
Conleys: "Wir selektieren heute genauer"
Mehr Seele will Modeanbieter Conleys dem Webshop einhauchen, mehr mobile Inspiration bieten. Im Interview erklärt Geschäftsführer Stephan Schneider warum Produktempfehlungen auch mobil wichtig sind und welche Vorteile Infinite Scrolling hat.
Stephan Schneider: Der Kunde erwartet mobile den gleichen Service wie auf dem Desktop. Usability, Look-and-feel, und natürlich auch Produktempfehlungen.
Mobil wird ja gerne mal auf der Couch geblättert und herumgeguckt. Wie halten Sie die Kunden dabei bei der Stange?
Stephan Schneider: Unser Shop soll zum Shopping „verführen“, das funktioniert neben einfacher Produktdarstellung besonders gut mit Emotionen oder Content. Wir bieten dem Kunden, oder auch Leser, Inspirationsquellen, wie zum Beispiel einen Blog zum Thema Fashion und Reisen oder eigens für den Onlineshop produzierte Modestrecken. Diese Bereiche auch mobile gut nutzbar zu gestalten, ist eine Aufgabe für die nahe Zukunft.
Sie arbeiten auf der Website mit Infinite Scrolling. Mich macht das ja immer ganz schwindelig. Wo ist der Vorteil?
Stephan Schneider: Wir zeigen dem Kunden erstmal alles (solange er Lust hat). Er braucht nicht blättern. Wenn es ihm zu viel wird, kann er selber entscheiden, wann und wie er filtert. Bislang haben wir gute Erfahrung damit gemacht, dass dem Kunden das Blättern abgenommen wird.
Sie bezeichnen sich gerne als Rosinenpicker. Wie macht sich das im Shop bemerkbar?
Stephan Schneider: Wir verstehen uns als Outfitprofis und so wählt der Einkäufer in unserem Haus schon von vornherein nur besondere Teile aus den Kollektionen unserer Brands aus. Hier möchten wir den Kunden letztendlich nicht mit einer unübersichtlichen Auswahl erschlagen, sondern ihm Empfehlungen unterbreiten, von denen wir sicher sind, dass sie ihm gefallen.
In wie weit haben sich durch die Onlinekataloge die Zahl der Printausstöße und die Auflage verändert?
Stephan Schneider: Kataloge und Magazine gehören ebenso zur Kundenansprache, wie Newsletter, Nachfassmailings, etc. Wir selektieren heute genauer, wem wir wann welche Werbemittel zusenden. Eher mehr Anstöße mit jeweils geringerer Auflage. Sicherlich einer der mitentscheidenden KPI’s für eine erfolgreiche Kundenansprache.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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