
Alibaba: Ein Gigant mit einem Ex-CEO als Pop-Star
Wer sich hierzulande die Webseiten von Alibaba oder Taobao sowie Tmall anschaut, der schmunzelt eher. Zu fremd für deutsche Augen, zu krude das europäische Sortiment. Doch der chinesische Gigant, auf dessen Offensiv-Pläne auch etailment immer wieder hinweist, hat sich längst sein eigenes Ökosystem aufgebaut und dürfte noch für einige Überraschungen sorgen. Einem singenden EX-CEO inklusive.
Der dürfte nicht nur die Kassen für die weitere Expansion füllen. Alibaba hat auch strategische Vorteile.
Angesichts der Tatsache, dass China ein gigantischer Produktionsmarkt ist, könnte Alibaba mit Marktplätzen wie Aliexpress bald weltweit von deutlich verkürzten Wertschöpfungsketten profitieren und Amazon und Co ein Schnippchen schlagen. Darauf hat erst kürzlich Alexander Graf wohlbegründet hingewiesen.
Die beeindruckende Erfolgsgeschichte, die in China noch Potenzial genug bietet, könnte sich alsbald somit international fortsetzen.
Gründer Jack Ma trat zwar nun ab, sein Credo vom Fokus auf den Kunden, wie man es auch von Jeff Bezos kennt, soll aber mit dem neuen Boss Jonathan Lu sogar noch intensiviert werden.
Jack Ma eröffnete jetzt erst einmal eine Tai Chi-Schule und an seinem letzten Tag als Alibaba-Boss trat er im Silber--Kostüm vor 40.000 Mitarbeitern in eimem Fußball-Stadion auf und zeigte sich als begeisterter Pop-Sänger.
Da steht uns nicht nur wirtschaftlich noch eine Überraschung bevor.
Seine Abschiedsrede (englisch untertitelt) ist nicht weniger beeindruckend.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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