
Fielmann will in der Rezession wachsen
Die Optikerkette Fielmann steigerte 2008 den Umsatz leicht, enttäuschte aber die Analysten. 2009 sollen 25 neue Filialen eröffnet werden.
David WöllensteinRedakteurZuversicht, aber keine Prognose
„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kauft der Verbraucher bei Unternehmen, die ihm hohe Qualität zu günstigen Preisen garantieren", betonte das Unternehmen. 25 neue Niederlassungen sollen deshalb 2009 eröffnet werden. Die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens eröffne auch in der Rezession die Möglichkeit zu expandieren, hieß es.
Mit dem Ergebnis verfehlte Fielmann allerdings die Erwartungen der Analysten. Eine Prognose für 2009 gab er nicht, der Vorstand zeigte sich aber "zuversichtlich", die Marktposition im laufenden Jahr weiter ausbauen zu können.
Fielmann sei schuldenfrei und verfüge über sicher angelegte Liquidität. Die Eigenkapitalquote betrage 60 Prozent.
Profiteur der demografischen Entwicklung
Die Optikerkette ist mit 588 Geschäften in Deutschland der größte Arbeitgeber in der Branche und beschäftigte zum Jahresende rund 12.600 Mitarbeiter. Im Schnitt kommt jede zweite in Deutschland verkaufte Brille von Fielmann. Darüber hinaus verkauft das Unternehmen Kontaktlinsen und Hörgeräte.
Fielmann dürfte angesichts einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft und seiner Preispolitik von einer stetigen Nachfrage nach Sehhilfen profitieren, schätzt die Bank HSBC.
Der Handel / Dow Jones Newswires / dpa

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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