Immer wieder stolpern wir über spannende Ideen jenseits der bekannten Gleise, die den E-Commerce verändern, bewegen, gestalten können. Manche sind gebrauchsfertig, andere noch Science Fiction. etailment stellt fünf solcher Lösungen und Ansätze vor.
Gesichtserkennung: Technisch möglich, doch immer noch ein bisschen tabu. Projekte wie der Silhouette iMirror könnten durchaus auch die Stimmung des Kunden am Gesicht ablesen und dann entsprechend der Laune reagieren. “Mood-Targeting” nennt das der Macher der Facetracking-Software “Faceshift”, Brian Amberg.
Mit Cara liefert das New Yorker Start-up IMRSV jetzt eine Facetracking-Software, die nicht nur Alter, Geschlecht, etc erkennt und damit Marketern wichtige Daten über den Kunden am Regel liefert, sondern umgekehrt auf einem Monitor auch zum Kunden passende Werbung anzeigen kann.
Bis zur Gesichtserkennung, die zu den Lachfalten die passende Hautcreme empfiehlt, ist es da nur ein Babyschritt. Bei Douwe Egberts wird immerhin ein Gähnen schon mit Kaffee belohnt.
E-Food: Wie haben es gerade heute morgen gemeldet. Das Start-up Guocool in China liefert aus dem Webshop frisches, geschnittenes Obst. Für Büroarbeiter in der Stadt und bequeme Menschen daheim eine tolle Lösung. Wer das mit Express-Lieferung oder im Abo im engen Zeitfenster anbietet, der könnte daraus auch hierzulande Kapital schlagen. Dazu muss er aber auch die Deutschen überzeugen, die es kaum wagen, eine Banane online zu bestellen, weil sie die vorher nicht in die Hand nehmen können. Anders gesagt: Ein solcher Service mit geschnittenem Obst, perfekt präsentiert und perfekt geliefert, könnte für jeden E-Food-Anbieter DER Image-Hebel in Sachen Frische sein. Das dürften am ehesten Lösungen wie Rewe-Online hinbekommen, die die Märkte zur Auslieferung nutzen.
Neuwertig: Smart Shoe nennt sich ein Konzept, für das Apple ein Patent angemeldet hat. Ein Sensor sagt, wenn der Schuh durchgelatscht ist und man einen neuen braucht. Jauchzen bei Zalando (Hörensagen), als man die Meldung bei Techchrunch gelesen hat.
3D-Drucker: Manch einer kratzt sich immer noch am Kopf und fragt sich, wozu 3D-Drucker gut sein sollen. Andere machen Nägel mit Köpfen und reagieren auf die nächste Revolution im E-Commerce. Staples bietet 3D-Druck im Laden an, Wal-Mart denkt über 3D-Drucker in den Läden nach, beispielsweise um individualisiertes Spielzeug für Kinder möglich zu machen. Nun geht UPS hin und stellt in einigen seiner Stores 3D-Drucker für die Kunden auf. Mit gutem Grund: 3D-Drucker werden auch die Welt der Logistiker massiv verändern.
