6 Startups mit dem gewissen Etwas

6 Startups mit dem gewissen Etwas

Die flauschige Idee von Ella&Paul, Kinderzeichnungen in ein individuelles Kuscheltiere zu verwandeln, war einer unser meistgeklickten Startup-Links im Januar. Auch diesmal hat etailment wieder einige beispielhafte neue Geschäftsideen im E-Commerce zusammengestellt. Und eine "putzige" Idee ist auch diesmal mit dabei.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Die flauschige Idee von Ella&Paul, Kinderzeichnungen in ein individuelles Kuscheltiere zu verwandeln, war einer unser meistgeklickten Startup-Links im Januar. Auch diesmal hat etailment wieder einige beispielhafte neue Geschäftsideen im E-Commerce zusammengestellt. Und eine "putzige" Idee ist auch diesmal mit dabei.

Annas-Wish: Alle Wünsche online speichern, Freunde einladen und so immer das passende Geschenk bekommen. Das ist das Prinzip der Plattform Annas-wish.com. Mit nur wenigen Klicks lassen sich Wünsche aus jedem Onlineshop auf der eigenen Wunschliste speichern. Via Facebook oder Email können die Wunschlisten Freunden, Bekannten, Familie oder Geschäftspartnern zugeschickt werden. Freunde können auf der Plattform dann auch gemeinsam die Organisation eines Gruppengeschenks abwickeln. Das Gründerteam besteht aus den Gesellschaftern Werner Wassermann, Michael Mayer, Manuel Düchs und Martin Löhle. Sie betreiben seit 2010 die Werbe- & Digitalagentur„Agoventus“. Der Auftritt ist noch etwas rudimentär. Leider kann man (und Google) die Domain auch leicht mir Annaswish.org verwechseln, einem Charity-Projekt für krebskranke Kinder.

Shirtagram: Fotos vom Smartphone direkt aufs T-Shirts drucken lassen. Das verspricht die App Shirtagram. Die App des Inkubators Project A ist damit quasi eine Mischung aus Spreadshirt und der beliebten Foto-App Instagram. Kaffeetassen, Taschen und Co kann man ebenfalls mit wenigen Klicks bedrucken lassen. Bezahlt wird per Kreditkarte oder Paypal. Gedruckt wird dann, Sie ahnen es, bei Spreadshirt. Ich bin aus dem Ed-Hardy-T-Shirt-Alter heraus, um mir vorzustellen, dass es dafür einen Markt gibt, aber die Mechanik ist schon clever.

MercyWould: Was macht man, wenn man wie Christian Csermak seine Diplomarbeit über Optiker im Internet geschrieben hat? Man macht zusammen mit Maria Kevorkova und Thilo Hertwig einen Brillenshop im Web auf. Aber einen mit einem besonderen Dreh. MercyWould setzt auf Designerbrillen in deutscher Handarbeit. Natürlich gibt es auch eine virtuelle Anprobe und einen Showroom in Berlin-Friedenau. Die Auswahl ist noch schmal: Die erste Brillenkollektion umfasst sechs Modell.

Trinckle: 3D-Druck ist vielleicht das ganz große Ding, das den Vertrieb und den Handel in etlichen Bereichen umkrempeln könnte. Nun wird sich nicht jeder einen 3D-Drucker zu Hause hinstellen, um Barbie-Puppen oder Ersatzteile für die Spülmaschine zu drucken. Es tut ja auch ein Druck-Shop oder ein entsprechender Markplatz im Web. Letzteres bietet Trinckle. Dort kann man vorbereitete Produkte drucken lassen oder eigene Designs als Datei hochladen, damit sie gedruckt werden. Zudem kann man eigene Designs zum Verkauf anbieten. Das Start-up-wurde bereits vom Bundeswirtschaftsministerium als innovative Geschäftsidee ausgezeichnet.

Picalook: Noch ist Picalook im Beta-Modus. Doch man kann schon sehen, wohin das Hamburger Start-up picalike die Fashion-Plattform führen will. Picalook, dessen Closed-Beta Start etailment im November vermeldete, funktioniert wie eine modebezogene Kombination aus der Social Community „Pinterest“ und der Musikfinde-Software „Shazam“: Mitglieder können eigene Foto-Pinnwände erstellen sowie den Postings anderer Mitglieder folgen, diese teilen und ihre Lieblingsbeiträge hervorheben. Zusätzlich werden die auf den Bildern markierten Kleidungsstücke automatisch in derzeit rund 200 Online-Shops gesucht und in ähnlichen Form- und Farbvarianten angezeigt. Die Ergebnisse können anschließend nach Variablen wie Preis, Marke und Farbe weiter gefiltert und bei Gefallen direkt gekauft werden.

Picalook ist aber auch ein Demo-Projekt. Picalike bietet Software as a Service (SaaS) für den Vergleich von Bildern, um Online Shops oder Produktsuchmaschinen bei der Suche nach passenden Produkten sowie Kunden von Bilderdatenbank bei der Suche nach dem passenden Motiv zu unterstützen.

Kreditech: 4 Million Dollar an Investorengeldern hat das Hamburger Start-up seit der Gründung 2012 eingesammelt. Unter anderem von Blumberg Capital und Point Nine Capital. Zur Investorenriege gehören unter anderem auch Michael Brehm (Studivz), Heiko Hubertz (Bigpoint), Felix Haas (Amiando), Stefan Glaenzer und Digital Pioneers NV.

Was macht das Projekt von Sebastian Diemer so bestechend? Big Data. Kreditech liefert ein globales Echtzeit-Scoringsystem für Kredite. Die Kreditplattform nutzt unter anderem ortsbezogene Daten (GPS, mikro-geografisch), Social Graphs (Likes, Freunde, Locations, Posts), Verhaltensanalysen (Bewegen und Verweildauer auf der Webseite), Online-Shopping-Verhalten von Personen sowie Gerätedaten (Installierte Apps, Betriebssysteme) als Datenpunkte, die dann für jede einzelne Scoringeinheit in Echtzeit verarbeitet werden. Diese Technologie soll Retailern helfen, alle Daten oder Teile davon auf Basis einer globalen 'Scoring as a Service'-Datenbank ohne Verträge oder Mindestlaufzeiten zu verwenden.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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