KI-Agenten im Category Management: „Dort wartet die Marge schon heute“

KI-Agenten im Category Management: „Dort wartet die Marge schon heute“

David Wöllenstein

Aktuelle Beiträge

Donnerstag, 5. November 2026
Foto: Kundin prüft unscharfe Preisschilder auf einer Geräteverpackung im hellen Elektronikmarkt
© OpenAI

Fast jeder zweite Kunde zweifelt an Black-Friday-Rabatten

Nur 54 Prozent der Verbraucher halten Black-Friday-Preise für tatsächlich niedriger als sonst, zeigt eine Umfrage der Boston Consulting Group. Jeder Fünfte misstraue den Rabatten offen, noch etwas größer sei die Gruppe, die weniger ausgeben oder die Aktionstage auslassen wolle, denn Rabatte gebe es ohnehin ständig. Vertrauen stifte vor allem Handfestes: der Ruf des Händlers, Geld-zurück-Garantien, verifizierte Bewertungen und ein klarer Vergleich mit dem regulären Preis. Das Schlusslicht der vertrauensbildenden Maßnahmen sei Influencer-Marketing, der Hinweis auf knappe Lagerbestände schneide aber nur wenig besser ab.

Redaktion05.11.262 Min.
Foto: Person arrangiert unmarkierte Kosmetikprodukte neben einem Smartphone mit unscharfem Shoppingvideo.
© OpenAI

Estée Lauder schickt mehr Marken zu Amazon und Tiktok

Estée Lauder hat im ersten Geschäftsquartal den Umsatz um 6,7 Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar gesteigert und die Jahresprognose angehoben, berichtet Digitalcommerce360.com. Statt drei bis fünf Prozent organischem Wachstum peile der Kosmetikkonzern nun vier bis 5,5 Prozent an. Online wachse das Kosmetikunternehmen im hohen einstelligen Bereich, in Asien-Pazifik sogar zweistellig. Parallel weite es seine Präsenz auf Plattformen aus: Auf Amazon seien es inzwischen 13 Marken in 17 Märkten, auf Tiktok Shop 15 Marken in elf Märkten.

Redaktion05.11.263 Min.
Foto: Laborperson hält Stoffprobe neben einer bunten Kinderjacke auf sauberem Prüftisch
© OpenAI

Ewigkeitschemikalien in Kinderjacken: DUH verklagt Shein

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat laut Pressemitteilung Shein vor dem Landgericht Berlin verklagt. Labortests im Auftrag der DUH hätten in Shein-Textilien, vor allem in Kinder- und Jugendjacken, Überschreitungen der EU-Grenzwerte für PFAS-Ewigkeitschemikalien ergeben – bei einer Kapuzenjacke um mehr als das 12.000-Fache. Shein habe die Artikel aus dem Sortiment genommen, verweigere aber eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Von Bundesumweltminister Carsten Schneider fordere die DUH, „Ultra-Fast-Fashion“ mit dem geplanten Textilgesetz auszubremsen.

Redaktion05.11.263 Min.
Foto: Frau verschließt an einem hellen Packtisch ein Paket, daneben stehen weitere Kartons und ein Laptop.
© OpenAI

Shopify: Gewinn wächst doppelt so schnell wie der Umsatz

Shopify hat seinen Umsatz im dritten Quartal um 32 Prozent auf 3,74 Mrd. Dollar gesteigert, berichtet Retail-News.de. Noch steiler sei der Betriebsgewinn geklettert: um 66 Prozent auf 568 Mio. Dollar. Der freie Cashflow habe um 61 Prozent auf 816 Mio. Dollar zugelegt. Über die Plattform seien Waren im Wert von 119 Mrd. Dollar gelaufen, knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das Schlussquartal rechne der Konzern erneut mit einem Umsatzplus von gut 30 Prozent.

Redaktion05.11.262 Min.
Foto: Mann packt Notizbuch und Tasse in einem modernen Büro in einen Karton.
© OpenAI

Google bietet auch in Deutschland und der Schweiz Abfindungen an

Google bietet seit Juni auch Beschäftigten in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Kanada und Japan Abfindungen für den freiwilligen Abschied an, berichtet Reuters.com. Der Konzern wolle so Kosten sparen, während er massiv in KI investiere. So erhalte offenbar niemand, der für die Cloud-Sparte oder die KI-Tochter DeepMind arbeite, ein Angebot. In der Schweiz gebe es ein Monatsgehalt pro Dienstjahr, aber höchstens zwölf. In mindestens einem Fall habe Google nach den Angeboten in einer Sparte doch noch Stellen gestrichen.

Redaktion05.11.263 Min.
Foto: Büroarbeiter reibt sich am Schreibtisch die Augen, die Hand auf der Maus vor einem unscharfen Monitor.
© OpenAI

KI-Nutzer sitzen bis zu 90 Minuten länger am Rechner

Wer regelmäßig KI nutzt, sitzt länger am Rechner als Kollegen ohne KI, zitiert Techradar.com eine Studie von ActivTrak. Der digital erfasste Arbeitstag der KI-Nutzer spanne 8,4 bis 9,1 Stunden, bei Nicht-Nutzern 7,6 Stunden – bis zu 90 Minuten Unterschied. Wer intensiv mit KI arbeite, hänge zudem 18 Minuten nach Feierabend an, springe häufiger zwischen Programmen und konzentriere sich in kürzeren Etappen. Immerhin liege bei ihm der Meeting-Anteil bei nur drei Prozent des Tages, gegenüber fünf Prozent ohne KI..

Redaktion05.11.263 Min.
Foto: Hände prüfen ein Etikett an einem gefalteten grauen Sakko neben Laptop und Maßband.
© Black Forest Labs / Flux

ReFiBuy optimiert Daten für Metas Muse

ReFiBuy optimiert Produktdaten jetzt auch für Muse, den persönlichen KI-Agenten von Meta, berichtet Channelx.world. Laut Meta habe Muse binnen sechs Wochen über zehn Mio. Nutzer gewonnen, Einkaufen sei die häufigste Anwendung. Fehlten im Katalog Angaben wie Zielgruppe, Anlass oder Passform, empfehle Muse laut ReFiBuy eher ein Konkurrenzprodukt. Solche Lücken fülle ReFiBuy per KI. Nach Freigabe durch einen Mitarbeiter verfolge das System, ob und auf welchem Platz Muse das Produkt vorschlage. Metas Assistent shoppt bislang nur in den USA und Kanada.

Redaktion05.11.263 Min.
Foto: Frau prüft Unterlagen neben zwei neutralen Packungen in einem hellen Büro mit Veterinärbezug
© OpenAI

Vergleichende Werbung: „Besser als“ nur mit Beleg

Vergleichende Werbung ist erlaubt, braucht aber einen tragfähigen Beleg, berichtet Haendlerbund.de. Ein Pharmaunternehmen scheitere voraussichtlich vor dem OLG Hamburg, weil es seinen Hundeimpfstoff ohne direkten Vergleich als überlegen beworben habe. Zulässig sei ein Vergleich, wenn die Produkte demselben Zweck dienen und er wesentliche, überprüfbare Eigenschaften oder den Preis betrifft. Er dürfe den Mitbewerber nicht herabsetzen, nicht von dessen Ruf zehren und nicht in die Irre führen. Wer mit Preisen vergleiche, solle den Stand regelmäßig prüfen und dokumentieren.

Redaktion05.11.262 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt ein Paket am sauberen Versandtresen mit weiteren Kartons und Tannenzweig.
© OpenAI

GLS nennt seine Weihnachtsfristen

Nach der Deutschen Post und Hermes hat jetzt auch GLS seine Weihnachtsfristen veröffentlicht, meldet Haendlerbund.de. Für Pakete innerhalb Deutschlands gelte Montag, der 21. Dezember, bis 12 Uhr mittags, als letzte Abgabemöglichkeit. In die EU-Nachbarländer müsse die Ware bis Freitag, 18. Dezember beim Logistiker liegen, in die übrigen EU-Staaten bis Donnerstag, 17. Dezember. Für internationale Sendungen ende die Frist bereits am Dienstag, 15. Dezember.

Redaktion05.11.262 Min.
Foto: Mitarbeiterin legt eine Bluse in einen Versandkarton an einem sauberen Mode-Packtisch
© OpenAI

Revolve legt zu, der Überschuss schrumpft

Die Revolve Group hat ihren Umsatz im dritten Quartal um 20 Prozent auf 356 Mio. Dollar gesteigert, berichtet Fashionnetwork.com. Beim Gewinn hält der Online-Händler aus Los Angeles nicht Schritt: Der Überschuss sei um 27 Prozent auf 15,5 Mio. Dollar geschrumpft. Der Auslandsumsatz sei mit 22 Prozent etwas stärker gewachsen als das US-Geschäft. Im Oktober habe der Umsatz um einen Wert im mittleren Zehnerbereich angezogen, allerdings gegenüber einem Vorjahresmonat mit nur einstelligem Wachstum.

Redaktion05.11.263 Min.
Foto: Person scannt mit dem Smartphone einen QR-Code auf einer Rechnung am Küchentisch.
© OpenAI

Twint begleicht jetzt auch QR-Rechnungen

Schweizer Twint-Nutzer können Rechnungen mit QR-Code ab sofort in der App bezahlen, berichtet ITMagazine.ch. Den Zahltermin lege der Kunde innerhalb der Frist selbst fest. Für digitale Rechnungen gebe es zudem einen Button, den ein Unternehmen in E-Mails, Websites oder Apps einbauen könne. Ein Fingertipp darauf befördere die Rechnung direkt in die App. Alternativ klappe auch ein Upload. Weil das Angebot auf dem Swiss-QR-Code-Standard aufsetze, müsse kein Unternehmen seine Rechnungsprozesse umbauen.

Redaktion05.11.262 Min.

Gerade angesagt

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3D-Illustration: geordnete Datenmodule als Basis für KI im Handel
© Black Forest Labs / Flux

Teil 2 – Maschinenraum schlägt Showroom: Wo KI im Lebensmittelhandel wirklich Geld verdient

Knuspr, gurkerl und dm öffnen ihre Sortimente für KI-Agenten – ob Haushalte ihren Wocheneinkauf tatsächlich delegieren, ist offen. Im zweiten Teil skizziert Prof. Dr. Matthias Schu aus dem Etailment.de-Expertenrat zwei Szenarien für die Kundenschnittstelle und fünf Handlungsfelder für Lebensmittelhändler. Grundlage ist sein Buch „AI Disrupted“ (2026), das mit Unterstützung des Intralogistikanbieters KNAPP entstanden ist.

Matthias Schu14.10.266 Min.

Dossiers für die Praxis

Die Hintergründe zu den Nachrichten. Mit Antworten, die Ihnen im Handelsalltag weiterhelfen.

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Handscanner ist auf den Barcode des Versandetiketts auf einem Paket gerichtet
© Black Forest Labs / Flux · KI-bearbeitet

Versand & Retouren

Versandkosten steuern, Sendungen nachvollziehen und Rückgaben sauber abwickeln: eine praktische Entscheidungshilfe für Onlinehändler.

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Symbolbild: Kundin mit Smartphone neben einem geöffneten Versandkarton
© Black Forest Labs / Flux

Wero im Handel

Passt Wero in Ihren Checkout? Was Onlinehändler zu Einbindung, Konditionen und Rückzahlungen klären sollten – mit Checkliste für den Praxistest.

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6 Min. Lesezeit

Expertenrat

Einordnung und Empfehlungen von Fachleuten aus Handel, Wissenschaft und Beratung.

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Illustration: Weiße 3D-Elemente: Laden, Profilkarten, verbundenes Raster, Diagramm und Karte auf grauem Grund
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Weniger Dashboards, mehr Entscheidungen. Warum Händler ihr Reporting von Vanity Metrics befreien müssen

Mehr Daten, mehr Tools, mehr Dashboards – und trotzdem entscheidet der Handel nicht schneller. Michael Witzenleiter aus dem Etailment-Expertenrat argumentiert, dass Händler kein Daten-, sondern ein Reporting-Problem haben. Er zeigt in fünf Schritten, wie sie Vanity Metrics aus dem Management-Reporting streichen.

Michael Witzenleiter25.10.268 Min.

Gastbeiträge

Erfahrungen, Standpunkte und Impulse von Gastautorinnen und Gastautoren.

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Lokale Domain, globaler Handel: Was eine .de-Domain internationalen Händlern bringt – und was nicht
© Unsplash

Lokale Domain, globaler Handel: Was eine .de-Domain internationalen Händlern bringt – und was nicht

Rund 2,15 Millionen .de-Domains sind laut DENIC im Ausland registriert. Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Domain-Registrars united-domains, ordnet ein, was die Endung internationalen Händlern bringt. Seine zentrale Quelle, der Global Domain Report, stammt von InterNetX und Sedo, die wie united-domains zur IONOS Group gehören.

etailment29.10.264 Min.

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Foto: Logistikmitarbeiter scannt ein Paket auf einem Förderband in einem sauberen Paketzentrum.
© Black Forest Labs / Flux

Zoll plus Gebühr: Handelsverband hofft auf doppelte Bremswirkung

Der HDE wertet die neue Bearbeitungsgebühr für Pakete aus Nicht-EU-Ländern in einer Medienmitteilung als weiteren Erfolg gegen Plattformen wie Temu und Shein. Für die zwei Euro pro Warenkategorie, die Online-Händler oder Importeure seit 1. November zahlen, habe er sich jahrelang eingesetzt. Schon die Zollgebühr seit Juli wirke: Kleinsendungen aus China seien laut französischem Zoll um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Der HDE erwarte, dass Händler die Gebühr teils über die Preise weitergeben und die Importe weiter sinken.

Redaktion05.11.262 Min.
Foto: Lagerarbeiterin legt Obst und Gemüse in eine grüne Lieferkiste, Getränkekisten im Hintergrund
© OpenAI

Flaschenpost verdoppelt Lebensmittelangebot und senkt die Preise

Die Flaschenpost verdoppelt laut Pressemitteilung ihr Lebensmittelsortiment auf 8.000 Artikel. Der Online-Supermarkt beziehe dafür künftig Ware von Kaufland, darunter Eigenmarken wie K-Classic. Am stärksten wachse das Frischeangebot: Die Auswahl an Obst, Gemüse und Fleisch habe sich mehr als verdoppelt. Einzelne Kategorien wie Obst und Gemüse verbillige das Unternehmen um über 20 Prozent. Der 2016 als Getränkelieferdienst gestartete Händler erreiche inzwischen über 40 Prozent der deutschen Haushalte.

Redaktion04.11.262 Min.
Illustration: KI schlägt Produkte vor, ein menschlicher Finger bestätigt den Einkauf.
© OpenAI

Stöbern ja, bezahlen nein: Kunden halten KI an der Leine

US-Kunden lassen sich im Weihnachtsgeschäft von KI beraten, das Bezahlen wickeln sie aber selbst ab, berichtet Retaildive.com. Eine Umfrage von William Blair zeige, dass fast zwei Drittel KI als Preisdetektiv einsetzen, umso eifriger, je höher das Haushaltseinkommen liege. Eine Mehrheit wolle der Software jedoch keinen Kauf ohne eigene Prüfung überlassen und ihr keine Bank- oder Kreditkartendaten anvertrauen. Gartner zufolge sei ein Drittel offen für KI-Geschenktipps, der Anteil tatsächlicher Nutzer liege aber erst bei 13 Prozent.

Redaktion04.11.263 Min.
Foto: Kamera auf Stativ in hellem Studio, daneben ein Crewmitglied am Licht und ein Equipmentkoffer.
© OpenAI

Amazon hadert mit der Investitionspflicht

Die geplante Investitionspflicht, die Sender und Streamingdienste zu Ausgaben für Film- und Serienproduktionen zwingen soll, kommt diese Woche doch nicht abschließend in den Kulturausschuss, berichtet Dwdl.de. Die Regierungsparteien seien offenbar weiter uneins. Die Motion Picture Association, Verband internationaler Anbieter, legt eine selbst beauftragte Umfrage vor: Demnach sei jeder fünfte Befragte dafür, doppelt so viele seien dagegen. Allerdings habe weniger als ein Drittel zuvor davon gehört. Amazons Deutschland-Chef Rocco Bräuniger warnt, das Gesetz schrecke Investitionen eher ab.

Redaktion04.11.263 Min.
Foto: Person verpackt ein kleines Geschenk und hält ein Smartphone neben einem Karton am hellen Küchentisch.
© OpenAI

Gratis schlägt schnell: Kunden warten lieber für weniger Porto

Laut Studien von Scurri nehmen zwei Drittel der britischen Kunden im Weihnachtsgeschäft längere Lieferzeiten in Kauf, wenn der Versand dafür günstiger oder gratis ausfällt, berichtet Channelx.world. Gratisversand sei 61 Prozent wichtig, die Lieferung am Folgetag nur 29 Prozent. Mehr als Tempo zähle Verlässlichkeit: Fast die Hälfte verzeihe Verspätungen, wenn der Händler sie ankündige. 58 Prozent der Händler wollten die Lieferlogistik per KI steuern, doch 88 Prozent der Kunden bestünden auf einem menschlichen Ansprechpartner.

Redaktion04.11.262 Min.

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