
Facebook: Mornin` Glory mit scharf kalkulierter Werbung erfolgreich
Taugt Facebook Werbung? “Facebook-Werbung macht sich nicht bezahlt”. Das meinte noch 2012 Zooplus-Chef Cornelius Patt. Vielleicht kommt es auch auf das "Wie" an. Es funktioniert, sagen jedenfalls der Rasierklingen-Abo-Dienst Mornin Glory und Facebook in einer Fallstudie. Die zeigt aber auch: Der Weg zum Erfolg ist kein leichter.
#BL+5725#Das Ergebnis vorweg: Im Vergleich zum Start-Zeitraum der Facebook-Kampagne im November 2012 wurde die Conversion Rate um 30 % erhöht und der CPO um 50 % verringert.
Nebeneffekt: "Die auf Facebook gewonnenen Kunden haben einen höheren Customer Lifetime Value als die von
anderen Kanälen", sagt Julia Brewing, Head of Marketing bei Mornin’ Glory.
Doch dazu gehörte auch zweierlei: Testen, testen, testen und optimieren, optimieren, optimieren.
Beispiel: Die Suche nach dem richtigen Werbeformat.
Beim Einsatz der Page Post Ads wurden zahlreiche Bilder und Texte getestet, um herauszufinden, welche Werbeanzeigen am besten bei den Nutzer ankommen.
Das Targeting wurde verfeinert. Statt der zunächst eingesetzten „Broad Categories“ nutzte Mornin Glory schließlich die Variante „Precise Interests“.
Für eine noch bessere Abstimmung kamen die Targeting-Optionen "Custom Audiences" und "Lookalike Audiences" zum Einsatz.
Bei den Bidding-Optionen wurde von CPC und CPM auf das neue Optimierungssystem oCPM („optimized cost per mile“, zu deutsch „optimierte Kosten pro Impressionen“) umgestellt, mit dem man den ROI besser bestimmen kann.
Fazit: Facebook-Werbung kann sich bezahlt machen. Dafür aber reicht es nicht, eine Kampagne aufzusetzen und dann die Hände in den Schoß zu legen. Womöglich mehr noch als klassische Werbung verlangt die Kommunikation im Netz nach Feinjustierung damit der Werbemotor in Fahrt kommt.
Fabio Paltenghi, Mitgründer und Geschäftsführer bei Mornin‘ Glory, ist auch Gastredner beim etailment-Summit im November in Berlin.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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