
Kein Silberstreif am Intel-Horizont
Auch im vierten Quartal kann Intel nur mit schleppenden Umsätzen rechnen Auch im vierten Quartal kann Intel nur mit schleppenden Umsätzen rechnen#/AB#Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute meldet, hat der weltweit größte Chiphersteller Intel nach einem erheblichen Gewinn- und Umsatzrückgang im dritten Quartal auch für sein starkes viertes Quartal schleppende Umsätze vorausgesagt. Intel teilt
David WöllensteinRedakteurIm dritten Quartal hat das Unternehmen nach eigenen Angaben angesichts der schwachen PC-Verkäufe einen Gewinnrückgang um 77% und einen Umsatzrückgang um 25% verzeichnet. Der Reingewinn vor übernahmebedingten Kosten sei dabei auf 655 Millionen (Vorjahr 2,89 Milliarden) Dollar oder zehn (43) Cents je Aktie gesunken, hieß es. Der Umsatz habe 6,5 Milliarden Dollar betragen, verglichen mit 8,73 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten in einer Umfrage von Thomson Financial/First Call im Durchschnitt den Gewinn je Aktie mit zehn Cents und den Umsatz mit 6,38 Milliarden Dollar prognostiziert.
Ein Analyst sagte: "Die gute Nachricht ist, dass Intel mit den Zahlen gekommen ist, die erwartet wurden. Die schlechte Nachricht ist, dass die Voraussagen für das vierte Quartal keine Erholung andeuten". Die Intel-Aktie stieg nach Bekanntgabe der Zahlen im nachbörslichen Handel zunächst bis auf 25,24 Dollar, gab aber danach auf 24,60 Dollar von 24,96 Dollar beim Börsenschluss nach. Im regulären Börsenhandel war der Kurs zuvor um 58 Cents gestiegen. Im bisherigen Verlauf des Jahres fiel der Intel-Kurs um 20%.
Intel hat nach eigenen Angaben seinen Marktanteil im Halbleitergeschäft gegenüber dem Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) im dritten Quartal leicht gesteigert. Intel-Chef Craig Barrett sagte, das Unternehmen erwarte einen "moderaten Absatzanstieg bei den Mikroprozessoren und Flash-Memory-Chips im vierten Quartal". Höhere Verkaufszahlen könnten allerdings durch rückläufige Preise aufgehoben werden. Intel hatte den Preis seines Pentium 4-Chips um bis zu 80% gesenkt, um gegenüber AMD keine Marktanteile zu verlieren. Die Brutto-Gewinnspanne werde im vierten Quartal mit 47% nach 46% im dritten Quartal erwartet, hieß es ausblickend. "Es sieht so aus, dass Intel bei der Brutto-Gewinnspanne den absoluten Tiefpunkt bereits erreicht hat", sagte ein Analyst. (JR)

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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