Die "Generation Y" will saubere Autos fahren

Die "Generation Y" will saubere Autos fahren

Junge Kunden haben vor allem drei Anforderungen an ihr Auto: Es muss moderne Technik haben, braucht kein Neuwagen zu sein - dafür ist der niedrige Verbrauch wichtig. Und der stationäre Handel spielt nur noch eine kleine Rolle.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe möchten laut Studie 77 Prozent der Befragten in Zukunft ein Auto mit niedrigerem Verbrauch fahren. Das Interesse an Elektro- und Hybridfahrzeugen ist zwar groß, allerdings drücken die hohen Preise für alternative Motoren die Kauflust.

Trotzdem kann sich etwa jeder Vierte vorstellen, als nächstes Fahrzeug ein Elektroauto zu besitzen. Dennoch ist nur die Hälfte bereit, mehr als 1.000 Euro Extrakosten bei der Anschaffung dieser Technik zu bezahlen.

Keine Kompromisse bei Qualität und Ausstattung

Rund 20 Prozent der Befragten geben an, dass sie in den nächsten fünf Jahren planen, einen SUV zu besitzen. Damit zeigen sie, dass ihnen der eigene Fahrzeuggeschmack sowie ihr Lebensgefühl dann doch wichtiger sind als umweltbedingte Kompromisse.

Kompromisslos sind junge Leute dagegen bei der Qualität und technischer Ausstattung des Autos, diese Kriterien sind sogar wichtiger als die Marke. Gerade die gute Verarbeitung, Ledersitze und ein Navigationssystem gehören zu den Wünschen.

Ein weiteres Kaufkriterium ist die Konnektivität mit Smartphones. Die Geräte sollen einfach und kabellos mit dem Auto zu verbinden sein. Der von dieser Generation gelebte "connected lifestyle" soll sich auch in der Bedienung des Bordcomputers niederschlagen, etwa durch Touchscreen-Funktionen.

Autofahren als Last

Die Studie bietet auch eine Überraschung: Mehr als zwei Drittel der Befragten wünschen sich, nicht mehr mit dem Auto fahren zu müssen. Die Teilnahme am Straßenverkehr wird als Last empfunden. "Autohersteller werden in Zukunft immer mehr zu Mobilitätsdienstleistern", prognostiziert Thomas Schiller, Leiter des Bereichs Automotive bei Deloitte. Hersteller wie VW, BMW und Daimler sind bereits in das Geschäft rund um Carsharing eingestiegen.

Auch beim Sammeln von Informationen über Autos, sogar beim Kauf gehen junge Leute neue Wege - und die stellen den stationären Handel vor Herausforderungen. Websites von Herstellern und Händler sind neben Vergleichsportalen im Internet die ersten Adressen. Gar 40 Prozent der Befragten gaben gar an, den nächsten Autokauf komplett online abzuwickeln - ohne persönlichen Händlerkontakt.

Die "Generation Y" wird im Jahr 2020, wenn diese Zielgruppe 28 bis 40 Jahre alt sein wird, rund 15 Prozent der Neuwagenkäufe tätigen. Das entspricht einem Volumen von rund 14 Millarden Euro.   

Maurizio Giuri

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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