Glänzende Bilanz für Transfair

Glänzende Bilanz für Transfair

Die deutschen Verbraucher haben erneut mehr Geld für fair gehandelte Waren ausgegeben: Der Umsatz von Produkten mit Fairtrade-Siegel ist 2008 um 50 Prozent gestiegen.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Gestiegene Nachfrage gab es vor allem nach Rosen, Zucker und Fruchtsaft. Der Verkauf von Bananen ging dagegen zurück. Bei fair gehandelten Produkten wird den Erzeugern in armen Ländern unter Ausschaltung des Zwischenhandels ein sicherer Preis für ihre Produkte gewährt.

Ethische Produkte im Trend

"Die Verbraucher möchten zunehmend ethisch einwandfreie Produkte kaufen, die ohne Ausbeutung und Umweltschäden hergestellt wurden. Hier bietet Fairtrade einen glaubwürdigen Lösungsansatz", sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von Transfair.
Im Vergleich zu 2003 habe sich der Umsatz vervierfacht.

In Deutschland werden rund Tausend verschiedene Produkte mit Fairtrade-Siegel angeboten. 2008 wurden rund 5.000 Tonnen Fairtrade-Kaffee verkauft und 4,5 Millionen Liter Fruchtsaft getrunken. 46,8 Millionen fair gehandelte Rosen erblühten und heimsten das größte Plus für ein Sortiment ein: 138 Prozent.

Nur die Bananen schwächeln

844.000 Textilien aus Fairtrade-Baumwolle wie Jeans, T-Shirts und Stofftaschen wurden gekauft. Lediglich Fairtrade-Bananen sind mit 12.000 Tonnen um elf Prozent gesunken - verschiedene Handelsketten hatten die fair gehandelten Früchte aus dem Sortiment genommen.

Von dem Verkauf profitieren vor allem die 870 zertifizierten Produzenten-Organisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Allein über den deutschen Markt erhalten sie mehr als 33 Millionen Euro Direkteinnahmen. Das Geld wird hauptsächlich in medizinische Versorgung, Bildung und soziale Einrichtungen investiert.

Fairtrade-Kongress im September

Im laufenden Jahr hat Transfair zahlreiche Projekte angestoßen, um den Fairen Handel populärer zu machen. Mit dem "Fairtrade-Code" können Verbraucher von der Verpackung bis zum Produzenten reisen. Die Kampagne "Fairtrade-Towns" soll dem fairen Konsum auf lokaler Ebene neue Impulse geben. Der „Coffee-Day" am 24. September soll das Highlight der Fairen Woche 2009 sein, die bundesweit über 3.000 Aktionen mobilisieren möchte.

Am 10. September 2009 laden Transfair und Der Handel zur International Fairtrade Conference in Berlin ein - mehr Informationen hierzu erfolgen in Kürze auf derhandel.de. Einen Bericht zum 1. Kongress „Fairtrade im Handel" im vergangenen Herbst finden Sie hier.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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