
Kältewelle kommt dem Handel gerade recht
Nach einer viel zu warmen Wintersaison freut sich der Einzelhandel über die angekündigte Frostperiode zum Auftakt des Winterschlussverkaufs.
David WöllensteinRedakteurDaran dürfte auch nichts ändern, dass die Nachfrage nach Wintermode wegen der Kälte auch ohne Rabatte anzieht. "Das Lagerangebot ist einfach sehr groß", sagte Klaus Fischer vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. Der Schlussverkauf sei "besser angelaufen" als vor einem Jahr, wie erste Stichproben ergeben hätten.
Die Regale müssen wieder frei werden
Er erwarte, dass die Händler im Laufe der Woche mit den Preisen noch weiter heruntergingen, sagte Fischer. "Jeder Einzelhändler hat natürlich Spielraum bei der Preisgestaltung" und könne die Preise auch je nach Nachfrage neu festsetzen, stellte HDE-Geschäftsführer Kai Falk fest. Tatsache sei aber, dass die Regale bis März wieder frei sein müssten: "Dann kommen die Kollektionen für Frühjahr und Sommer."
Die heiße Phase des Schlussverkaufs dauert etwa 14 Tage, ein offizielles Ende gibt es nicht. Der Branchenverband HDE rechnet damit, dass gut drei Viertel der rund 400.000 Einzelhändler sich an der freiwilligen Schlussverkaufsaktion beteiligen. Sonderangebote gibt es auch in vielen Möbelgeschäften, Bau- und Elektronikmärkten. Zu kalt darf es aus Sicht der Händler auch nicht werden, denn das dämpft erfahrungsgemäß die Konsumlaune.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
Alle Beiträge