
Beate Uhse besorgt sich frisches Geld
Interessierte Anleger mussten viel Glück haben, um zum Zug zu kommen: Der Eroktikkonzern Beate Uhse AG hat eine Unternehmensanleihe platziert. Doch kaum auf dem Markt, war die Zeichnung schon wieder beendet.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentHeraus aus der Schmuddelecke
Mit dem Erlös aus der Emission sollen Investitionen, verbesserter Einkauf, Rückführung von Verbindlichkeiten sowie der Markenrelaunch finanziert werden, teilt das Unternehmen mit.
Der Erotikkonzern erfindet sich seit geraumer Zeit neu. Das 1946 gegründete Unternehmen hat große wirtschaftliche Probleme hinter sich und will nun heraus aus der Schmuddelecke. Die Zeit der Bahnhofsviertel sei vorbei, sagte vor geraumer Zeit der holländische Firmenchef Erwin Cok zu Der Handel. "Wir suchen Shops in 1a- und 1b-Lagen." Die neuen Geschäfte von Beate Uhse sehen nicht mehr wie billige Sex-Läden aus, sondern erinnern an moderne Modeboutiquen, gehalten in den Farben Pink und Weiß. "Unsere Shops müssen einladend sein", betonte Cok. Bereits über 60 Prozent seiner Kunden sind heute weiblich.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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