
Genugtuung bei Verdi nach Geldstrafe für Aldi
Schadenfreude ist die schönste Freude: Die Gewerkschaft Verdi begrüßt die Tatsache, dass Aldi Nord für die versteckte Unterstützung der arbeitgeberfreundlichen Gewerkschaft AUB zahlen muss.
David WöllensteinRedakteurArbeitgeberfreundliches Gegengewicht
Die AUB war zunächst von Siemens versteckt finanziert worden, um ein unternehmerfreundliches Gegengewicht zur IG Metall zu schaffen. Auch Aldi Nord hat der Organisation wohl Geld gegeben.
Aldi Nord habe die Geldauflage nur akzeptiert, um das "Zeit und Geld kostende Ermittlungsverfahren endlich zum Abschluss zu bringen", heißt allerdings es in einer Klarstellung des Unternehmens. Wiesemann treffe keine Schuld.
Gewerkschaft stellte Strafanzeige
Verdi hatte nach eigenen Angaben bereits 2008 Strafanzeige gegen Aldi Nord gestellt, nachdem der Gewerkschaft Informationen vorlagen, wonach der Discounter die AUB möglicherweise finanziell fördere.
Laut Verdi war das Ziel von Aldi, eine "willfährige Arbeitnehmerorganisation als Verhandlungspartner an Stelle einer unabhängigen Gewerkschaft im Unternehmen zu bekommen" sowie "Verdi-Betriebsräte gegen AUB-Vertreter auszutauschen".

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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