
Metro will Abendzuschläge streichen
Metro-Chef Eckhard Cordes stören „alte Zöpfe” im Unternehmen. Das betrifft nicht nur die Mitarbeiter. Kritik kommt vom DGB.
David WöllensteinRedakteurbrauchen wir vernünftige Bedingungen”, sagte Cordes.
Konkrete Initiativen zur Durchsetzung seiner Forderungen kündigte er nicht an. Zur Metro gehören unter anderem die Real-Märkte, Media-Markt und Saturn sowie die Kaufhof-Warenhäuser.
Kaufhof soll verkauft werden
Cordes sagte weiter, dass Chancen auf Wachstum für die Metro vor allem im Ausland sehe. Deutschland sei ein reifer Markt. Von der Warenhauskette Kaufhof will sich die Metro trennen.
Cordes betonte jedoch, dass für einen Verkauf auch ein passendes finanzwirtschaftliches Umfeld erforderlich sei, um einen vernünftigen Preis zu erzielen. „Wann wir verkaufen, kann ich Ihnen nicht sagen”, ergänzte er. Auch der geplante Börsengang der Elektronikmärkte Media-Saturn sei ungewiss. „Ob wir mit Media-Saturn je an die Börse gehen, ist noch völlig offen.”
DGB pocht auf Zuschläge
DGB-Landeschef Guntram Schneider sagte der Rheinischen Post, viele der
Beschäftigten im Einzelhandel verdienten trotz Vollzeitjobs nicht
ausreichend, um davon ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Sie
seien daher auf staatliche Unterstützung angewiesen. „Die Zuschläge
dienen dem Zweck, soziale Härten materiell auszugleichen und dazu,
solche Ausnahmen von der regelmäßigen Arbeitszeit auch als Ausnahme
zu belassen”, betonte Schneider.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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