
Das Jeep-Händlernetz soll weiter wachsen
Mit der Marke Jeep profitiert der Fiat-Konzern vom weltweiten Geländewagen-Boom. Nun sucht auch die Deutschlandzentrale weitere Händler für die amerikanischen Allradfahrzeuge.
David WöllensteinRedakteurTop-Modell Grand Cherokee überarbeitet
Auch die Deutschlandzentrale in Frankfurt am Main profitiert von dieser Entwicklung, wenngleich die Jeep-Verkäufe nach einem Anstieg um 35,8 Prozent in 2012 nun im ersten Halbjahr 2013 fast mit dem Gesamtmarkt (minus 8,1 Prozent) um 9,6 Prozent rückläufig waren.
Klar, dass die Italiener ihr amerikanisches Zugpferd nun weiter pflegen und auf die prestige- und margenträchtigen Modelle aus Übersee setzen. Nach nur drei Jahren Bauzeit erhält der Grand Cherokee (plus 125 Prozent Zulassungsplus in 2012 auf 3.100 Einheiten) eine umfangreiche technische und optische Überarbeitung mit Acht-Gang-Automatikgetriebe von ZF, Bi-Xenon-Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht und reichlich Holz und Leder im stattlichen Innenraum.
"60 Sicherheitsfunktionen"
Dazu gesellt sich ein 21,3 Zentimeter großer Navigationsbildschirm. "Das Display hält rund 100 Informationen für den Fahrer bereit und insgesamt verfügt der Grand Cherokee über 60 Sicherheitsfunktionen", rechnet Produktmanager Joachim Burkhardt mit sichtlichem Stolz vor.
Der 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel (184 kW/250 PS) vom italienischen Motorenspezialisten VM wurde im Verbrauch um 10 Prozent gesenkt und ist laut Herstellerangabe mit 7,5 Litern auf 100 Kilometern zufrieden. Die Preisliste beginnt bei 45.500 Euro für den kleineren der beiden Selbstzünder mit 140 kW/190 PS. Am anderen Ende der Preis- und Leistungsskala steht der mächtige Achtzylinder-Benziner mit 344 kW/468 PS für 76.900 Euro in der "SRT" genannten Vollausstattung.
Palette wird bis 2016 auf sieben Modelle ausgebaut
Schon jetzt ist Deutschland der größte Jeep-Markt außerhalb der USA. Und mit der anstehenden Produktoffensive ist weiteres Wachstum fast schon gewährleistet. Bis 2016 wird die Palette von derzeit vier auf sieben Modelle erweitert, im nächsten Jahr folgt zunächst die Neuauflage des Cherokee. Kein Wunder, dass Deutschland-Chef Laforge das Netz von aktuell 110 Verkaufsstützpunkten dichter knüpfen möchte und auf der Suche nach neuen Händlern ist.
Bernd Nusser

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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