Höhere Löhne und Gehälter, um Mitarbeiter im Verdrängungswettbewerb im Handel zu schützen: Mit diesem Vorsatz geht die Gewerkschaft Verdi in die Tarifrunde, die in wenigen Wochen beginnt.
Als "Generalangriff" auf die Rechte der Beschäftigten kritisierte Schiederig die Kündigung des Manteltarifvertrages durch die Arbeitgeber zum 30. April. Verdi bereite sich auf eine harte und möglicherweise lange Tarifauseinandersetzung vor. Die Verhandlungen sollen am 7. Mai beginnen.
1.800 Euro Mindestlohn in Baden-Württemberg
Neben Hessen will Verdi auch für die Handelsmitarbeiter in Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt etwa 1 Euro pro Stunde mehr Lohn und Gehalt erkämpfen. Die baden-württembergischen Beschäftigten sollen ein tarifliches Mindestsalär von 1.800 Euro im Monat bekommen, die in den ostdeutschen Ländern einen Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde.
Für Nordrhein-Westfalen lautet die Verdi-Forderung: 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, die Untergrenze sind aber 140 Euro im Monat.
Verdi-Handelschefin Stefanie Nutzenberger sagte jüngst angesichts der Gewerkschaftsforderungen nach deutlich mehr Lohn, dass die Mitarbeiter im Handel vom Verdrändungswettbewerb in der Branche geschützt werden müssten. "Und ein Element dabei ist die Entlohnung."
