Beacon für den Gentleman

Beacon für den Gentleman

Das ist die große Furcht rund um das Hoffnungswerkzeug Beacon: Dass marktschreierische Methoden den Kunden gleich wieder verschrecken oder ins Schnäppchen-Nirvana drängen. Der britischer Luxus-Herrenausstatter Hackett London zeigt deshalb, dass man seine Kunden auch ganz Gentleman-Like per Beacon erreichen kann.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die kleinen Sender, die auf Basis der Bluetooth Low Energy-Technologie als eine Art Leuchtfeuer Kunden in Reichweite eines Senders mit Botschaften oder personalisierte Nachrichten auf Smartphones oder Smartwatches anlocken sollen, können ein spannendes Instrument zur Kundenbindung sein und gelten als Wachstumsmarkt. Etliche Anbieter buhlen denn auch mit unterschiedlichen Konzepten um die Händler.

Für die 80 Stores in über 16 Ländern von Hackett London hat Beaconmind jetzt Zürich ein Pilotprojekt von der Strategie über die App-Entwicklung bis hin zur Vor-Ort-Installation der Beacons umgesetzt, dass sich ein Stück weit von der Rabattfixierung manch anderer Lösung abhebt.

Zunächst lädt der Kunde die Hackett London App auf sein Smartphone. Betritt er der Kunde einen Store und hat die App aktiviert, erkennen die Beacons ihn automatisch und können individuelle Nachrichten an die App schicken. Das kann eine persönliche Begrüßung im Store sein, ein Gutschein, ein Angebot oder eine Belohnung nach dem Einkauf. Die App lockt dabei mit Vorteilen im Stil eines Members-only-Shoppingclubs.

Ganz wichtig: Beworben wird die Aktion auch mit Plakaten in den Stores.

Hackett geht es dabei nicht um Punkte sammeln a la Shopkick. Stattdessen soll der Members-only-Ansatz den Serviceanspruch der Modekette unterstreichen und so die Kundenbeziehung stärken. Entsprechend edel und zurückhaltend sind denn beispielsweise auch die Gutscheine und kleinen Geschenke (bspw die Krawatte zum Kauf eines Anzugs) gestaltet.

Kleine Aufmerksamkeiten von Gentleman-Ausstatter zu Gentleman, die die Möglichkeiten der Beacons aber längst nicht vollends ausreizen und das Tool gegenwärtig eher wie eine mobile Kundenkarte wirken lassen. Das muss kein falscher Einstieg in das Segment sein. Kundenkarten hat der Konsument schließlich gelernt. Das kann die Akzeptanz gegenüber Beacons steigern. Beaconmind erwartet jedenfalls, dass bereits bei einer Steigerung der Konvertierungsrate um 0,2 Prozent je Store der laufende Kostenaufwand für Implementierung und Betreuung bereits gedeckt ist.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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