
eBay verbietet sofortüberweisung.de
Das Internetauktionshaus eBay verbietet das Zahlverfahren sofortüberweisung.de. Die Payment Network AG kündigt juristische Schritte dagegen an.
Händler wenig erfreut über Abschaltung
"Genau deswegen hat eBay in seinen AGB nun sofortüberweisung.de als Zahlungsdienst verboten", ist sich Klein sicher. Unter den Händlern sorgt die Vorgehensweise für Empörung: Auktionen wurden ohne vorherige Ankündigung vom Netz genommen, weil sie "nicht zugelassene Zahlungsmethoden" anbieten.
Ein Sprecher von eBay erklärte gegenüber Der Handel: "eBay hat entschieden, sofortüberweisung.de auf der Liste der nicht erlaubten Zahlungsmethoden zu führen. Das Hinterlegen von PIN/TAN auf einer dritten Seite halten wir aus Sicherheitsgründen für sehr bedenklich." Auch die Verbraucherverbände würden explizit vor dem Zahlungsverfahren waren. Durch die Notwendigkeit zur Offenlegung der PIN und TAN werde der Verbraucher dazu aufgefordert, die AGB der Banken zu verletzen, meint das Unternehmen.
Die Payment Network AG hat gegen das Vorgehen von eBay juristische Schritte angekündigt. „eBay hat eine marktbeherrschende Stellung und darf Zahlungssysteme nicht verbieten, nur um das eigene System PayPal zu pushen", so Klein.
Auch in Australien sollten PayPal-Alternativen verboten werden
In Australien hatte eBay in diesem Jahres bereits versucht, PayPal neben Bargeld als einzige erlaubte Zahlmethode durchzusetzten. Daraufhin sind bei australischen Wettbewerbsbehörde über 700 Einzelklagen von verärgerten Ebay-Händlern eingegangen. eBay stoppte die Umsetzung der Maßnahme als Reaktion darauf vorerst. Bei eBay Deutschland sind Power-Seller seit Ende Mai 2008 verpflichtet PayPal als Zahlungsoption anzubieten.
Das Zahlungsverfahren sofortüberweisung.de funktioniert ähnlich wie die Online-Überweisungen bei giropay. Im Anschluss des Bestellvorgangs füllt der Käufer ein automatisch generiertes Überweisungsformular mit seinen Bankdaten aus. Allerdings übermittelt der Käufer PIN- und TAN-Daten nicht direkt an die eigene Bank sondern an die Payment Network AG.
Nach Unternehmensangaben arbeiten mehr als 10.000 Webshops mit sofortüberweisung.de zusammen. Dazu gehören etwa ATU, Conrad Electronic Versand, Click and Buy, Plus, Rossmann, und T-Online.at . Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert in seiner Stellungnahme zum ein gesetzliches Verbot des Zahlungsverfahrens, da es "unweigerlich zu einer Vertragspflichtverletzung des Verbrauchers gegenüber seiner Bank" führe.
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