Basic flüchtet in die Großstädte

Basic flüchtet in die Großstädte

Basic hat schwierige Zeiten hinter sich, aber nun soll alles besser werden. Dafür werden Filialen geschlossen - und an neuen Standorten eröffnet.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Das Unternehmen habe am vergangenen Samstag seine Läden in Hagen, Münster und Karlsruhe sowie einen in Köln dicht gemacht, weil sie ein Minusgeschäft gewesen seien, sagte Joachim Kreuzburg, Vorstand der Basic AG, am Montag in München.

Betroffen sind 59 Mitarbeiter, 20 davon wurden bereits versetzt. Mit dem Betriebsrat versuche man derzeit, eine Lösung zu finden. In München sollen hingegen zwei neue Filialen entstehen.

Kein „Flächengigantismus” mehr

Basic hat derzeit 22 Bio-Supermärkte, unter anderem in Berlin und Hamburg sowie zwei in Österreich. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 600 Menschen. In der Vergangenheit sei ein „Flächengigantismus” betrieben worden, den sich ein Unternehmen dieser Größe nicht leisten könne, sagte Joachim Kreuzburg, der erst im August als Interims-Vorstand eingesetzt wurde. Das frühere Management hatte angekündigt, bis zu 50 neue Filialen pro Jahr zu eröffnen.

Das Kernproblem der vier jetzt geschlossenen Standorte seien die Lage und die fehlende Nachfrage gewesen, begründete der Generalbevollmächtigte Jörn-F. Göbert den Schritt. Die Kundschaft von Basic befinde sich eher in den Metropolen und Ballungszentren. Weitere Schließungen seien nicht geplant.

Die Sache mit Lidl

Im laufenden Jahr erwartet Basic einen Umsatz von 94 Millionen Euro nach 72,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Verluste will das Unternehmen verringern und im kommenden Jahr eine schwarze Null erreichen.

Hinter der Bio-Supermarktkette liegen einige schwere Turbulenzen - trotzd des boomenden Bio-Marktes. Im August dieses Jahres Josef Spanrunft hat der bisherige Vorstandsvorsitzende Josef Spanrunft seinen Posten zur Verfügung gestellt. Nachfolger wurde Kreuzburg.

Im vergangenen Jahr hatte der Einstieg der Schwarz-Gruppe mit ihrem Discounter Lidl für Proteste von Kunden und Lieferanten und für Streit im Gesellschafterkreis gesorgt. Später kündigte die Schwarz-Gruppe ihren Rückzug an und verkaufte ihren 23-Prozent-Anteil an Basic an die Schweizer Asi-Gruppe, die damit ihre Beteiligung an der Bio-Supermarktkette auf etwa 40 Prozent aufstockte.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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