprüfte Personen binden, die Verifizierung wiederholbar halten und den Agenten-Traffic getrennt messen. Ein fälschlich blockierter Agent tauche in keiner Betrugsstatistik auf, sondern im abgebrochenen Warenkorb.

Redaktion09.09.262 Min.

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