Metro will Abendzuschläge streichen

Metro will Abendzuschläge streichen

2 Min.Aktualisiert am
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Metro-Chef Eckhard Cordes stören „alte Zöpfe” im Unternehmen. Das betrifft nicht nur die Mitarbeiter. Kritik kommt vom DGB.

Bislang würden nach 18.30 Uhr 20 Prozent zusätzlich gezahlt und nach 20 Uhr sogar 50 Prozent. „Das passt überhaupt nicht in die Zeit. So etwas gibt es nirgendwo im Rest der Welt”, sagte der Chef des größten deutschen Handelskonzerns. Die Metro wolle den Kunden auch nach 20 Uhr die Möglichkeit zum Einkaufen bieten. „Hierfür
brauchen wir vernünftige Bedingungen”, sagte Cordes.

Konkrete Initiativen zur Durchsetzung seiner Forderungen kündigte er nicht an. Zur Metro gehören unter anderem die Real-Märkte, Media-Markt und Saturn sowie die Kaufhof-Warenhäuser.

Kaufhof soll verkauft werden

Cordes sagte weiter, dass Chancen auf Wachstum  für die Metro vor allem im Ausland sehe. Deutschland sei ein reifer Markt. Von der Warenhauskette Kaufhof will sich die Metro trennen.

Cordes betonte jedoch, dass für einen Verkauf auch ein passendes finanzwirtschaftliches Umfeld erforderlich sei, um einen vernünftigen Preis zu erzielen. „Wann wir verkaufen, kann ich Ihnen nicht sagen”, ergänzte er. Auch der geplante Börsengang der Elektronikmärkte Media-Saturn sei ungewiss. „Ob wir mit Media-Saturn je an die Börse gehen, ist noch völlig offen.”

DGB pocht auf Zuschläge


DGB-Landeschef Guntram Schneider sagte der Rheinischen Post, viele der
Beschäftigten im Einzelhandel verdienten trotz Vollzeitjobs nicht
ausreichend, um davon ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Sie
seien daher auf staatliche Unterstützung angewiesen. „Die Zuschläge
dienen dem Zweck, soziale Härten materiell auszugleichen und dazu,
solche Ausnahmen von der regelmäßigen Arbeitszeit auch als Ausnahme
zu belassen”, betonte Schneider.

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