
Die zwei Seiten des Karstadt-Retters Berggruen
Kühl kalkulierender Finanzinvestor oder Gutmensch und Mäzen? Nicolas Berggruen hat wohl ein wenig von beiden. Nach Karstadt will er nun Kalifornien retten - und die Hälfte seines Vermögens spenden.
David WöllensteinRedakteurAuf der anderen Seite ist er Gutmensch und Mäzen, der verspricht, sein Vermögen eines Tages komplett in Non-Profit-Projekte zu investieren.
Die Hälfte des Vermögens spenden
Der neue Besitzer von Karstadt trug sich auch in die Liste der reichen Wohltäter in den USA ein, die die Hälfte Ihres Vermögens spenden möchten. "Jeder Mensch hat bei seiner Geburt etwas mitbekommen. Daraus erwachsen Möglichkeiten, aber auch Verantwortung", begründete er sein Engagement.
Mark Zuckerberg, Gründer des Internetnetzwerks Facebook, macht auch mit - ebenso wie etwa der Bankier David Rockefeller, der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sowie der Medienunternehmer Ted Turner. Bill Gates und Warren Buffet gelten als Initiatoren der Spendenaktion an der sich 40 US-Milliardäre beteiligen.
Nun ist Kalifornien dran
Jetzt will Berggruen auch noch den Einwohnern Kaliforniens neue Hoffnung geben und den US-Staat von seiner drückenden Schuldenlast zu befreien.
Dafür traf er sich mit dem Google-Gründer Eric Schmidt und mit weiteren Größen aus Wirtschaft und Politik. Sie wollen Vorschläge erarbeiten, um das Einnahmesystem Kaliforniens zu reformieren.
In New York betreibt der Karstadt-Eigentümer das „Nicolas Berggruen Institute", das politische Ideen entwickeln soll, um Regierungen zu unterstützen. Wie der Unternehmer all diese Engagements mit der harten Realität der Wirtschaft zusammenbringt, bleibt sein Geheimnis.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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