Home24 will das reale Einkaufserlebnis bieten

Home24 will das reale Einkaufserlebnis bieten

Ein klassischer Internet-Pure-Player zieht auf die Fläche: Home24 eröffnet in Berlin einen Restpostenmarkt. Dabei nimmt er das Thema Kundenbeziehung ernst und will viel Service bieten.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Möglicherweise geht es Home24 auch um solche Art der Beziehung zu Konsumenten, obwohl der Onlinemöbelhändler durch intensive Analyse seiner Kundendaten sehr enge Bande mit seinen Bestellern knüpft. Aber ohne Realität scheint die digitale Welt dann doch nicht zu funktionieren. Am Samstag (23.) eröffnet Home24 in einem Backsteingebäude im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg seinen ersten Outlet-Store. Über 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche soll der Restpostenmarkt haben und Möbel, Lampen und Wohnaccessoires bieten, die mit bis zu 70 Prozent Preisnachlass verkauft werden.

Das Thema stationäres Einkaufserlebnis nimmt Home24 ernst, denn an den Wochenenden sollen Einrichtungsexperten die Kunden beraten. Der Logistikpartner Rhenus sorgt zudem per Express-Service dafür, dass die Ware direkt zum Kunden nach Hause geliefert werden kann.

Mehr Geld, andere Besetzung des Vorstands

"Unser Fokus bleibt natürlich der Onlinehandel, aber unser neues Outlet bietet eine gute Möglichkeit Produkte anzubieten, die beispielsweise marginale Fehler aufweisen", sagt Philipp Kreibohm, Vorstand von Home24.

In der Chefetage des Möbelversenders gab es zuletzt einige Veränderungen. Im Mai soll der bisherige Vorstand Domenico Cipolla aus dem Vorstand ausscheiden, dem Unternehmen aber in einer anderen Funktion erhalten bleiben, wie es hieß. In den Vorstand einziehen werden Marc Appelhoff und Christoph Cordes, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Fashion For Home, das Home24 im November 2015 übernommen hatte.

Mit einer Finanzierungsrunde durch neue und bestehenden Aktionären wurde zudem das Kapital von Home24 um 20 Millionen Euro aufgestockt. Damit sollen Angebot verbessert sowie Prozesse optimiert werden. Ziel: Das Unternehmen soll profitabel werden. Denn trotz eines Umsatzplus im von fast 46 Prozent auf 234 Millionen Euro im Jahr 2015 schreibt der Versender nach wie vor keine Gewinne.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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