Cebit gerät unter Konkurrenzdruck

Cebit gerät unter Konkurrenzdruck

Die renommierte Computermesse Cebit sieht schwierigen Zeiten entgegen. Große Unternehmen wie E-Plus und Sony wollen im kommenden Jahr nicht mehr in Hannover ausstellen. Starke Konkurrenz für die Cebit stellt vor allem die IFA dar.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Die meisten von uns angesprochenen Kunden besuchen keine IT- und Technologiemesse", so Claas Sandrock, Unternehmenssprecher von E-Plus. Deshalb passe das Ausstellen auf der Cebit auch nicht zum Gesamtauftritt des Unternehmens. Bei der Deutschen Messe AG stößt die Begründung Sandrocks auf Unverständnis: "Die von E-Plus genannten Angaben für die Absage können wir nicht nachvollziehen", erklärt Ernst Raue, zuständiges Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG. Mit rund 480.000 Besuchern biete die Cebit die qualitativ und quantitativ beste Plattform für den Kontakt zu den Kunden.

Die Konkurrenzveranstaltung IFA wird vor allem von dem Elektronikkonzern Philips stark unterstützt. Das niederländische Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr nicht auf der Cebit ausgestellt und eine neuerliche Absage für 2006 bekannt gegeben. Vor allem Firmen, die ihr Geschäft mehrheitlich bei den Endkunden sehen und die Computermesse bisher als Marketingevent genutzt haben, wenden sich inzwischen eher der IFA zu. Allerdings sind viele Konzerne auch noch unentschieden, welche der beiden Veranstaltungen besser zu ihrem Unternehmenskonzept passt. Während die Handyhersteller Nokia und Motorola zwar an der Cebit teilnehmen wollen, jedoch noch keine Position gegenüber der IFA eingenommen haben, will Panasonic auf beiden Großevents vertreten sein.

Computerkonzerne wie Intel, Microsoft und IBM werden jedenfalls an ihrer Cebit-Präsenz festhalten. "Uns lässt der Rückzug von E-Plus oder Sony unberührt", so eine IBM-Sprecherin. Man habe die Deutsche Messe AG bereits in den vergangenen Jahren dazu gedrängt, der Cebit eine stärkere Orientierung hin zu Unternehmenskunden zu geben. Insgesamt scheint für die Computermesse der Fokus künftig mehr auf der Vermittlung von Lösungsangeboten für Geschäftsprobleme zu liegen, als auf der bloßen Unterhaltung der Besuchermassen. (KC)


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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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