Banken lockern Kreditvergabe

Banken lockern Kreditvergabe

2 Min.Aktualisiert am
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Das Anleihekaufprogramm der EZB scheint zu wirken: Die Kreditvergabe an Unternehmen zieht weiter deutlich an. Auch an deutsche Firmen. Die hier ansässigen Banken haben davon jedoch wenig.

Private Haushalte hingegen haben im dritten Quartal nicht mehr so einfach Kredite erhalten wie im zweiten Quartal. Dies liege an einer Verschärfung der Kreditrichtlinien.

Deutschland: Konkurrenz auf Kosten des Ertrags

Die Umfrageergebnisse zum Kreditgeschäft in Deutschland fallen hingegen etwas anders aus. So gaben die 34 befragten, in Deutschland ansässigen Banken an, dass im dritten Quartal die Kreditvergabestandards weitgehend unverändert geblieben seien, berichtete die Bundesbank. Die Nachfrage nach Krediten sei abermals angestiegen, im Firmenkundengeschäft etwas weniger als bei den Konsumentenkrediten.

Tatsächlich machen sich die Institute im Bereich der Firmen-Kreditvergabe inzwischen solche Konkurrenz, dass sie die Margen für durchschnittlich riskante Ausleihungen "per saldo spürbar verengten". Heißt: Das billige Geld der EZB nützt den deutschen Kreditinstituten nichts, sondern der "intensive Wettbewerb im Bereich der Mittelbereitstellung" mindert die Erträge. Das QE-Programm übe Druck auf die Nettozinsmargen aus und belaste dadurch die Ertragslage, gaben die Banken zudem an.

Das eigentliche Ziel des seit März laufenden Anleihekaufprogramms der EZB scheint dennoch erreicht: Eine Erhöhung der Kreditvergabe. Dennoch reagierte der deutsche Aktienindex mit Verlusten. Warum? Weil im Umkehrschluss die EZB das Anleihekaufprogramm nicht mehr weiter ausweiten muss.

Die EZB befragt in ihrem "Bank Lending Survey" alle drei Monate Finanzinstitute im Währungsraum nach ihrer Kreditsangebotspolitik.

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