Geldpolitik macht Volksbanken zu schaffen

Geldpolitik macht Volksbanken zu schaffen

Die Genossenschaftsbanken haben das Filialnetz im vergangenen Jahr deutlich reduziert – das dürfte in diesem Jahr so weitergehen. Auf die Kunden könnten höhere Gebühren zukommen.

MSMarion SchalkRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Kunden drohen höhere Gebühren

Die „zerstörerische Geldpolitik“ der EZB zeige „zunehmend hässliche Nebenwirkungen, die die Realwirtschaft in immer stärkerem Maße zu spüren bekommt“, zitierte die Nachrichtenagentur dpa-AFX den BVR-Präsidenten.

Für das Geschäft der BVR-Mitglieder bedeute das Zinstief weitere Zusammenschlüsse. Fröhlich gehe davon aus, dass es Fusionen in der Größenordnung von 40 bis 50 geben wird, berichtete die Agentur weiter. Im vergangenen Jahr hatten die Genossen das Filialnetz, Selbstbedienungsstellen nicht mitgerechnet, um 510 auf 12.260 geschrumpft. Höhere Gebühren für Kunden würden ebenfalls wahrscheinlich.

Etwas weniger Gewinn als im Vorjahr

Die anhaltend niedrigen Zinsen sorgen für sinkende Zinsüberschüsse der im BVR zusammengeschlossenen Banken. Dies konnten die 1.021 Institute jedoch durch ein reges Kundengeschäft ausgleichen: Das Kreditgeschäft legte um 4,8 Prozent auf 505 Milliarden zu, die Kundeneinlagen kletterten um 3,8 Prozent auf 818 Milliarden Euro. Insgesamt meldeten die Genossenschaftsbanken für das vergangene Geschäftsjahr einen vorläufigen Jahresüberschuss nach Steuern von 2,1 Milliarden Euro, mit minus 0,8 Prozent ein etwas schlechteres Ergebnis im Vergleich zu 2014.

Teilen
MS
Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.