
Die besten Handelsstandorte
Exklusiv für Der Handel ermittelte GfK GeoMarketing die attraktivsten Handelsstandorte nach Kaufkraft, Zentralität und Umsatz.
Vorteil für die gute Lage
Nach diesen für Entscheider der Handelsbranche ausschlaggebenden Kriterien hat ein Expertenteam der GfK GeoMarketing exklusiv für das Wirtschaftsmagazin Der Handel die Top-Standorte ermittelt - jeweils für die Metropolen mit mehr als 300.000 Einwohnern, für Städte mit 100.000 bis 300.000 Einwohnern und für die Mittelzentren mit weniger als 100.000 Einwohnern.
„Für die detaillierte Bewertung von Handelstandorten sind vier Faktoren von herausgehobener Bedeutung", erläutert Raimund Ellrott von der GfK GeoMarketing. „Zunächst gilt es, den Makrostandort zu bewerten. Dafür sind Daten wie Kaufkraft, Altersstruktur, Bevölkerungs- und Einkommensentwicklung relevant."
Im zweiten Schritt wird der Mikrostandort, die konkrete Lage im Einzelhandel vor Ort, betrachtet. Dabei gilt der Grundsatz: „In einer guten Lage kann man fast nichts falsch machen, in einer schlechten Lage nutzt es nichts, alles richtig zu machen", weiß der Standortexperte.
Im nächsten Schritt wird dann das Potenzial des Standorts anhand der Einwohner im Einzugsbereich bewertet, und letztlich spielt die konkrete Wettbewerbssituation vor Ort eine große Rolle: „Wenn eine Branche schon überbesetzt ist, wirkt sich das natürlich negativ auf die Chancen weiterer Anbieter mit gleich gelagerten Sortimenten aus."
Metropolen, Mittel- und Kleinstädte
Unter den Metropolen finden sich in unserem Ranking mit Nürnberg, das gleich dreimal unter den Top 5 bei den Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern erscheint, eine echte Überraschung . Dass München unter den Großstädten in puncto Umsatz und Kaufkraft die Spitzenposition bekleidet, kann dagegen nicht verwundern. Schließlich zählt die Münchner Kaufingerstraße zu den Top 10 der teuersten Einkaufsstraßen der Welt. Gleich dreimal taucht mit Düsseldorf eine weitere Landeshauptstadt unter den Top 5 bei den Großstädten des Rankings von Der Handel und GfK GeoMarketing auf. Die Rheinmetropole folgt dem Spitzenreiter München in den Kategorien Kaufkraft und Umsatz jeweils dicht auf.
Die Stadt Regensburg ist ebenfalls dreimal unter den Top 5 unseres vertreten. Wie Regensburg findet sich Auch die Stadt Trier nicht nur auf der Weltkulturerbeliste der Unesco, sondern auch mehrfach im Top-Handelsstandort-Ranking von Der Handel und GfK GeoMarketing wieder.
Auf dem Ranking der stehen einige Städte, die bislang auf der Liste vieler Expansionsmanager fehlen. Passau, Gießen oder Rosenheim warten mit guten Zentralitätsziffern und einem relativ hohen Einzelhandelsumsatz pro Einwohner auf. Der Star unter den kleineren Zentren ist aber Passau, wo der größte Pro-Kopf-Einzelhandelsumsatz in dieser Kategorie erzielt wird.
Viele Erfolgsfaktoren machen den Standort aus
Insgesamt zeigt das Ranking von Der Handel und GfK GeoMarketing: Gute Einzelhandelslagen und Kaufkraft sind gute Voraussetzungen für eine Stadt aus Sicht des Handels, machen sie aber nicht automatisch zum Top-Standort. Beispiele wie Nürnberg oder Regensburg zeigen: Wenn aktive Händler, Stadtplaner und Kommunalpolitiker an einem Strang ziehen, können sie viel bewegen und den Standort aufwerten. Also: Zum Erfolgsrezept der Immobilienexperten für den Einzelhandel - „Lage, Lage, Lage" - gehört auf jeden Fall auch die kontinuierliche Standortpflege dazu.