Wieder Datenpanne bei Lidl

Wieder Datenpanne bei Lidl

2 Min.Aktualisiert am
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Bei Lidl-Irland ist eine große Menge sensibler Mitarbeiterdaten in Umlauf geraten, darunter Krankmeldungen und Abmahnungen. Für den Discounter war die Affäre zunächst "nicht brisant genug".

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" waren sensible Daten auf einem Zentralserver von Lidl Irland für Unbefugte innerhalb des Konzerns zeitweise komplett zugänglich. Dazu zählten auch Einkaufsplanungen sowie Abmahnungen von Beschäftigten, heißt es in dem Bericht.

Nicht brisant genug?

Offensichtlich sei von diesem Server auch eine Kopie erstellt worden, die einem ehemaligen deutschen Lidl-Beschäftigten zugespielt wurde, berichtete das Magazin. Die Festplatte enthalte mehr als 200.000 verschiedene Dokumente. Lidl habe den ehemaligen Mitarbeiter aufgefordert, den Datenträger bei der Staatsanwaltschaft abzugeben.

Der Mitarbeiter soll nach eigener Darstellung versucht haben, zunächst die Festplatte an Lidl zu übergeben. Doch der Konzern habe Desinteresse gezeigt, weil ihm die Informationen nicht brisant genug erschienen, schreibt "Spiegel Online".

Krankheitsdaten im Müll

Der Discounter aus Neckarsulm war zuletzt heftig in die Kritik geraten, weil Mitarbeiter bespitzelt worden waren. Wegen der Verstöße gegen den Datenschutz musste der Discounter zahlen.
 
Nach einem Bußgeld von 1,5 Millionen Euro wegen Bespitzelung von Mitarbeitern im vergangenen Herbst forderte der nordrhein-westfälische Datenschutz im August 36.000 Euro von der Handelskette. Der Grund: Die Regionalgesellschaft in dem Bundesland hatte unzulässigerweise Daten von Krankheiten der Mitarbeiter erhoben und gespeichert.

Lidl akzeptierte nach eigenen Angaben das Bußgeld. Im April 2009 waren Krankheitsdaten von Lidl- Beschäftigten im Mülleimer einer Autowaschanlage in Bochum gefunden worden.

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