
Neuform-Reformhäuser wachsen wieder
Sie setzen auf größere Läden und gutes Personal. Der Erfolg: Die Neuform-Reformhäuser haben 2011 ein Umsatzplus erzielt. Experten sagen sogar noch ein viel größeres Potenzial voraus.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentWeniger Mitglieder, mehr Fläche
Weiter rückläufig ist hingegen die Zahl der Mitgliedsunternehmen. So gehörten Ende vergangenen Jahres noch 569 Mitglieder der Neuform-Gruppe an, 34 weniger als 2010. Im Jahr 2009 waren es gar noch 651 Mitglieder.
Demzufolge sinkt auch die Zahl der Läden in Deutschland weiter: Ende 2011 gab es noch 1.368 Verkaufsstellen gegenüber 1.448 im Jahr 2010. Zusammen mit den Märkten in Österreich, Slowenien und Südkorea haben Neuform-Mitglieder 2.426 Läden - immerhin drei mehr als 2010.
Der mit einem Umsatzanteil von 45 Prozent größte Sortimentsbereich der Neuform-Häuser sind Lebensmittel. Kosmetik und Körperpflege machen 19 Prozent aus. Die Zukunft sieht der Verbund in größeren Läden mit einem breiteren Sortiment. Zudem soll die Kundenberatung verbessert werden.
"2012 werden wir an unserer Akademie in Oberursel bei Frankfurt das Seminar- und Schulungsangebot weiter ausbauen", erklärte der Vorstand der Neuform und der Stiftung Reformhaus-Fachakademie, Rainer Plum.
Die Experten von Wieselhuber & Partner bescheinigten Reformhäuser großes Potenziel - und prognostizieren sogar ein Marktvolumen von 1 Milliarde Euro Umsatz. "Reformhäuser haben einen Bekanntheitsgrad von 95 Prozent deutschlandweit und verfügen über ein flächendeckendes Netz. Sogar bekannte Mitbewerber wie Alnatura liegen mit 63 Prozent Bekanntheitsgrad weit zurück", sagt Philipp Prechtl, Branchenexperte bei Wieselhuber & Partner.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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