
Jeder dritte Deutsche mag kein Bargeld mehr
Zwar bevorzugen die meisten deutschen Konsumenten beim Einkauf immer noch Bargeld. Aber die Zahl derer, die lieber per Karte oder Smartphone zahlen, steigt.
Björn BöerChefredakteurViele Verbraucher sehen das der Studie zufolge ähnlich: Gut jeder zweite Befragte (55 Prozent), der lieber bargeldlos zahlt, gibt dafür Sicherheitsgründe an. Für 45 Prozent ist die Karte komfortabler als Bargeld.
Bargeld lässt Finanzen besser kontrollieren
Insgesamt sehen Konsumenten demnach einen zunehmenden Trend für bargeldlose Zahlungen. Gut jeder vierte Bundesbürger (27 Prozent) hält es für wahrscheinlich, dass im Jahr 2030 fast kein Bargeld mehr in Deutschland verwendet wird.
Dennoch ist Bargeld weiterhin die beliebteste Zahlungsart beim Einkauf im Geschäft: Nahezu zwei von drei Deutschen (62 Prozent) zahlen dort bevorzugt in bar. Von ihnen sagen drei Viertel (75 Prozent), dass sie ihre eigenen Finanzen so besser kontrollieren könnten. Doch fast jeder zweite Barzahler (48 Prozent) gibt auch an, dass Händler keine anderen Zahlungsmöglichkeiten zuließen.
Zahlung mit Handy wird interessanter
An der Kasse wollen Verbraucher künftig offenbar verstärkt das Smartphone einsetzen: Laut Umfrage kann sich jeder Fünfte ab einem Alter von 14 Jahren vorstellen, keine Geldbörse mehr mitzunehmen und nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen. Dies entspricht rund 14 Millionen Bundesbürgern. Vor einem Jahr gab dies erst jeder Siebte an. "Das Smartphone ist immer dabei und wird mit den entsprechenden Apps die Bargeldzahlungen im Geschäft mehr und mehr ersetzen", ist Rohleder überzeugt.
Besonders für Jüngere sei dies attraktiv: Gut zwei von fünf der 14- bis 29-jährigen (43 Prozent) würden nur noch per Smartphone bezahlen. Von den 30- bis 49-jährigen kann sich das gut jeder Dritte (36 Prozent) vorstellen. Bei Smartphone-Nutzern zwischen 50 und 64 Jahren will künftig jeder Fünfte (21 Prozent) die Geldbörse durch das Smartphone ersetzen.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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