
dm-Chef kritisiert deutsche Schulausbildung
Der Chef der Drogeriekette dm, Erich Harsch, kritisiert das deutsche Schul- und Bildungssystem. Statt bloßer Wissensvermittlung sollte mehr Wert auf Sozialkompetenz und Problemlösungen gelegt werden.
Thomas RehmRedakteurDie Jugendlichen müssten lernen, sich selbst zu führen, denn das sei die Voraussetzung, auch andere führen zu können, so der Manager. "Dieser Wert steht leider nicht hinreichend auf dem Lehrplan der Schulen."
"Zwischenmenschliche Fähigkeiten"
dm habe bei der Lehrlingsausbildung Theaterworkshops und Abenteuer-Kultur-Projekte eingeführt, in denen sich die jungen Menschen selbst erfahren könnten. "Dort sind ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten gefragt", erläuterte Harsch. Dies sei wichtig, da bereits junge Fachkräfte mit der Führung von Filialen betraut würden und damit für bis zu 20 Mitarbeiter verantwortlich seien.
Die Karlsruher Drogeriemarktkette mit rund 33.000 Mitarbeitern stellt pro Jahr mehr als 1000 junge Menschen zur Ausbildung ein und feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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