Handelskonjunktur

Konjunkturdaten, Einzelhandelsumsätze, Konsumklima, Kaufkraft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Handel in Deutschland.

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Foto: Lageraufsicht prüft Unterlagen an einer sauberen Laderampe mit Paletten und Hubwagen im Hintergrund
© OpenAI

Acht Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen

Die deutschen Amtsgerichte haben im Juli 2.373 Unternehmensinsolvenzen registriert, acht Prozent mehr als im Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Die Zahlen hinken den Anträgen oft rund drei Monate hinterher. Von Januar bis Juli zählten die Gerichte 15.185 Fälle, ein Plus von 6,9 Prozent. Die Forderungen der Gläubiger schrumpften von 31,8 auf 21,9 Mrd. Euro, weil weniger wirtschaftlich gewichtige Unternehmen strauchelten. Verbraucherinsolvenzen sanken im Juli um 5,9 Prozent auf 7.111, seit Januar liegen sie ein Prozent über dem Vorjahr.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Logistikarbeiter prüft Kartons auf einer Palette vor einem offenen Container im Hafen
© OpenAI

China liefert mehr, Deutschland verkauft weniger

Die Importe aus China sind im August gegenüber Juli um elf Prozent auf 16,8 Mrd. Euro gesprungen, meldet das Statistische Bundesamt. Die Volksrepublik ist damit Deutschlands größter Lieferant. Insgesamt wuchsen die Einfuhren um 0,9 Prozent auf 118 Mrd. Euro, während die Ausfuhren um 0,8 Prozent auf 137,6 Mrd. Euro nachgaben. Der Handelsüberschuss schrumpfte von 21,6 auf 19,5 Mrd. Euro. Größter Abnehmer sind die USA: Sie kauften zwar 6,3 Prozent weniger als im Juli, aber 22,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Redaktion09.10.263 Min.
Foto: Arbeiter prüft ein Containersiegel in einem sauberen Logistikterminal mit Paletten und Kränen im Hintergrund
© Black Forest Labs / Flux

Paris und Berlin wollen China den Binnenmarkt-Zugang verengen

Deutschland und Frankreich wollen der EU-Kommission ein neues Werkzeug gegen Marktverzerrungen in die Hand drücken, berichtet Euronews.com. Es solle Drittstaaten bei schweren und systematischen Verzerrungen den Zugang zum Binnenmarkt beschränken. Anlass sei der Handelsdruck aus China. Das EU-Defizit im China-Handel habe 2025 geschätzt bei einer Mrd. Euro am Tag gelegen. Jede Kommissionsentscheidung solle greifen, solange keine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten widerspricht. Für etwaige chinesische Vergeltungsschritte solle die EU Strategien für jeden Mitgliedstaat vorbereiten.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt Kartons in einem hellen, sauberen Lager mit Rollwagen und Warenregalen.
© Black Forest Labs / Flux

Plus 0,1 Prozent: Europas Handel tritt auf der Stelle

Das Einzelhandelsvolumen im Euroraum und in der EU ist im August gegenüber Juli um 0,1 Prozent gestiegen, meldet Eurostat. Nach dem Juli-Minus von 0,6 Prozent im Euroraum reicht das kaum zum Durchatmen. Non-Food legt um 0,5 Prozent zu, Kraftstoff verliert 1,9 Prozent. Deutschland landet mit plus 1,3 Prozent auf Platz drei der Monatswertung, liegt im Jahresvergleich aber immer noch 0,4 Prozent im Minus.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Kundin prüft ein Preisschild an Strickwaren neben weihnachtlich dekorierten Regalen.
© Black Forest Labs / Flux

Herbstlaune statt Kauflaune

Das Weihnachtsgeschäft verliert schon vor dem Start an Glanz: Die Konsumlaune hat sich im Oktober nach einem zaghaften Aufwärtstrend deutlich verschlechtert, so das Konsumbarometer des HDE. Die Anschaffungsneigung liege klar unter Vorjahresniveau, die Einkommenserwartung habe spürbar nachgegeben. Die Teuerung bei Energie und Sprit belaste die Verbraucher, die Inflationserwartung klettere weiter. Wirtschaftsforscher und Unternehmen blickten etwas freundlicher auf die Konjunktur, die Verbraucher hingegen seien pessimistisch.

Redaktion06.10.262 Min.
Buchhändler verpackt ein Buch für den Versand
© OpenAI

Buchhandel blättert ins Minus, online bleibt stabil

Der Umsatz der deutschen Buchbranche ist 2025 um 2,7 Prozent auf 9,62 Mrd. Euro geschrumpft, berichtet Tagesspiegel.de. In den ersten acht Monaten 2026 liege das Minus sogar bei 3,0 Prozent. Während der stationäre Buchhandel 3,7 Prozent verloren habe, sei das Online-Geschäft stabil geblieben, ebenso das mit E-Books. Der Hörbuchumsatz sei um mehr als 13 Prozent gestiegen. Die Käuferzahl sei um knapp fünf Prozent gesunken, bei den Zehn- bis 15-Jährigen um mehr als 30 Prozent. Ein Plus gebe es nur bei Belletristik, Young Adult und New Adult.

Redaktion05.10.263 Min.
Foto: Hand einer Ladenkraft wechselt ein Preisetikett an einem Supermarktregal mit Lebensmitteln.
© Black Forest Labs / Flux

Mehr Preiserhöhungen im Handel geplant

Im Handel planen deutlich mehr Unternehmen Preiserhöhungen, meldet das Ifo-Institut. Der Indikator für die Preiserwartungen der Branche sei im September von 30,0 auf 35,6 Punkte gestiegen. Das Institut sehe darin ein Zeichen, dass die Wirtschaft die gestiegenen Energiepreise zunehmend weitergebe: Seit der Blockade der Meerenge Bab al-Mandab seien die Rohölpreise erneut angezogen, Erdgas und Strom kosteten Mitte September so viel wie seit Ende 2022 nicht mehr. Konjunkturchef Timo Wollmershäuser erwarte eine Inflationsrate von über drei Prozent.

Redaktion01.10.262 Min.
Foto: Lagerarbeiter legt ein versiegeltes Paket auf einen Rollenförderer im Versandlager.
© Black Forest Labs / Flux

Internet- und Versandhandel 3,7 Prozent im Plus

Der Internet- und Versandhandel hat im August real 3,7 Prozent mehr umgesetzt als im Juli, meldet das Statistische Bundesamt. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat liege er real 3,5 Prozent im Plus. Der gesamte Einzelhandel erhole sich dagegen nur zum Teil: Nach dem realen Einbruch von 3,2 Prozent im Juli sei sein Umsatz um 1,3 Prozent gestiegen, bleibe aber 0,4 Prozent unter August 2025. Lebensmittelhändler lagen real 0,9 Prozent über dem Vormonat und 0,5 Prozent über dem Vorjahr. Non-Food-Händler lagen real 1,6 Prozent über dem Vormonat, aber 0,8 Prozent unter dem Vorjahr.

Redaktion01.10.263 Min.
Foto: Logistikarbeiter prüft Kartons auf einer Palette an einer Laderampe mit Containern im Hintergrund.
© Black Forest Labs / Flux

Strafzölle gegen China treffen auch Europas Exporteure

Zusätzliche EU-Zölle auf chinesische Importe lindern kritische Abhängigkeiten und unfairen Wettbewerbsdruck aus China, aber nur begrenzt, berichtet das Ifo-Institut. Jeder Ausgleichszoll gegen subventionierte Ware belaste Haushalte ebenso wie Firmen mit chinesischen Vorleistungen und schwäche so vor allem Exporteure. Außerhalb der EU greife der Schutz ohnehin nicht, dabei setze die europäische Industrie dort rund ein Viertel ihrer Produktion ab.

Redaktion30.09.262 Min.
KI-generiertes Symbolbild: Herbstprognose: Mehr Wachstum, wenig Konsum
© OpenAI

Herbstprognose: Mehr Wachstum, wenig Konsum

Die deutsche Wirtschaft wächst 2026 voraussichtlich um 1,3 Prozent und damit deutlich kräftiger als im Frühjahr erwartet, meldet das Ifo-Institut. Den Schwung liefere allerdings vor allem die Industrie mit ihren Exporten, der private Konsum komme kaum vom Fleck. Der Energiepreisschock infolge des Iran-Kriegs nage weiter an der Kaufkraft. Erst 2027 solle der Konsum mit den real verfügbaren Einkommen moderat zulegen, bei einer Inflation von 3,2 Prozent. 2028 stoße der Aufschwung mit 0,4 Prozent Wachstum an eine demografische Grenze.

Redaktion25.09.263 Min.
KI-generiertes Symbolbild: 1,1 statt 0,7 Prozent: OECD wird optimistischer
© OpenAI

1,1 statt 0,7 Prozent: OECD wird optimistischer

Die OECD rechnet für Deutschland in diesem Jahr mit 1,1 Prozent Wachstum statt der im Juni erwarteten 0,7 Prozent, berichtet Tagesschau.de. Den Schub liefere vor allem der Export von Elektronik und Ausrüstung im Sog des KI-Booms, hinzu komme öffentliches Geld für Verteidigung und Infrastruktur. Für 2027 bleibe es bei 1,1 Prozent. Den Haken sehe die OECD im Iran-Krieg: Dauere er an oder eskaliere er, verteuere sich Energie, was den privaten Konsum weiter belasten werde.

Redaktion24.09.262 Min.

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