Der Onlinehandel hat auch Verlierer

Der Onlinehandel hat auch Verlierer

Die große Angst von Herstellern ist, dass ihre Marken im Internet verramscht werden. Also will man den Vertrieb im Netz kontrollieren. Das geht wiederum zu Lasten von kleinen Onlinehändlern.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Preisvorgaben, internationale Blockaden

Laut BVOH sind Vertriebsbeschränkungen innerhalb der Europäischen Union weitverbreitet, sogar illegale. Demnach würden rund 2.000 Hersteller oder Marken branchenübergreifend den Verkauf im Internet untersagen. Fast ein Drittel habe Marktplatzverbote ausgesprochen. Weiterhin moniert der Verband unter anderem unzulässige Preisvorgaben, bei denen der Händler nicht frei ist, seine eigenen Preise zu gestalten. Bei Zuwiderhandlungen ist sogar die Rede von der Androhung von Nachteilen für den Händler. Weiterhin beklagen Händler internationale Blockaden, also den Verkauf über europäische Grenzen hinweg. Und schließlich leidet die Branche unter Lieferverweigerung. Hier weigern sich Hersteller, ihr Sortiment an Onlinehändler zu liefern.
Der BVOH hat in einem Schreiben alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf die Sorgen der kleinen Onlinehändler aufmerksam gemacht. Von den politischen Gremien fordert der Verband unter anderem, die Wettbewerbsbehörden so zu stärken, dass "diese schnell, übergreifend und nachhaltig gegen illegale vertikale Beschränkungen einschreiten können". Zudem wird gefordert, die Teilnahme an "Hardcore-Kartellen" und andere schwerwiegende Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht unter Strafe zu stellen.
Prominente Fälle über Beschwerden wegen Händlerbeschränkungen lieferten etwa Weber-Grill und der Sportartikelhersteller Ascics. Mit Reglementierungen wollen Hersteller vermeiden, dass ihre Marken im Internet "verramscht" werden. 

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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