Lidl zieht umstrittene Werbung zurück

Lidl zieht umstrittene Werbung zurück

1 Min.Aktualisiert am
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Nach einer Klage der Verbraucherzentrale Hamburg verpflichtete sich Lidl nun, ein Werbeversprechen mit Bezug auf faire Arbeitsbedingungen zurückzuziehen.

Lidl darf jetzt nicht mehr in Werbeprospekten behaupten, dass das Unternehmen Non-Food-Aufträge nur an ausgewählte Lieferanten vergibt, die nachweisen können, "soziale Verantwortung aktiv zu übernehmen".

Zudem darf der Billiganbieter nicht mehr auf die Mitgliedschaft in der Business Social Compliance Initiative (BSCI) hinweisen. Diese europäische Unternehmensinitiative setzt sich für Sozialstandards als Ziel ein, macht sie aber nicht verpflichtend für ihre Mitglieder und Lieferanten.

Berichte über "unmenschliche Arbeitsbedingungen"

Näherinnen mehrerer Zulieferbetriebe Lidls in Bangladesch hatten laut Verbraucherschützer von unmenschlichen Arbeitsbedingungen berichtet und sich über zu lange Arbeitszeiten, Lohnabzüge als Strafmaßnahmen, sowie Verhinderung von Gewerkschaftsarbeit und Diskriminierung von weiblichen Beschäftigten beklagt.

"Lidl muss die Werbung zurückziehen. Dieser Erfolg zeigt: Das Wettbewerbsrecht kann auch bei irreführender Werbung mit Sozialstandards ein wirksames Mittel sein", sagte Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg.

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