Frankfurter Konsumgüter-Messe mit neuem Konzept

Frankfurter Konsumgüter-Messe mit neuem Konzept

Der Markt für Accessoires, kleine Einrichtungsgegenstände und Geschenke wird schwieriger. Vielen Europäern fehlt das Geld. Die Messe Frankfurt richtet daher ihre Konsumgütermesse neu aus.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Den Anfang macht im Januar die neue "Nordstil" in Hamburg, die der nach Hannover abgewanderten "Earlybird" folgen wird. Weltleitmesse für Konsumgüter bleibe die Frankfurter Frühlingsmesse "Ambiente", die zuletzt rund 4.700 Aussteller und 140.000 Fachbesucher an den Main lockte.

Die Tendence wird verkleinert und verkürzt

Die schon seit Jahren kriselnde kleine Schwester "Tendence" verliert 2013 gegenüber dem Vorjahr einen Messetag und nahezu ein Viertel ihrer damaligen Ausstellungsfläche. Auf noch 98.000 Quadratmetern zeigen 1307 Aussteller ihre Produkte, rund 500 weniger als 2012.

Nicht mehr vertreten sind insbesondere Massenhersteller aus Asien. "Diese Kunden waren unzufrieden mit der Messe, weil sie vor Weihnachten nicht mehr liefern konnten", erklärte Stephan Kurzawski aus der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt Exhibition.

Neue Konzepte und Fachmessen integriert

Die verkleinerte Tendence sei aber nach wie vor für den Konzern "extrem sinnvoll" und "wirklich profitabel". Das langfristige Ordergeschäft großer Mengen konzentriere sich auf die Ambiente im Frühjahr. Zwei Order-Termine im Jahr würden von der Branche nicht mehr akzeptiert, erläuterte die Messe-Organisatorin Nicolette Naumann. Auf der Tendence könne sich der Fachhandel aus Kerneuropa noch kurzfristig für das Weihnachtsgeschäft eindecken.

"Sämtliche Aussteller können ihre hier gezeigten Waren innerhalb der nächsten sechs Wochen liefern." Erstmals gibt es zudem begleitende Fachmessen für nachhaltige Produkte (Ecostyle) und zum Vertrieb über das Internet (Webchance).

Mit der "Nordstil" in Hamburg steige die Messe Frankfurt erstmals in das Geschäft regionaler Ordermessen für Konsumgüter in Deutschland ein, sagte Messe-Geschäftsführer Detlef Braun. In einem mittelfristigen Zeitraum von etwa drei Jahren wolle man nach ähnlichen Gelegenheiten in den anderen deutschen Regionen Ausschau halten. Die zusätzlich geplante neue Messe-Marke für das absolute Spitzensegment solle weltweit positioniert und entwickelt werden.

Christian Ebner (dpa)

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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