Kundin verlässt kassenlosen Supermarkt nahtlos mit Einkaufskorb ohne Warten an der Kasse
© Black Forest Labs / Flux

So führen Payment-Prozesse zu treuen Kunden

Die Verknüpfung von Loyalty und Payment vereinfacht den Einkauf und sorgt für mehr Umsatz. Wie gelingt der Spagat zwischen Simplifizierung und dem Wunsch nach mehr konkreten Benefits? Ein Blick auf neue Trends offenbart Lösungen an unerwarteter Stelle.

ASAndré SchmidtRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Die Simplifizierung des Payment-Vorgangs dient letztlich der Kundenbindung. "Wer an der Kasse nicht mehr in der Schlange stehen muss, der kommt gern wieder. Und nutzt dann irgendwann auch Loyalty-Instrumente wie zum beispiel die App", ist sich André Trimpop sicher, Head of Product beim Loyalty- und Giftcard-Experten Knistr.

Barrierefreiheit ist wichtig

"Stellen Sie sich vor, in Ihrem Lieblingsgeschäft begrüßt Sie Ihr Smartphone mit einem auf Ihrer Kaufhistorie basierenden persönlichen Angebot", sagt er. "Sobald Sie ein Produkt in Ihren Einkaufskorb legen, wird es erfasst. Sie sammeln so Treuepunkte und bezahlen automatisch. Je barrierefreier diese Systeme Loyalty und Payment miteinander verknüpfen, desto eher werden die Vorteile angenommen." Dabei entstehen Möglichkeiten, kostengünstige Zahlungsmethoden wie etwa Sepa-Lastschriften zu fördern, indem das Loyalty-Programm zusätzliche Vorteile auslobt.

Ein Schlüsseltrend sind BNPL-Optionen ("Buy Now, Pay Later"), die es Kunden ermöglichen, Einkäufe in festgelegten Raten zu bezahlen. "Kunden nehmen gern unterschiedliche Zahlungsoptionen an - gerade dort, wo regelmäßig höhere Beträge auf der Rechnung stehen", sagt Florian Krämer vom Zahlungsdienstleister Riverty. "Das geht weit über die Post-Purchase-Experience bei hinterlegten Zahlungsmitteln wie Kreditkarten, Google Pay oder Paypal hinaus. Wer hier bereits in der App individuelle Finanzierungsangebote macht, der erleichtert erheblich die Kaufentscheidung."

Bonuskarte mit Krypto

Dabei ist die Technologie längst so skalierbar, dass sie sich auch für kleine Händler lohnt. So ersetzt das Hamburger Start-up Loyal Systems die Stempelkarte etwa des Lieblingscafés durch eine App, die die Bonuskarte inklusive Zahlfunktion über NFTs, also digitale Krypto-Werte, aufs Mobiltelefon bringt. Das Potenzial ist riesig, auch weil keine aufwendige Integration in die oftmals heterogene Systemlandschaft der Händler nötig ist.

"Die Loyal-NFTs sind fälschungssicher, gehören den Kunden. Und: Händler können miteinander kooperieren, und auch Editionen mit Influencern sind geplant", so Nicolas Aßmann, Co-Gründer von Loyal. Wie zukunftsweisend die Form der erweiterten Kundenbindung ist, beweist unter anderem die "Odyssey Experience" von Starbucks, die einen kleinen Hype unter Fans der Marke ausgelöst hat.
Wenn Kunden ihre Loyalty-Karten in Apps und Wallets speichern können, ist das besonders bequem. Kann eine weitere Integration einen spürbaren Mehrwert bieten? Für André Trimpop ist das auch eine Frage der Kreativität: "Es steht im Verantwortungsbereich der Händler, ihren Kunden überzeugende Argumente zu liefern, die bewährten Pfade zu verlassen."

Und wenn es dabei möglich ist, erst einmal ganz auf die Loyalty-App zu verzichten, so kann auch das ein plausibler Weg sein. Den besten Beweis zeigt Netto in Regensburg - voll automatisiert und gerade deshalb "voll einfach".

Dieser Artikel erschien zuerst in Der Handel.

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Geschrieben vonAndré Schmidt

Redakteur

André Schmidt schreibt als Autor für das Digital-Commerce-Magazin etailment von Der Handel, unter anderem über Kundenbindung, Loyalty-Programme und Payment.

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