Firewalls: Hardware stark im Trend

Firewalls: Hardware stark im Trend

Das wachsende Interesse von KMUs an Firewall-Lösungen hat zu einer Verschiebung der Rangordnung innerhalb des Marktes geführt: Der Schwerpunkt bewegt sich weg von Software-Firewalls in Richtung Firewall-Appliances, also Hardware.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Das wachsende Interesse der kleinen und mittleren Unternehmen an Firewall-Lösungen hat erstmals zu einer Verschiebung der Rangordnung innerhalb des Marktes geführt: Während der Sektor für Software-Firewalls schon gesättigt ist, bewegt sich der Schwerpunkt zusehends in Richtung Firewall-Appliances, also Hardware. Gegenüber Softwarelösungen bieten die Appliances den Vorteil, dass zu einem festen Preis eine integrierte Komplettlösung für die Absicherung der Unternehmensdaten erworben wird. Hierdurch werden mögliche Hardware oder Softwareprobleme minimiert. "Wir gehen davon aus, dass der Software-Sektor im Jahr 2005 einen Umsatzanteil von rund 38% erwirtschaften wird, während die Appliances den Markt klar dominieren," so Jose Lopez, Research Analyst bei Frost & Sullivan.

Diese Entwicklung setzt die Software-Anbieter unter Druck, ihre Produkte konkurrenzfähiger zu machen. Eine Lösung sehen sie in der Einbettung ihrer Anwendungen in geeignete Appliances, weshalb mittlerweile zunehmend OEM-Vereinbarungen (Original Equipment Manufacturer) mit Appliance-Herstellern getroffen werden. "Dieses Vorgehen wird sich dann wiederum auf die Gewichtung innerhalb des Marktes auswirken," meint Lopez. Als weitere Strategien, mit denen die Branchenakteure den rückläufigen Umsatzzahlen entgegentreten wollen, nennt Lopez Bestrebungen zur Stärkung des Markennamens: Viele Unternehmen überschreiten ihren Kernkompetenzbereich und expandieren in Felder wie Quality-of-Service- oder Intrusion-Detection-Software.

Grundsätzlich ist laut Frost & Sullivan davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Informationssicherheit auch zukünftig nicht abreißen wird. Dafür sorgt allein schon die immer breitere geographische Verteilung kritischer Unternehmensdaten im Zuge der Globalisierung und des technischen Fortschritts. So werden beispielsweise für den Einsatz an dezentralen Unternehmensstandorten integrierte Software-Firewalls an Bedeutung gewinnen. Dafür gibt es gemäß Analyse zwei Gründe: Zum einen sind Stand-alone-Firewall-Server für die meisten Standorte indiskutabel, weil Verwaltungsaufwand und Kosten zu hoch sind. Zum anderen stellen Niederlassungen häufig ein schwaches Glied in einer ansonsten gut gesicherten Kette dar, weil sich Hacker auf diesem Umweg Zugang zum Unternehmensnetz verschaffen können. Zusätzlich ergeben sich aus dieser Lösung auch Vorteile für die Diensteanbieter und Systemintegratoren, weil die Integration weniger Kosten und Aufwand verursacht.

Als wichtigste Wettbewerber im europäischen Firewall-Markt nennt die Analyse die Unternehmen Checkpoint und Cisco Systems, wobei sich Checkpoint mit Hilfe seiner starken Partnerschaft mit Nokia im Appliances-Bereich inzwischen einen gewissen Vorsprung verschafft habe.

Die Studie "Frost & Sullivan's Analysis Of The European Firewall Market" (Report B044) ist zum Preis von 5.000 Euro erhältlich. (ST)


KONTAKT:

Frost & Sullivan
Klemensstraße 9
60487 Frankfurt am Main
Tel. 069-7703311
Fax 069-234566
Internet: www.frost.com

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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