
Kreditkartenzahlung: Leichtfertige Online-Shops
Die Mehrzahl der Online-Shops in Deutschland prüfen die Kreditkartenangaben ihrer Kunden nur unzureichend. Nicht einmal 10% der Internet-Händler stellen sicher, dass alle eingegebenen Daten vollständig und korrekt sind.
David WöllensteinRedakteurBei der Stichprobenanalyse unter 100 Online-Shops ist es eBackoffice in zwei Drittel aller Fälle gelungen, eine Bestellung per Kreditkarte unter dem Namen "Donald Duck" erfolgreich abzusetzen. Es fand offenbar keine Prüfung des zur (gültigen) Karte dazugehörigen Namens statt. In mehr als 80% aller Fälle war eine Bestellung ohne Eingabe des Verifizierungscodes möglich. Der drei- bis vierstellige Code, die je nach Karte Card Verification Code (CVC) oder Card Verification Value (CVV) heißt, ist auf die Originalkarte aufgedruckt und gehört nicht zur normalen Kreditkartennummer. Damit lässt sich feststellen, ob der Besteller tatsächlich die Karte in den Händen hält oder die Nummer nur irgendwo - womöglich unberechtigt - abgegriffen hat. Bei knapp 5% aller von eBackoffice getesteten Online-Shops wird offenbar nicht einmal die Kreditkartennummer überprüft. Eine willkürlich eingetippte Ziffernfolge wurde anstandslos akzeptiert. Ob die Ware auch ausgeliefert worden wäre, hat eBackoffice allerdings nicht feststellen können: Die Berater hatten alle geprüften Online-Shops kontaktiert, um auf die Schwachstellen hinzuweisen und die Testbestellungen zurückzunehmen. (ST)
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Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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