
Asos greift von Berlin aus an, Fifty Shades of eBay, Otto, Görtz, Kinnevik, Etsy
Asos: Der britische Modehändler Asos will noch in diesem Frühjahr ein Versandzentrum in Deutschland eröffnen. Standort soll Berlin sein. Dort hatte Asos im vergangenen Jahr bereits ein Verkaufsbüro unter der Leitung von Moritz Hau eröffnet. Von der Hauptstadt aus will Asos auch Same Day Delivery anbieten, meldet Retail Week. Deutschland ist nach Großbritannien und Frankreich der derzeit drittgrößte Markt in Europa. Asos machte im ersten Geschäftshalbjahr ein Umsatzplus von gewaltigen 34 Proze...
Jetzt lesen: eBay steht auf Erotik, Otto schaut preiswürdig in die Zukunft und wie UPS fährt.
eBay: Das Geschäft mit Erotik will eBay nicht länger Beate Uhse oder Newcomern wie Amorelie überlassen. In der Kategorie "Kleidung & Accessoires" gibt es nun eine neue Unterkategorie "Erotik". Händler, die Dessous oder Bondage-Artikel dort anbieten wollen, müssen als Artikelmerkmal "Erotik" in ihre Produkte einbinden. Das schafft natürlich in der Modeabteilung mehr Ordnung, dürfte aber auch für einen besseren Fokus sorgen. TMTA
Zitat des Tages: Nach dem der Rasierklingen-Abo-Dienst Dollar Shave Club in den USA seinen Webshop mobil optimiert hat, stieg die mobile Conversion Rate um 126 Prozent. "If your site is not optimized for mobile, you're flushing money down the drain," kommentiert das Tom Lehr, Vice President beim Dollar Shave Club. Multichannel Merchant
Otto: Der Versender wurde jetzt mit dem deutschen Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet. Preiswürdig war dabei vor allem der Einsatz von "Predictive Analytics". Mit der Software, die das Beteiligungsunternehmen Blue Yonder entwickelt hat, kann Otto das Einkaufsverhalten seiner Kunden genauer prognostizieren und damit unter anderem den Einkauf besser steuern. Die Lösung wird aber auch bei der Abverkaufs-Optimierung und im Retourenmanagement eingesetzt. Künftig soll sie zudem Trends besser erkennen. Der Deutsche Innovationspreis ist eine Initiative von Accenture, EnBW, Evonik und der WirtschaftsWoche unter der Schirmherrschaft des Bundeministeriums für Wirtschaft und Energie.
Görtz: Das Münchner Beteiligungsunternehmen Afinum will nach Informationen der Textil Wirtschaft 25% der Anteile am angeschlagenen Schuh-Filialisten Görtz übernehmen. Man befinde sich in abschließenden Gespächen, heißt es. Zum Portfolio von Afinum gehören unter anderem die Möbelmarken Cotta und Thonet sowie der Kreissägenhersteller Altendorf.
Paysafecard: Prepaid-Zahlungsdienstleister paysafecard hat mit "my PLUS" ein eigenes Treueprogramm für Kunden des Online-Zahlungskontos my paysafecard gestartet. Mit jedem Bezahlvorgang sammelt der Nutzer "PLUS points", die lassen sich dann im my PLUS Shop gegen Angebote in Webshops eintauschen.
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Zalando: Nachdem Zalando rund 1500 Schuhpaare von Eigenmarkenmodellen wegen erhöhter chemischer Belastung zurückrufen musste, hat der Onlinehändler nun ein kurzes FAQ zur Rückrufaktion veröffentlicht. Allerdings erst nachdem die Wirtschaftswoche über den Vorgang berichtet hatte.
Tchibo: Im Online-Shop von Tchibo kann man jetzt auch mit PayPal bezahlen.
Moonsoon: Die britische Modekette will iPads für die Beratung und den Verkauf einsetzen. Monsoon Accessorize testet das Modell zunächst in einzelnen Filialen. Anschließend soll der Rollout in ganz Großbritannien folgen. Location Insider
eBay: Eine Entwicklergruppe bei eBay soll Handelskonzepte für Wearables wie Smartwatches entwickeln. Das Zukunftslabor soll aber grundsätzlich über alle Lösungen für den Handel nachdenken, die in irgendeiner Weise mit einem Bildschirm zu tun haben. Das Ziel: „Zero Effort Commerce“, Einkauf ohne Mühe. Die beliebteste Shopping-App der Deutschen kommt übrigens von eBay. Techchrunch
Kinnevik: Der gebürtige Italiener Lorenzo Grabau wird neuer CEO beim Investor Kinnevik, Hauptanteilseigner bei Zalando. Bevor er 2011 zu den Schweden kam, war er Investmentbanker bei Goldman Sachs. Und, glaubt man dem Fund eines Reuters-Journalisten, 1986 auch einmal Kleindarsteller in einem italienischen Horrorfilm namens "Camping del Terrore" (Body Count).
Etsy: Nach langen Tests hat Etsy nun seine Website runderneuert. Der Auftritt soll vor allem zeigen, das Etsy ein globaler Marktplatz ist, auf dem Menschen ihre eigenen Produkte anbieten. ECommerce Bytes
Uber: Der Limousinen-Service Uber bietet jetzt auch Kurierdienste an. Per Fahrrad. Tests laufen in Manhattan. Venture Beat
Digitale Praxis:
Mobile Commerce: Die Frage ist nicht, ob man eine mobile Lösung nutzt, sondern nur noch welche. Denn sonst kann man, siehe Dollar Shave Club, die Hunderteuroscheine auch genauso gut unter der Dusche zerreißen. Doch je nach Händler kann die Wahl der Lösung reichlich Geld verbrennen. Alexander Köhler von eCommerce Lounge warnt deshalb davor, die Folgekosten außer acht zu lasten und nennt Ansätze, die bei der Wahl der richtigen Strategie helfen.
Social Media: Die beste Länge für einen Tweet sind 100 Zeichen, für ein Facebook-Posting 40 Zeichen. The Next Web hat noch weitere überraschende Zahlen zum besten Format für Online-Inhalte.
Digitale Trends & Fakten:
Zahl des Tages: Zehn Prozent weniger Umsatz werden die deutschen Einzelhändler 2020 machen. Die Umsätze im stationären Einzelhandel werden dann von 448 Milliarden Euro auf 405 Milliarden Euro zusammengeschmolzen sein. Das sagt die Studie "Handelsszenario 2020" des Kölner IFH Instituts für Handelsforschung. Online-Umsätze werden die Verluste nicht vollständig kompensieren können. Handelsblatt
Grafik des Tages: Frauen und Mode in der digitale Welt. Infografik
Lesetipp des Tages: Lieferfahrzeuge von UPS biegen (in der Regel) in den USA nie links ab. Das spart Sprit und sorgt für weniger Unfälle. Priceonomics
Beliebtester Beitrag am Vortag: Wie der Innovationsmotor Jeff Bezos mit Amazon Dash und Co den Handel vorführt
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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