5 skurrile Ideen für die Zukunft des E-Commerce

5 skurrile Ideen für die Zukunft des E-Commerce

Immer wieder stolpern wir über spannende Ideen jenseits der bekannten Gleise, die den E-Commerce verändern, bewegen, gestalten können. Manche sind gebrauchsfertig, andere noch Science Fiction. etailment stellt fünf solcher Lösungen und Ansätze vor.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Bissfest: Okay, das sieht zunächst mal nach einer Idee für Colgate und Co aus. Eine Zahnbürste, die weiß, wie oft wir die Zähne putzen und die Daten dank Bluetooth weiterleitet. Gibt es bestimmt demnächst zusammen mit einer Zahnarzt-App. Werbeidee: Ein Drogeriemarkt verkauft die Beam Brush als Handelsmarke und lobt für Kinder einen Bonus aus, wenn die sich (unbestechlich nachgewiesen) lang genug die Zähne putzen. Eltern werden das lieben. Aber das ist erst der Anfang. Tüftler in Taiwan haben einen Chip entwickelt, der in den Zahn implantiert wird und dann auch gleich misst und sagt, ob man das richtige gegessen und getrunken hat.

Gesichtserkennung: Technisch möglich, doch immer noch ein bisschen tabu. Projekte wie der Silhouette iMirror könnten durchaus auch die Stimmung des Kunden am Gesicht ablesen und dann entsprechend der Laune reagieren. “Mood-Targeting” nennt das der Macher der Facetracking-­Software “Faceshift”, Brian Amberg.
Mit Cara liefert das New Yorker Start-up IMRSV jetzt eine Facetracking-­Software, die nicht nur Alter, Geschlecht, etc erkennt und damit Marketern wichtige Daten über den Kunden am Regel liefert, sondern umgekehrt auf einem Monitor auch zum Kunden passende Werbung anzeigen kann.

Bis zur Gesichtserkennung, die zu den Lachfalten die passende Hautcreme empfiehlt, ist es da nur ein Babyschritt. Bei Douwe Egberts wird immerhin ein Gähnen schon mit Kaffee belohnt.

Oder Sie zahlen Sie einfach mit einem Lächeln. Per Gesichtserkennung. Uniqul arbeitet an einer entsprechenden Technologie.

E-Food:
Wie haben es gerade heute morgen gemeldet. Das Start-up Guocool in China liefert aus dem Webshop frisches, geschnittenes Obst. Für Büroarbeiter in der Stadt und bequeme Menschen daheim eine tolle Lösung. Wer das mit Express-Lieferung oder im Abo im engen Zeitfenster anbietet, der könnte daraus auch hierzulande Kapital schlagen. Dazu muss er aber auch die Deutschen überzeugen, die es kaum wagen, eine Banane online zu bestellen, weil sie die vorher nicht in die Hand nehmen können. Anders gesagt: Ein solcher Service mit geschnittenem Obst, perfekt präsentiert und perfekt geliefert, könnte für jeden E-Food-Anbieter DER Image-Hebel in Sachen Frische sein. Das dürften am ehesten Lösungen wie Rewe-Online hinbekommen, die die Märkte zur Auslieferung nutzen.

Neuwertig: Smart Shoe nennt sich ein Konzept, für das Apple ein Patent angemeldet hat. Ein Sensor sagt, wenn der Schuh durchgelatscht ist und man einen neuen braucht. Jauchzen bei Zalando (Hörensagen), als man die Meldung bei Techchrunch gelesen hat.

3D-Drucker: Manch einer kratzt sich immer noch am Kopf und fragt sich, wozu 3D-Drucker gut sein sollen. Andere machen Nägel mit Köpfen und reagieren auf die nächste Revolution im E-Commerce. Staples bietet 3D-Druck im Laden an, Wal-Mart denkt über 3D-Drucker in den Läden nach, beispielsweise um individualisiertes Spielzeug für Kinder möglich zu machen. Nun geht UPS hin und stellt in einigen seiner Stores 3D-Drucker für die Kunden auf. Mit gutem Grund: 3D-Drucker werden auch die Welt der Logistiker massiv verändern.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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