
Klimamarkt mit guter Resonanz
Der Handelskonzern Tengelmann will mit Sonnenenergie, Erdwärme und LED-Beleuchtung in Supermärkten Energie sparen. Das Modellprojekt "Klimamarkt" kommt gut an.
David WöllensteinRedakteur"Neue Maßstäbe"
Die Tagespresse berichtete umfassend über das Projekt mit dem Namen "Klimamarkt", das nach Ansicht von Haub Modellcharakter für die gesamte Handelsbranche hat. "Damit setzen wir neue Maßstäbe in Deutschland", betonte der Konzernchef.
Der Wärmebedarf des Marktes werde zu 75 Prozent aus der Abwärme der Kühlanlagen gedeckt. Die übrigen 25 Prozent liefere eine Geothermieanlage. Glastüren an den Kühlregalen und Tageslicht in den Regalgängen sparten ebenfalls Energie. An der Fassade und auf dem Dach werde Solarstrom gewonnen.
Investitionen von 70 Millionen
Der Familienkonzern will das Konzept für den "Klimamarkt" zunächst in Mülheim testen, ehe weitere Filialen von Kaiser's Tengelmann umgebaut werden. Es könnten auch einzelne Elemente in anderen Filialen zum Einsatz kommen, sagte der Vorstandschef von Kaiser's Tengelmann, Bernd Ahlers.
Die Supermarktkette investiere pro Jahr etwa 70 Millionen Euro in die Modernisierung von Märkten und neue Filialstandorte. Die Gesamtzahl der Märkte solle bei rund 700 konstant gehalten werden. Die Mitarbeiterzahl sei durch längere Öffnungszeiten in zwei Jahren um 2.000 auf 20.000 gewachsen.
Laut einer repräsentativen Umfrage des EHI Retail Institutes sind die Kosten für Energie bei 80 Prozent der Handelsunternehmen gestiegen.
Hier geht es zur Bildergalerie mit Fotos der Entstehung des Klimamarktes.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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