
Fachhändler wehren sich gegen Karstadt-Hilfe
In einem offenen Brief lehnt der Verband Deutscher Sportfachhandel eine Staatsbürgschaft für Karstadt ab: Das Unternehmen habe sich „selbst in Schwierigkeiten gebracht".
David WöllensteinRedakteurStaatshilfe „nicht nachvollziehbar"
"Als mittelständische Fachhändler haben wir all die Jahre diesem Wettbewerb unter großen Anstrengungen standgehalten und mit minimalen Gewinnen unsere Marktposition gehalten", heißt es in dem Brief.
Deshalb wäre es nicht nachvollziehbar, "wenn es eine kurzfristige Entscheidung der Bundesregierung gäbe, dem Ersuchen des Konzerns um eine Bürgschaft in Höhe von über 600 Millionen Euro nachzukommen."
Die Verbandsspitze kritisiert das Geschäftsgebaren des Konkurrenten scharf: "Im Gegensatz zur ehemaligen Karstadt-Quelle AG sind wir mit unseren Investitionen sorgfältig umgegangen und haben nicht mehr ausgegeben als wir eingenommen haben."
Der Brief wurde vom VDS-Präsidenten Werner Haizmann sowie von Klaus Jost, Vorstand der Intersport eG, unterschrieben.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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