Björn Böer etailment.de

Björn Böer

Chefredakteur

3.675 Artikeldabei seit 2012

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Mitarbeiter bewegt Palette mit Waren durch Hochregallager für Amazons neuen Lagerdienst AWD
© Black Forest Labs / Flux

Amazons AWD kommt nach Europa

Ab Donnerstag startet Amazon seinen Lagerdienst „Amazon Warehousing & Distribution“ in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien, berichtet Ecommercenews.eu. Zu einem Pauschalpreis könnten Händler ihre Waren dort längerfristig einlagern, Amazon versorge die FBA-Logistikzentren, deren Kapazitäten beschränkt seien, bei Bedarf automatisch. Das erhöhe den Komfort für die über 100.000 europäischen Drittanbieter, aber auch die Abhängigkeit vom Marktplatz.

Björn Böer18.08.262 Min.
Frau bezahlt kontaktlos an Kletterhallen-Rezeption, Symbol für Freizeitausgaben der Haushalte
© Black Forest Labs / Flux

Jeder zehnte Euro fließt in Freizeit, Sport und Kultur

Die deutschen Haushalte investierten im Jahr 2024 durchschnittlich 9,5 Prozent ihrer Konsumausgaben in Freizeit, Sport und Kultur, meldet das Statistische Bundesamt. Das entspreche 309 Euro und sei nach Wohnen, Ernährung und Verkehr der viertgrößte Posten in privaten Budgets. Die Ausgabefreude gestalte sich nach dem Einkommen: Wer unter 1.300 Euro verdiene, wende nur 5,7 Prozent auf; bei mehr als 5.000 Euro dagegen verdoppele sich fast auf 10,7 Prozent.

Björn Böer18.08.262 Min.
Containerhafen mit Lücken in den Stapeln als Symbol für sinkende US-Investitionen
© Black Forest Labs / Flux

Deutsche Unternehmen meiden die USA

Deutsche Unternehmen haben ihre Investitionen in den Vereinigten Staaten im ersten Halbjahr um zwei Drittel auf 4,3 Mrd. Euro (5 Mrd. Dollar) zusammengestrichen, zitiert Reuters.com Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft. Das sei der tiefste Stand seit drei Jahren; verglichen mit den Zahlen von 2024 betrage das Minus sogar 80 Prozent. In den fünf Jahren vor der Pandemie hätten die Investitionen im ersten Halbjahr im Schnitt 15,8 Mrd. Dollar betragen. Der Grund sei die Verunsicherung durch die Zollpolitik der USA unter Präsident Trump.

Björn Böer18.08.262 Min.
Content-Creatorin präsentiert Korean-Beauty-Produkte während einer Live-Shopping-Session
© Black Forest Labs / Flux

K-Beauty wächst um 22 Prozent

Kosmetik aus Südkorea hat im weltweiten E-Commerce im vergangenen Jahr 15 Mrd. Dollar umgesetzt, eine Steigerung von 22 Prozent, berichtet Retail-News.de. Mit 54 Prozent seien die USA mit Abstand der wichtigste Markt, doch auch in Westeuropa sei der Anteil von drei auf zehn Prozent gewachsen. Dafür sei die Nachfrage aus China von 66 auf 21 Prozent geschrumpft. In den USA habe sich vor allem Tiktok Shop zur wichtigen Drehscheibe entwickelt. Die Plattform sei im Beauty-Segment in zwei Jahren von Rang 27 auf Platz sieben aufgestiegen.

Björn Böer18.08.263 Min.
Mitarbeiter verlädt Pakete auf Palette vor Frachtflugzeug bei Sonnenaufgang
© Black Forest Labs / Flux

Blue Dart nimmt Kurs auf USA und Europa

Die DHL-Tochter Blue Dart Express startet im September einen grenzüberschreitenden Zustelldienst für indische Online-Händler in die USA, nach Europa und Großbritannien, meldet Whalesbook.com. Für die letzte Meile greife man auf das weltweite Netz der Konzernmutter zurück. Den nötigen Rückenwind liefere der Wegfall der Wertobergrenze für Kurierexporte in Indien.

Björn Böer18.08.262 Min.
Ladenbesitzerin räumt Regal ein, Symbolbild für sinkende Insolvenzzahlen im Handel
© Black Forest Labs / Flux

Weniger Insolvenzen im Mai

Im Mai registrierten die deutschen Amtsgerichte 1.995 Insolvenzen, zwei Prozent weniger als im Mai 2025, meldet das Statistische Bundesamt. Rechnet man aber die Monate Januar bis Mai zusammen, ergeben sich 10.546 Verfahren, 4,9 Prozent mehr als 2025. Die Gläubigerforderungen lagen mit 15,4 Mrd. Euro allerdings deutlich unter den 25,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Verbraucherinsolvenzen schrumpften im Mai um erfreuliche 10,3 Prozent.

Björn Böer17.08.262 Min.
Fulfillment-Center mit ruhigem Betrieb nach dem Prime-Day-Ansturm im Juli
© Black Forest Labs / Flux

Prime Day drückt US-E-Commerce ins Minus

Der amerikanische Online-Handel hat im Juli mit 136,9 Mrd. Dollar im Monatsvergleich ein Minus von 2,2 Prozent zu verkraften, berichtet Digitalcommerce360.com. Im Vergleich zum Juli 2025 allerdings beträgt das Plus 7,7 Prozent. Schuld ist die Verlegung des Prime Day in den Juni, was für den Monat ein Plus von 14,2 Prozent produziert habe. Allerdings schrumpfte auch der gesamte Einzelhandel zum ersten Mal seit der Pandemie wieder.

Björn Böer17.08.263 Min.
Kundin bezahlt mit Smartphone am Supermarkt-Self-Checkout, Symbolbild für Wero
© Black Forest Labs / Flux

Wero bleibt weitgehend unbekannt

Zwei Jahre nach dem Start kennen nur 39 Prozent der Deutschen den europäischen Zahlungsdienst Wero, berichtet Boerse-Express.de. 58 Prozent würden am langfristigen Erfolg zweifeln. Unter denen, die das Angebot kennen, hätten 64,8 Prozent den Dienst bereits ausprobiert. Die EPI melde für Deutschland neun Mio. Nutzer. Zum Vergleich: Paypal hat 35 aktive Konten. Immerhin: Amazon und Lidl unterstützen Wero bereits.

Björn Böer17.08.262 Min.
Kurier auf E-Lastenrad liefert in europäischer Stadt aus, Symbolbild für JD.com Quick-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

JD.com bleibt im Kern profitabel

Obwohl der Umsatz um 2,9 Prozent schrumpfte, konnte JD.com im zweiten Quartal ein Gewinnplus von 15 Prozent realisieren, was sich zu 1,1 Mrd. Dollar Nettogewinn addierte, meldet Scmp.com. Beide Zahlen hätten die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das Kerngeschäft bleibe weiterhin profitabel und die Verluste im Kampf um eine wichtige Rolle im Quick-Commerce seien geschrumpft. Im März sei der Tochter-Marktplatz Joybuy in sechs europäischen Ländern, darunter Deutschland, an den Start gegangen.

Björn Böer14.08.263 Min.
IT-Team prüft konzentriert Serverinfrastruktur beim KI-getriebenen Umbau der IT-Landschaft
© Black Forest Labs / Flux

Das KI-Paradoxon: Motor und Stolperstein

Für 60 Prozent der Unternehmen ist KI der Grund, ihre IT-Landschaft umzubauen, die Kostensenkung, auf Platz fünf, ist auf einmal nicht mehr so wichtig, berichtet Heise.de. Allerdings überschritten über drei Viertel dabei sowohl ihr Budget als auch den Zeitplan. KI würde zwar den Wandel treiben, aber viele unterschätzten die Voraussetzungen: Testen (32,4 Prozent), Datenqualität (26,4 Prozent) und die Regulatorik (23,9 Prozent). Die vermeintliche Abkürzung KI erhöhe so nur den Druck in den IT-Abteilungen.

Björn Böer14.08.263 Min.
Büroangestellte zögert nachdenklich vor Laptop – Symbolbild für KI-personalisierte Phishing-Mails
© Black Forest Labs / Flux

KI schreibt die effektivsten Phishing-Mails

Phishing-Mails, die von KI personalisiert wurden, erreichen eine Klickrate von zehn Prozent, generische hingegen nur 3,9 Prozent, zitiert Golem.de eine Studie des Bifold, des Inria und der Ruhr-Universität Bochum. Von Menschen personalisierte Mails führten zwar zu 24,2 Prozent Klicks, benötigten aber sieben Minuten Aufwand, während der KI-Workflow nur 45 Sekunden in Anspruch nehme. Kurioserweise reagierten Empfänger mit breitem Datenprofil seltener auf die persönliche Ansprache, weil die verwendeten LLMs bei ihnen zu abstrahieren begonnen hätten.

Björn Böer13.08.262 Min.
Mexikanische Unternehmerin klebt QR-Code auf Versandpaket für Online-Handel
© Black Forest Labs / Flux

Mexikos KMU handeln immer digitaler

46 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Mexiko halten den Online-Handel für sehr wichtig, nach 37 Prozent im Vorjahr, berichtet Mexicobusiness.news. Der bekannteste Kanal bleibe Mercado Libre mit 87 Prozent, gefolgt von Amazon mit 61 Prozent; Tiktok Shop wäre nur für acht Prozent von Bedeutung. QR-Codes seien in Mexiko der Logistik entwachsen und würden von 40 Prozent der Unternehmen verwendet, um Kunden etwa Nährwerte, Videos oder Zertifikate aufs Smartphone zu pushen.

Björn Böer13.08.263 Min.

Trending Morning Briefing

Mehr Morning Briefings

Jetzt reinhören

Alle Podcasts