Händler mit viel Eigenkapital

Händler mit viel Eigenkapital

Der Mittelstand in Deutschland wagt sich aus der Deckung: Seit Krisenbeginn haben die Unternehmen nicht mehr so viel investiert wie zuletzt. Die Fremdfinanzierung wächst, aber auch das Eigenkapital.

MSMarion SchalkRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Geld fließt in neue Kapazitäten

Eine gute Nachricht sei, dass das Geld hauptsächlich in Kapazitätserweiterungen – beispielsweise neue Anlagen und Bauten – fließe, sagte Zeuner. Aber: fast nur bei den kleinen Mittelständlern mit weniger als fünf Beschäftigten. Die Projekte werden wieder mehr über Fremdkapital finanziert, zugleich wächst die Eigenkapitalquote auf durchschnittlich 29,7 Prozent.

Auch der Handel – Groß- und Einzelhandel – steigerte 2014 seine Eigenkapitalquote auf durchschnittlich 28,6 Prozent, und liegt im Branchenvergleich an vierter Stelle.

"Anomalie": Großunternehmen werden zu Nettosparern

Eine weitere Beobachtung der Volkswirte: Im Gegensatz zur wachsenden Investitionstätigkeit im Mittelstand nehmen die Investitionen der Großunternehmen weiter ab. Laut Zeuner dürften die Konzerne im Jahr 2014 rund 20 Milliarden Euro weniger investiert haben als im Vorjahr. "Der Unternehmenssektor ist ins Lager von Staat und Privathaushalten gewechselt und zum Nettosparer geworden", sagt Zeuner. Diese Entwicklung sei eine "Anomalie".

Wer mehr Einzelheiten zur Entwicklung im Einzelhandel lesen möchte, und wissen will, warum sich der Mittelstand selbst rettet, kann das in der aktuellen Ausgabe von Der Handel nachlesen, die am 6. November erscheint.

Teilen
MS
Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.