KI-Agenten im Category Management: „Dort wartet die Marge schon heute“

KI-Agenten im Category Management: „Dort wartet die Marge schon heute“

David Wöllenstein

Aktuelle Beiträge

Mittwoch, 4. November 2026
Foto: Lagerarbeiterin legt Obst und Gemüse in eine grüne Lieferkiste, Getränkekisten im Hintergrund
© OpenAI

Flaschenpost verdoppelt Lebensmittelangebot und senkt die Preise

Die Flaschenpost verdoppelt laut Pressemitteilung ihr Lebensmittelsortiment auf 8.000 Artikel. Der Online-Supermarkt beziehe dafür künftig Ware von Kaufland, darunter Eigenmarken wie K-Classic. Am stärksten wachse das Frischeangebot: Die Auswahl an Obst, Gemüse und Fleisch habe sich mehr als verdoppelt. Einzelne Kategorien wie Obst und Gemüse verbillige das Unternehmen um über 20 Prozent. Der 2016 als Getränkelieferdienst gestartete Händler erreiche inzwischen über 40 Prozent der deutschen Haushalte.

Redaktion04.11.262 Min.
Illustration: KI schlägt Produkte vor, ein menschlicher Finger bestätigt den Einkauf.
© OpenAI

Stöbern ja, bezahlen nein: Kunden halten KI an der Leine

US-Kunden lassen sich im Weihnachtsgeschäft von KI beraten, das Bezahlen wickeln sie aber selbst ab, berichtet Retaildive.com. Eine Umfrage von William Blair zeige, dass fast zwei Drittel KI als Preisdetektiv einsetzen, umso eifriger, je höher das Haushaltseinkommen liege. Eine Mehrheit wolle der Software jedoch keinen Kauf ohne eigene Prüfung überlassen und ihr keine Bank- oder Kreditkartendaten anvertrauen. Gartner zufolge sei ein Drittel offen für KI-Geschenktipps, der Anteil tatsächlicher Nutzer liege aber erst bei 13 Prozent.

Redaktion04.11.263 Min.
Foto: Kamera auf Stativ in hellem Studio, daneben ein Crewmitglied am Licht und ein Equipmentkoffer.
© OpenAI

Amazon hadert mit der Investitionspflicht

Die geplante Investitionspflicht, die Sender und Streamingdienste zu Ausgaben für Film- und Serienproduktionen zwingen soll, kommt diese Woche doch nicht abschließend in den Kulturausschuss, berichtet Dwdl.de. Die Regierungsparteien seien offenbar weiter uneins. Die Motion Picture Association, Verband internationaler Anbieter, legt eine selbst beauftragte Umfrage vor: Demnach sei jeder fünfte Befragte dafür, doppelt so viele seien dagegen. Allerdings habe weniger als ein Drittel zuvor davon gehört. Amazons Deutschland-Chef Rocco Bräuniger warnt, das Gesetz schrecke Investitionen eher ab.

Redaktion04.11.263 Min.
Foto: Person verpackt ein kleines Geschenk und hält ein Smartphone neben einem Karton am hellen Küchentisch.
© OpenAI

Gratis schlägt schnell: Kunden warten lieber für weniger Porto

Laut Studien von Scurri nehmen zwei Drittel der britischen Kunden im Weihnachtsgeschäft längere Lieferzeiten in Kauf, wenn der Versand dafür günstiger oder gratis ausfällt, berichtet Channelx.world. Gratisversand sei 61 Prozent wichtig, die Lieferung am Folgetag nur 29 Prozent. Mehr als Tempo zähle Verlässlichkeit: Fast die Hälfte verzeihe Verspätungen, wenn der Händler sie ankündige. 58 Prozent der Händler wollten die Lieferlogistik per KI steuern, doch 88 Prozent der Kunden bestünden auf einem menschlichen Ansprechpartner.

Redaktion04.11.262 Min.
Illustration: Ein Geschäft bietet über einen Zahlungsanbieter verschiedene Zahlungsoptionen an.
© OpenAI

Klarna klopft über Mollie bei 350.000 Händlern an

Klarna baut die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Zahlungsdienstleister Mollie aus und erhält so Zugang zu 350.000 Händlern in 26 Märkten, berichtet Boerse-Express.com. Im Paket stecke ein verbessertes Streitfallmanagement samt Fremdwährungsfunktionen für Kunden, nutzbar über jede Mollie-Anbindung von API bis Plug-in. Wer Klarna bereits über Mollie anbietet, erhalte die Neuerungen automatisch. Ein neuer Händler könne Komplettzahlung, drei zinsfreie Raten oder Finanzierung binnen Minuten freischalten, ohne Entwicklungsaufwand und Zusatzvertrag.

Redaktion04.11.262 Min.
Foto: Frau mit Smartphone legt Geschenkbox neben Versandpakete auf einen hellen Wohnzimmertisch.
© OpenAI

Weihnachtsgeschäft: Online-Handel wächst doppelt so schnell

Der deutsche Online-Handel steigert seinen Weihnachtsumsatz nominal um 4,1 Prozent auf 23,1 Mrd. Euro, prognostiziert der HDE. Der gesamte Einzelhandel lege im November und Dezember nur um zwei Prozent auf 129,2 Mrd. Euro zu. Im Nicht-Lebensmittelhandel stelle sich dennoch eine Mehrheit von 56 Prozent auf ein schwächeres Geschäft als im Vorjahr ein. Beim Geschenkebudget herrsche Stillstand: Jeder plane im Schnitt 262 Euro ein – einen Euro weniger als 2025.

Redaktion04.11.262 Min.
Foto: Kunde übergibt in einem Paketshop ein versandfertiges Paket an eine Mitarbeiterin mit Handscanner.
© OpenAI

Hermes zieht den Weihnachts-Schlussstrich am 19. Dezember

Private Weihnachtspakete innerhalb Deutschlands müssen bis 19. Dezember im Hermes-Paketshop liegen, meldet Haendlerbund.de. Für Pakete ins EU-Ausland nenne Hermes den 14. Dezember als Richtwert. An Spitzentagen der Cyber Week erwarte das Unternehmen bis zu drei Mio. Sendungen, doppelt so viele wie im Sommer und mehr als im Vorjahr. Dafür stocke Hermes den Fuhrpark um rund 3.500 Fahrzeuge auf und schicke täglich bis zu 12.000 Zusteller los.

Redaktion04.11.262 Min.
Illustration: Werbearchiv mit Produktkarten und einer rot markierten Lücke.
© OpenAI

Verbraucherschützer finden in Werbearchiven vor allem Lücken

Keines der Werbearchive von sieben großen Plattformen erfüllt die Vorgaben des Digital Services Act, zeigt eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Unter der Lupe: Aliexpress, Amazon, Google, Meta, Tiktok, X und Zalando. Dabei müssten sie jede Anzeige zwölf Monate lang samt Auftraggeber archivieren. Die Suche funktioniere überall nur eingeschränkt oder gar nicht, Angaben seien teils lückenhaft oder fehlerhaft. Der Vzbv ruft die EU-Kommission zum Durchgreifen auf und verlangt Suchstandards, maschinenlesbare Pflichtangaben sowie einen Direktlink von jeder Anzeige ins Archiv.

Redaktion04.11.262 Min.

Gerade angesagt

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3D-Illustration: geordnete Datenmodule als Basis für KI im Handel
© Black Forest Labs / Flux

Teil 2 – Maschinenraum schlägt Showroom: Wo KI im Lebensmittelhandel wirklich Geld verdient

Knuspr, gurkerl und dm öffnen ihre Sortimente für KI-Agenten – ob Haushalte ihren Wocheneinkauf tatsächlich delegieren, ist offen. Im zweiten Teil skizziert Prof. Dr. Matthias Schu aus dem Etailment.de-Expertenrat zwei Szenarien für die Kundenschnittstelle und fünf Handlungsfelder für Lebensmittelhändler. Grundlage ist sein Buch „AI Disrupted“ (2026), das mit Unterstützung des Intralogistikanbieters KNAPP entstanden ist.

Matthias Schu14.10.266 Min.

Dossiers für die Praxis

Die Hintergründe zu den Nachrichten. Mit Antworten, die Ihnen im Handelsalltag weiterhelfen.

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Handscanner ist auf den Barcode des Versandetiketts auf einem Paket gerichtet
© Black Forest Labs / Flux · KI-bearbeitet

Versand & Retouren

Versandkosten steuern, Sendungen nachvollziehen und Rückgaben sauber abwickeln: eine praktische Entscheidungshilfe für Onlinehändler.

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Symbolbild: Kundin mit Smartphone neben einem geöffneten Versandkarton
© Black Forest Labs / Flux

Wero im Handel

Passt Wero in Ihren Checkout? Was Onlinehändler zu Einbindung, Konditionen und Rückzahlungen klären sollten – mit Checkliste für den Praxistest.

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6 Min. Lesezeit

Expertenrat

Einordnung und Empfehlungen von Fachleuten aus Handel, Wissenschaft und Beratung.

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Illustration: Weiße 3D-Elemente: Laden, Profilkarten, verbundenes Raster, Diagramm und Karte auf grauem Grund
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Weniger Dashboards, mehr Entscheidungen. Warum Händler ihr Reporting von Vanity Metrics befreien müssen

Mehr Daten, mehr Tools, mehr Dashboards – und trotzdem entscheidet der Handel nicht schneller. Michael Witzenleiter aus dem Etailment-Expertenrat argumentiert, dass Händler kein Daten-, sondern ein Reporting-Problem haben. Er zeigt in fünf Schritten, wie sie Vanity Metrics aus dem Management-Reporting streichen.

Michael Witzenleiter25.10.268 Min.

Gastbeiträge

Erfahrungen, Standpunkte und Impulse von Gastautorinnen und Gastautoren.

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Lokale Domain, globaler Handel: Was eine .de-Domain internationalen Händlern bringt – und was nicht
© Unsplash

Lokale Domain, globaler Handel: Was eine .de-Domain internationalen Händlern bringt – und was nicht

Rund 2,15 Millionen .de-Domains sind laut DENIC im Ausland registriert. Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Domain-Registrars united-domains, ordnet ein, was die Endung internationalen Händlern bringt. Seine zentrale Quelle, der Global Domain Report, stammt von InterNetX und Sedo, die wie united-domains zur IONOS Group gehören.

etailment29.10.264 Min.

Weitere Beiträge

Illustration: Zwei Händler erhalten über getrennte Zufahrten Zugang zu einem gemeinsamen Lager.
© OpenAI

JD.com darf Ceconomy kaufen und muss Lager teilen

Die EU-Kommission hat die Übernahme von Ceconomy durch JD.com für 2,2 Mrd. Euro genehmigt, berichtet die Financial Times. Erstmals habe Brüssel einen chinesischen Zukauf nach der Verordnung über drittstaatliche Subventionen untersucht und sei fündig gerworden: Vorzugskredite, Steuervorteile und Zuschüsse aus Peking hätten JD.com Logistik- und Technik-Know-how verschafft, mit dem die MediaMarkt-Saturn-Mutter Konkurrenten unterbieten könne. Als Ausgleich müsse JD.com zehn Jahre lang anderen Händlern Lager, Logistik und Technik zu denselben Konditionen anbieten wie Ceconomy und konzerninterne Geschäfte zu Marktpreisen abwickeln.

Redaktion04.11.262 Min.
Foto: Zwei Personen öffnen in einer hellen Küche eine Takeout-Box mit Reis, Gemüse und gegrilltem Fleisch.
© Black Forest Labs / Flux

DoorDash serviert Festpreis-Menüs für knappe Budgets

DoorDash verkauft in Teilen von mehr als 20 US-Städten Menüboxen für 12 Dollar, berichtet Businessinsider.com. Lokale Restaurants füllten sie mit Protein, Gemüse und Beilage, die Liefergebühr entfalle, die Servicegebühr schrumpe. Die Inflation bei Lebensmitteln drücke aufs Budget, doch viele Amerikaner bestellten weiter Essen nach Hause und sparten lieber anderswo. Der Lieferdienst wolle mit den Boxen Alltagsbestellungen verstetigen und Restaurants neue Kunden zuführen. Das alte Sparmenü-Prinzip: Der Preis lockt, die Zusatzbestellung zahlt.

Redaktion04.11.262 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt einen Karton an einem Packtisch mit gefalteter Kleidung und Kleiderstangen im Hintergrund.
© Black Forest Labs / Flux

Zalandos B2B wächst fünfmal schneller als der Konzern

Zalandos bereinigtes Ebit ist im dritten Quartal um 10,6 Prozent auf 107 Mio. Euro gestiegen, berichtet Drapersonline.com. Den Schub liefere das B2B-Geschäft: 28 Prozent mehr Umsatz (354 Mio. Euro), mehr als doppelt so viel bereinigtes Ebitda. Der Konzernumsatz sei dagegen um 5,1 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro gewachsen. Ab 2027 solle ein KI-Agent für Kunden selbst zur Kasse gehen; schon jetzt hole der KI-Dienst „Zalando Extended“ Ware fremder Händler in App und Website.

Redaktion04.11.262 Min.
Foto: Händlerin legt am Packtisch ein Formular neben ein Paket und prüft unscharfe Unterlagen.
© OpenAI

Amazon dehnt die Rückgabe, Rechtstexte bleiben Händlersache

Amazon verlängert die Rückgabefrist für Weihnachtseinkäufe in zehn europäischen Ländern, auch bei Marktplatz-Händlern, meldet Haendlerbund.de. Wer zwischen 1. November und 25. Dezember bestellt, könne Ware bis zum 31. Januar 2027 zurückgeben, oder binnen 30 Tagen nach Lieferung, falls das später ist. Spanien erhalte mehr Zeit, einige Kategorien in Deutschland, Italien und Frankreich weniger. Handlungsbedarf für Verkäufer bestehe laut Amazon nicht. Der Händlerbund sieht das anders: Weichen die Rechtstexte von der tatsächlichen Frist ab, drohe eine Abmahnung wegen Irreführung.

Redaktion03.11.262 Min.
Illustration: Waage mit deutschem Rechenmodul und rotem Preisschild.
© OpenAI

Deutsche KI? Gern, aber bitte nicht teurer

96 Prozent der Unternehmen würden am liebsten KI aus Deutschland nutzen, so eine Umfrage des Bitkom. Die Heimatliebe endet allerdings an der Kasse: Fast zwei Drittel seien nicht bereit, dafür mehr zu zahlen oder auf Funktionen zu verzichten. Der Anteil der Firmen, die US-Anbieter bevorzugen, sei binnen eines Jahres von 51 auf 41 Prozent gefallen, China rutsche von 18 auf zwölf Prozent ab. Frankreich hingegen klettere von 38 auf 46 Prozent und ziehe damit an den USA vorbei.

Redaktion03.11.262 Min.

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