Handwerker stehen eVergabe oft kritisch gegenüber

Handwerker stehen eVergabe oft kritisch gegenüber

Obwohl sich die eVergabe tendenziell steigender Beliebtheit erfreut - vor allem bei den öffentlichen Ausschreibern - hinken kleine und mittelständische Bau- und Handwerksunternehmen diesem Trend nach wie vor hinterher.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die eVergabe (auch E-Vergabe, Online-Vergabe, elektronische Vergabe) wird bei öffentlichen Ausschreibern immer beliebter. Bund, Länder und Gemeinden können durch den Einsatz moderner Informationstechnologie bei der Ausschreibung, Vergabe und Beschaffung zwischen 1 % und 5 % ihrer Aufwendungen einsparen, was schnell bis zu 3 Milliarden Euro ausmachen kann.

Potenzielle Bieter tun sich bei der Online-Vergabe noch schwer. Nach Ansicht von Dr. Andreas Geyer vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) wird sich die elektronische Vergabe trotzdem in den nächsten Jahren durchsetzen. Allerdings dauere dieser Prozess schon jetzt länger als ursprünglich angenommen: "Zur Zeit ist es noch so, dass viele die eVergabe kritisch beäugen. Viele sind zurückhaltend, weil die Effekte aus Nutzersicht noch unzureichend sind. Häufig werden nur Bekanntmachungen und keine Vergabeunterlagen bereit gestellt. Außerdem möchte man sich nicht ausschließlich an die Technologie eines Anbieters binden. Mit mehreren Anbietern Verträge zu schließen, erscheint nicht effektiv. Hier wird es Entwicklungen auf Plattformanbieterseite geben müssen."

Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), erwartet ebenfalls, dass sich die eVergabe durchsetzt und geht außerdem von einer weiteren Technologieverbesserung auf Seiten der Anbieter elektronischer Vergabeverfahren aus. "Der richtige Zeitpunkt, auf den Zug eVergabe aufzuspringen, ist definitiv jetzt. Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig mit der eVergabe auseinander setzen, entstehen Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen, die eVergabe bereits zur Auftragsbeschaffung nutzen. Es kann schwierig werden, wenn man jetzt nicht einsteigt." (KC)


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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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