Fulfillment: Personalisierung auf dem letzten Meter

Fulfillment: Personalisierung auf dem letzten Meter

You-Commerce, Me-Tail - Auch eine zunehmende Zahl an Buzzwords macht klar, dass Personalisierung im E-Commerce einer der wichtigsten Trends im E-Commerce 2014 werden könnte. Doch dabei geht es nicht nur um die Werbung und den Webshop. Wer Personalisierung ernst nimmt, der findet auch gute Argumente gegen den Zwang zu Same Day Delivery.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Es geht bei der Personalisierung ja nicht nur darum, dem Kunden per digitalem Fingerabdruck ein maßgeschneidertes Online-Angebot zu liefern. Es geht auch um personalisiertes und individualisierbares Fulfillment - dem Stiefkind im deutschen Onlinehandel.

Selbst wer vor den Mondlande-Projekten Big Data und Social Data zurückschreckt, der kann nämlich immer noch auf der letzten Meile dem Kunden ein maßgechneidertes Angebot machen.

Natürlich klingt Same Day Delivery erstmal nach einen spannenden Werbeversprechen und ganz sicher gibt es dafür auch einen Markt.

Doch die Kunden, Studien zeigen das, wollen vor allem flexible Zustellmöglichkeiten und klare Lieferzeiten. Gefragt ist der Wunschtermin. Je enger und individueller dieser definiert werden kann, umso besser. Wenn der Kunde zusätzlich vorab über die Ankunft des Lieferfahrzeugs infomiert wird - noch besser.

Geofencing kann da eine wichtige Hilfe für flexiblere Terminzustellung sein. Beim Same-Day-Delivery-Dienstleister Shutl, gekauft von eBay, kann der Nutzer sogar den Weg seines Lieferfahrzeugs per GPS mitverfolgen.

Manch einem klingt das vielleicht immer noch nach unkalkulierbaren Kosten. Aber mit Blick auf Wettbewerbsvorteile, sollte man die Organisation des Wunschtermins, wie sie beispielsweise DHL möglich macht, nicht dem Kunden überlassen, sondern aktiv im Webshop anbieten.

Doch manch einen Händler interessiert es ja eh nur, dass das Paket aus dem Haus ist.
Also fehlen noch weitaus simplere Optionen für ein personalisiertes Fulfillment:

- Auswahl der Logistikpartner
- Auswahl des Zustellortes (Zuhause, Büro, Nachbar, Paketstation, Click & Collect)
- Wahl einer CO2-freundlichen Lieferung

Diese Wurschtigkeit gegenüber dem Kunden kann man sich alsbald nur noch leisten, wenn im Business-Plan als Nahziel "Geschäftsaufgabe" steht.

Foto oben: Transport delivery key with truck icon on laptop keyboard. Included clipping path, so you can easily edit it. Shutterstock
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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