
Jennings präsentiert den Karstadt-Masterplan
Lange wurde gerätselt, wie Karstadt die Zukunft meistern will. Nun existiert ein Masterplan für das Warenhaus. Dessen Chef hat ihn heute aber erst dem Aufsichtsrat vorgestellt.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentDer Investor Nicolas Berggruen hatte die insolvente Warenhauskette im Oktober vergangenen Jahres übernommen. Seitdem ist der Amerikaner ein großes Konzept schuldig geblieben, mit dem er die Warenhauskette zukunftsfähig machen will. Wenigstens werden nun verschiedene Filialen im Land renoviert.
Jennings, der Sanierer
Der britische Manager Jennings, der seit Jahresbeginn an der Karstadt-Spitze steht, gilt als erfahrener Sanierungsexperte. Er hatte bis Ende 2009 bei Woolworths Südafrika Erfahrung bei der Restrukturierung einer Kette mit 400 Warenhäusern und einem Umsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar (gut 2 Milliarden Euro) gesammelt.
Mit rund 22.000 Mitarbeitern betreibt Karstadt derzeit 86 Warenhäuser, drei sogenannte Premium-Häuser und 26 Sporthäuser.
Die Aufteilung des Unternehmens in die drei eigenständigen Bereiche war im Mai dieses Jahres unter der Regie von Jennings beschlossen worden. Damals hatte das Unternehmen versichert, alle drei Geschäftsbereiche langfristig und systematisch weiterentwickeln zu wollen.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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