
Kahlschlag bei eBay-Deutschland
Bei eBay-Deutschland soll bis Mitte 2010 fast jeder zweite Arbeitsplatz gestrichen werden. Von einer "Notsituation" sei man jedoch entfernt, betont ein eBay-Sprecher.
Der Jobabbau sei notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Er betonte, das Unternehmen befinde sich "nicht in einer wirtschaftlichen Notsituation". Der Prozess soll bis Mitte 2010 abgeschlossen sein.
"Kompetenzzentrum" zur Kundenbetreuung in Dublin
Ziel der Neustrukturierung sei es, die Kundenbetreuung im nicht-deutschsprachigen Bereich aus einem " europäischen Kompetenzzentrum" heraus zu steuern, das seinen Sitz in Dublin haben soll. 1.200 Mitarbeiter sollen von dort eBay- und PayPal-Kunden betreuen. Dazu sollen in Dublin 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werdn.
"Die Beratung für unsere Kunden in Deutschland wird weiter aus Deutschland erfolgen. Deutschland ist der zweitgrößte Markt für eBay weltweit, dieser großen Bedeutung tragen wir Rechnung", erklärt Deborah Davis, Vice President Customer Service.
Land Brandenburg sichert Beschäftigten Hilfen zu
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) hat den von der Kündigung bedrohten 400 Beschäftigten bei eBay Hilfe angeboten. Wie sein Sprecher Alexander Gallrein am Donnerstag gegenüber dpa sagte, gebe es im Ministerium bereits eine Arbeitsgruppe für Unternehmen in Krisensituationen.
"Wir wollen auch in diesem Fall beratend und unterstützend tätig sein", sagte Gallrein. Das Ministerium bedaure die Entscheidung von eBay, Arbeitsplätze in Dreilinden abzubauen. "Wir haben jedoch Verständnis für diese unternehmerische Entscheidung", sagte Gallrein. Wichtig sei die klare Aussage des Unternehmens, den Standort mit dann 600 Arbeitskräften erhalten zu wollen.
eBay fällt es zunehmend schwerer sich gegen das Konzept der Internet-Gemischtwarenhändlers Amazon zu behaupten. Eine jüngst gestartete Kooperation mit dem Autohersteller GM in Kalifornien musste mangels Erfolg bereits wieder eingestellt werden.
hb mit Material von dpa