
Karstadt sieht keine Alternative zur Tarifpause
Im Tarifstreit bei Karstadt hat die Zeit der taktischen Spielchen begonnen. Die Unternehmensführung hält jedenfalls das Gesprächsangebot der Gewerkschaft für kein solches - und beharrt auf ihrer Position.
David WöllensteinRedakteurZiel: Langfristige Gesundung des Unternehmens
Karstadt-Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz erklärte, Verdi habe mehrfach deutlich gemacht, nicht über eine "Tarifpause" sprechen zu wollen. Eine Alternative zur langfristigen Gesundung des Unternehmens gebe es nicht, da man keinen weiteren Stellenabbau wolle. "Deshalb bewerten wir ein Gesprächsangebot, das nicht ergebnisoffen ist, als taktisches Manöver", unterstrich er.
Der Warenhauskonzern will mit einer zweijährigen "Tarifpause" drohende Mehrbelastungen in Millionenhöhe abwenden. Das Essener Unternehmen wechselte im Mai in den regionalen Arbeitgeberverbänden in die Verbandsmitgliedschaft ohne Tarifbindung. Damit verabschiedete sich ein großer Arbeitgeber aus den Tarifrunden im Einzelhandel, noch ehe sie richtig begonnen hatten.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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