"Aus einer Transfergesellschaft kann ein möglicher Investor dann die Mitarbeiter nach seinen Möglichkeiten - auch finanziellen Möglichkeiten - wieder herüberholen", erläuterte der Sprecher. So sollen etwa die Hälfte der 311 Filialen des gut 80 Jahre alten Unternehmens fortgeführt werden.
"Die restlichen Filialen werden nicht von heute auf morgen geschlossen, dafür gibt es durchaus Einzelfalllösungen." So hatten unter anderen die Drogerieketten dm und Rossmann, der Textildiscounter KiK und der Schuhhändler Reno Interesse an einzelnen Standorten bekundet.
Der vorläufige Insolvenzverwalter hält es für unverzichtbar, dass alle Beschäftigten in eine Transfergesellschaft gehen. "Dies ist die beste Chance für die Fortführung und würde das neue Unternehmen durchaus attraktiv für mögliche Investoren machen", sagte der Sprecher.
Allerdings sei "die Investorenfrage noch offen", räumte der Sprecher ein. "Wenn sich kein Investor findet, wird die Fortführung des Unternehmens fraglich. Dann sind Schließungen und Kündigungen unumgänglich." Wie lange das finanzielle Polster noch reicht, von dem Hermann im April berichtet hatte, konnte der Sprecher nicht sagen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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