Wie Puma und Co Augmented Reality zum Umsatzhebel machen

Wie Puma und Co Augmented Reality zum Umsatzhebel machen

Um Augmented Reality ist es zuletzt hierzulande etwas ruhiger geworden. Das einstige Hype-Thema kämpft sich durch die Mühen der Ebene. Hier aber warten faszinierende Anwendungen. Auch mit deutscher Beteiligung.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Puma macht Augmented Reality zum Design

Der Sportartikel-Hersteller Puma hat mit LQD CELL Origin AR gerade einen QR-kodierten Sneaker herausgebracht, der beim Scannen durch den Benutzer Augmented-Reality-Filter auslöst. Der Schuh ist geradezu mit QR-Codes gepflastert. Wer die mit einer entsprechenden App (LQDCELL-App) scannt, kann unter anderem mit AR-Filtern experimentieren. Da geht dann der Schuh beispielsweise in Flammen auf oder explodiert. Außerdem gibt es ein Mobile-Spiel, Infos zum Shop und einen Link in den Webshop. Life-Hack: Man soll den AR-Effekt auch schlicht mit einem Foto des Schuhs auslösen können.

Sneaker scheinen sich damit zu einer Standard-Kategorie für AR zu entwickeln, nutzen doch auch andere Sportartikel-Hersteller AR, um ihre Schuhe attraktiver für den Kunden zu machen. So bot Adidas eine AR-Schuhanprobe auf Snapchat. Nike wiederum durfte mit Augmented Reality-Funktionen für den Facebook Messenger experimentieren, die unter anderem Produkte vor dem Kauf visualisieren.

Dior macht AR viral

Fans von Christian Dior können auf "Instagram Stories" Sonnenbrillen und Stirnbänder des Luxuslabels anprobieren. Das hat zwar eher unterhaltenden Effekt und sorgt für Reichweite, bindet aber die Nutzer in dem Kanal an die Marke - mit viralen Effekten: "Um auf den Filter zugreifen zu können, müssen die Benutzer entweder der Marke auf Instagram folgen oder ihr Profil besuchen, um es auszuprobieren", zitiert WWD Dior. "Der Filter kann auch von jemandem ausprobiert werden, der einen Freund sieht, der ihn in Instagram Stories verwendet, was bedeutet, dass Instagram AR-Filter grundsätzlich so konzipiert sind, dass sie viral gehen. Sie stellen also eine große Wachstumschance dar."

AR und Beauty - eine schöne Kombination

Augmented Realty und Make-up sowie Lippenstift sind dagegen als Kombination eigentlich ein No-Brainer, um das Einkaufserlebnis zu personalisieren und zusätzliche Services zu bieten. Troztdem sieht man das in Deutschland noch nicht all zu oft. Hier gibt vor allem Sephora den Takt vor und nutzt für seine App "Virtual Artist" die Technik von ModiFace, einem AR-Start-up das von L'Oréal übernommen wurde. Inzwischen folgt das Bild der über die Jahre immer weiter optimierten App sogar in Echtzeit der Kopf-Bewegung und erlaubt damit einen realistischen Eindruck des ausgewählten Make-up. Beispiele wie die Beautymarke Cover Girl in ihrem Flagshipstore am New Yorker Times Square zeigen, dass sich solche Services auch gut als AR-Makeup-Station in der Filiale umsetzen lassen. Coty zeigte kürzlich außerdem einen AR-Spiegel mit dem sich Frisurenfarben ausprobieren lassen.
Die Kaufhauskette Macy's will die Augmented Reality-Funktion ihrer App bald allen Nutzern anbieten. Zusammen mit Modiface testete man bislang ein Feature, das App-Nutzern die Möglichkeit bot, Kosmetikprodukte virtuell auszuprobieren. Macy's verspricht, dass alsbald mehr als 1000 Produkte so getestet werden können.

AR bringt die Videobotschaft ins Paket

AR gibt es aber auch ganz schlicht und praktisch. Hermes bietet bereits seit 2018 per App ein Feature mit Augmented Reality mit dem man prüfen kann, in welche Paketgröße ein Gegenstand passt. Außerdem hat Hermes in Großbritannien seine Verpackung gerade um AR-Videobotschaften erweitert. Kunden können so vorab eine persönliche Nachricht aufzeichnen, die der Empfänger dann per Hermes-App über einen QR-Code auf Versandetiketten aktivieren kann.

dm und L‘Oréal machen per Augmented Reality schön

dm und L‘Oréal bietet jetzt die Anprobe von Lippenstift und Make-up per Augmented Reality (AR). Das geht sogar ohne App über die Website und mit Live-Bild. Die Technik kommt von ModiFace.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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